Beteiligung von Kommunen

Windgeld für Städte und Gemeinden

Windpark mit fünf Windrädern in flacher Landschaft mit Feldern und Hecken, weiter hinten stehen zwei Dutzend weitere Windräder.

Eine Kommune in Sachsen hat schon früh Windparks auf ihrem Gebiet bauen lassen. Nun kommt ihren Ortsteilen eine neue gesetzliche Regelung zugute. Danach können Standortgemeinden von Solar- und Windparks an den Stromerlösen beteiligt werden.

von Stefan Schroeter

Woche der Klimaanpassung

"Renaturierung und Entsiegelung gewinnen an Wert"

Ein Sprengwagen fährt an einer Grünanlage vorbei und besprüht die Straße mit Wasser.

Fehlende personelle und finanzielle Ressourcen sind für Kommunen die größten Hürden bei der Klimaanpassung, bilanziert ISOE-Forscher Thomas Friedrich eine repräsentative Umfrage. Häufigste kommunale Maßnahme ist derzeit noch die Bewässerung öffentlicher Grünflächen.

Interview: Jörg Staude

Willenbachers Woche

Preistransparenz bei Fernwärme, britische Signale und Erfolgsgeschichten gegen rechts

Matthias Willenbacher spricht mit ernstem Blick und ruhiger Handgeste vor warm beleuchtetem, unscharfem Hintergrund

Kalenderwoche 36: Beim Windkraftausbau zeichnet sich in Deutschland ein Rollback ab, kritisiert Matthias Willenbacher, Gründer der nachhaltigen Investing-Plattform Wiwin und Mitglied im Klimareporter°-Herausgeberrat. Er empfiehlt der Bundesregierung, von den Reformen des neuen britischen Premiers zu lernen.

Stadtwerke-Kongress in Hannover

Energiewende steht an einem Wendepunkt

Kohlekraftwerk im Winter mit großer Steinkohle-Halde und dampfendem Kühlturm, davor fährt ein Kohleschiff auf dem Mittellandkanal.

Zwei Jahre energiepolitischen Stillstand befürchtet der Verband kommunaler Unternehmen vor dem heute beginnenden Stadtwerke-Kongress in Hannover. Der Verbandschef kritisiert den Haushaltsentwurf 2025 der Ampel als "Griff in die Klimakasse".

von Jörg Staude

Stadtverkehr

Auf der Suche nach den "unsichtbaren" Parkplätzen

Voll besetzter Parkplatz an einem Kaufcenter oder einer anderen großen Einzelhandelseinrichtung.

In deutschen Städten fehlt es nicht an Parkplätzen. Eher ist das Problem: Viele Parkplätze sind nicht öffentlich und nur zeitweise und selektiv zugänglich. Das sollte die kommunale Politik ändern, meint der Thinktank Agora Verkehrswende.

von Jörg Staude

Knies Woche

Zerfledderte Bahn, Aus für Verbrenner-Privilegien und die neue kommunale Verkehrspolitik

Portraitfoto Andreas Knie

Kalenderwoche 32: Die neue Straßenverkehrsordnung kann zu einem verkehrspolitischen Neustart in den Kommunen beitragen, sagt Andreas Knie, Mobilitätsforscher und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Um den E‑Auto-Anteil zu steigern, müssten den Verbrennerfahrzeugen die Privilegien genommen werden.

Gemeinwohl-Ökonomie

Entwicklung ist nicht, die planetaren Grenzen zu sprengen

Gebautes Symbolbild: Einige Stapel mit zunehmend mehr Geldstücken, darauf Holzwürfel mit Symbolen für grüne Ökonomie, daneben eine grüne Erdkugel, auch ein fruchtbarer Boden und ein Hintergrund mit viel Grün sind dargestellt.

Gerade Kommunen können Vorreiter für nachhaltiges Wirtschaften sein. Über Strategien und Werkzeuge dafür debattierte eine Konferenz zur Gemeinwohlökonomie in Düsseldorf.

