Müllers Woche

Röttgens Kritik an Reiche, kritische Kommunalpolitik und die Kritiker des Weltklimarats

Porträtaufnahme von Michael Müller.

Kalenderwoche 22: Eine Regierungserklärung des Bundeskanzlers zur Energiepolitik sollten Umwelt- und Verbraucherverbände, Grüne und Linke öffentlich sowie die SPD intern verlangen, fordert Michael Müller, SPD-Vordenker und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Eine feste Arbeitsgruppe "Energiewende" der Ministerien sollte zudem Fragen von Ökologie, Verbraucher- und Industriepolitik klären. 

Transformation

"Stadtwandel bewegt sich zwischen Systemversagen und Inseln des Gelingens"

Wuppertal Schwebebahn

Der Umweltforscher Uwe Schneidewind erlebte als Wuppertaler Oberbürgermeister, wie nachhaltige Sachpolitik immer wieder machtpolitischen Erwägungen untergeordnet wird und kurzfristige Themen dominieren. Im Interview beschreibt er, wie Städte zukunftsfähig gemacht werden können.

Interview: Joachim Wille

Energiewende

Auf Spurensuche nach Akzeptanz

Ansicht von Ferne auf fast ein ganzes Dorf, hinten am Horizont der welligen Landschaft stehen zwei Windräder.

Umfragen zeigen weiter breite Unterstützung für erneuerbare Energien. Gleichzeitig nehmen Bürgerbegehren, Klagen und Proteste zu. Eine Spurensuche zwischen Beteiligung, politischer Stimmung und der Frage, wie Akzeptanz wirklich entsteht.

von David Zauner

Kommunen in der Energiewende

In Mecklenburg-Vorpommern soll vor Ort mehr Windgeld bleiben

Vier mittelgroße Windkraftanlagen auf einem Acker in ebener Landschaft, ganz im Hintergrund ein weiterer Windpark.

Das Bundesland an der Ostsee leistet seit zehn Jahren wichtige Vorarbeit dafür, dass Bürger und Gemeinden an den Stromerlösen von Wind- und Solarparks beteiligt werden. Nun hat es wieder ein Beteiligungsgesetz beschlossen, das bundesweit einmalig ist.

von Stefan Schroeter

Transformation

Energiewende – so einfach wie Pizzabestellen

Leicht futuritische, farbige Darstellung einer Smart City mit Windrädern, Solaranlagen, Speichern und städtischen Verbrauchern.

Aus Millionen Datensätzen entwickelten Experten des Erneuerbaren-Verbandes BEE und des Fraunhofer-Instituts IEE einen simulationsfähigen Energiewenderechner. Mit diesem verbindet sich die Hoffnung, in Landkreisen und Städten den Ausbau und den Einsatz von Ökoenergien zu optimieren und mehr Akzeptanz zu erreichen.

von Jörg Staude

Umfrage bei Kommunen

Akzeptanz der Eneuerbaren hängt nicht am Geld allein

Luftaufnahme von Solar- und Windparks in einer weiten, ebenen Landschaft unter bewölktem Himmel.

Konkrete finanzielle Vorteile sind für Kommunen das stärkste Argument für die Energiewende – neben wirtschaftlichen Motiven –, ergab eine bundesweite Umfrage unter Bürgermeistern. Angesichts von "Glaubenskriegen" reicht das aber nicht für die Akzeptanz aller erneuerbaren Energien.

von Jörg Staude

Straßenverkehr

Tempo 30 steckt im kommunalen Flickenteppich fest

Tempo-30-Schild vor einem Straßenbaum.

Mit Tempo 30 als gesetzlicher Regelgeschwindigkeit innerorts könnten Kommunen die Straßen sicherer, die Luft sauberer und die Orte lebenswerter machen. Die Reformschritte im Straßenverkehrsrecht des Bundes sind bisher zu klein.

ein Gastbeitrag von Fritz Vorholz

Förderung soll einfacher werden

Kommunaler Klimaschutz im Förderdschungel

Panorama-Aufnahme der Stadt Kaiserlautern mit alten und neuen Stadtteilen.

Bis zu 19 Milliarden Euro müssten Kommunen jährlich in Klimaschutz investieren. Doch tatsächlich ist es nur ein Bruchteil. Eine Studie zeigt: Vor allem komplizierte Förderstrukturen und bürokratische Hürden bremsen den Klimaschutz vor Ort aus.

von Sandra Kirchner

Akzeptanz

"Partizipation beginnt, wo Menschen tatsächlich mitentscheiden können"

Windräder

Eine große Mehrheit in der Bevölkerung unterstützt die Energiewende. Doch Widerstand formiert sich dort, wo Menschen sich übergangen fühlen. Umweltpsychologin Petra Schweizer-Ries über orchestrierten Protest, mediale Verzerrung und die Macht guter Beteiligung.

Interview: David Zauner

Dekarbonisierung des Heizens

Zieht grüner Wasserstoff in kommunale Wärmepläne ein?

Einstöckige Reihenhäuser mit Satteldach in Dresden.

Wasserstoff ist knapp, teuer und mit vielen Unsicherheiten verbunden. Ob sich der gasförmige Energieträger künftig auch zur Wärmeversorgung von Wohngebieten eignet, bewerten drei Großstädte in Sachsen sehr unterschiedlich.

von Stefan Schroeter

Kommunale Wärmeplanung

Vielleicht Fernwärme, vielleicht auch nicht

Zwei große dunkelgrüne Fernwärme-Rohre ziehen sich parallel durch die Landschaft, weit hinten steht ein Kraftwerk.

Die Planung der Städte und Gemeinden für künftige Fernwärmenetze kommt voran. Trotzdem erhalten viele Hausbesitzer:innen und Mieter:innen keine ausreichenden Informationen. Auch eine soziale Schieflage ergab die Untersuchung von 15 Kommunen.

von Hannes Koch

klima update° – Folge 260

Trump verlässt Klimarahmenkonvention, deutscher Klimaschutz verliert Tempo, Klimarisiken in den Kommunen

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Die USA steigen aus der UN-Klimakonvention, dem Weltklimarat und über 60 weiteren Organisationen aus. Die deutschen CO2-Emissionen sinken nur noch wenig. Die Erderhitzung gefährdet besonders den Nordwesten Deutschlands.

von Verena Kern, Jonas Waack

Wärmewende

Der Rhein heizt die Wohnung

Anlage in einer kleinen Halle mit Behältern, Leitungen, Schaltkästen und Monitor, überwiegend in Silber-Metallic durch Verzinkung.

In Mannheim entsteht Deutschlands größte Wärmepumpe, die Flusswasser nutzen wird. Viele andere Städte planen Großwärmepumpen-Projekte. Am Ende wird es auf die Betriebskosten ankommen.

von Joachim Wille

Hartmut Graßl zum 85. Geburtstag

Energiewende mit Hirn und Herz gestalten

Die Hände mehrerer Personen zeigen gestikulierend auf Planungsunterlagen, die auf dem Tisch liegen.

Die Energiewende ist kein rein technisches Projekt. Sie kann nur gelingen, wenn alle eingebunden werden – Bürger:innen, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und zivilgesellschaftliche Kräfte und Organisationen.

ein Gastbeitrag von Jahn Harrison

Verkehrswende

"Wir müssen den ÖPNV neu erfinden"

Ein Pkw Kombi, der vorübergehend als Taxi gekennzeichnet ist, hält an einem Busbahnhof.

Mit der Hälfte der Autos könnten Städte wieder gut funktionieren und aufatmen, sagt Mobilitätsforscher Andreas Knie. Digitalisierte Miet- und Taxi-Angebote machten es möglich. 

Interview: Joachim Wille

Flächenverbrauch

"Die wachsende Stadt soll sich an vorhandene Stadtteile anschmiegen"

Christopher Festersen stehend im Gespräch mit einer kleinen Gruppe beim Münsteraner Hafendialog 2019.

Mit klimagerechter Bauleitplanung will Münster für einen schonenden Umgang mit Boden sorgen und den Zwängen steigender Bodenpreise begegnen, erklärt Christopher Festersen, Leiter des Stadtplanungsamtes. Dass Münster Einfamilienhäuser verbiete, sei nie mehr als eine Legende gewesen.

Interview: Jörg Staude

Schwarz-roter Koalitionsvertrag

Die "Abschaffung" des Heizungsgesetzes – eine Rettungsaktion für die Gasnetze?

Mehrere gelbe Gasleitungs-Schilder an einem Pfahl in der Stadt Hof, im Hintergrund ein Plattenbau.

Anstelle der Vorschrift der Ampel, neue Heizungen sollten zu mindestens 65 Prozent erneuerbar betrieben werden, will die schwarz-rote Bundesregierung die Senkung der CO2-Emissionen zum alleinigen Maßstab machen. Es fragt sich, was das für Folgen hat.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Windkraft-Ausbaubilanz 2024

Windbranche genehmigt sich Hoffnung – für 2027

Einige Monteure stehen auf einem schon halb errichteten Windrad-Turm, im Vordergrund ein Stückchen eines Krans.

Der Windkraft-Ausbau stockte auch noch 2024, aber die Aussichten für die Branche sind so gut wie seit zehn Jahren nicht. Allerdings stehen im Wind-Vorreiterland Nordrhein-Westfalen mehr als 1.400 Genehmigungen weiter auf der Kippe.

von Jörg Staude

Erdgas-Falle

Stadtwerke: Die Bremser der Energiewende

Das Heizkraftwerk West der Mainova in Frankfurt am Main ersetzt Steinkohle durch Erdgas.

Eine Umfrage unter Deutschlands größten Stadtwerken zeigt: Viele setzen zu sehr auf klimaschädliche Energie. Das gefährdet städtische Schwimmbäder, Jugendzentren und ÖPNV-Angebote – und wird die Kundinnen und Kunden sehr viel Geld kosten.

ein Gastbeitrag von Annika Joeres

Willenbachers Woche

Geld für grüne Industrie, sauberer Strom für alles und "Teilhabepacht" für Kommunen

Matthias Willenbacher spricht mit ernstem Blick und ruhiger Handgeste vor warm beleuchtetem, unscharfem Hintergrund

Kalenderwoche 42: Für eine Verdopplung, wenn nicht Verdreifachung der finanziellen Beteiligung der Kommunen an den Windkrafterlösen plädiert Matthias Willenbacher, Gründer der nachhaltigen Investing-Plattform Wiwin und Mitglied im Klimareporter°-Herausgeberrat. Zudem sollte ein Bundesbeteiligungsgesetz beschlossen werden samt einer "Teilhabepacht" für Kommunen.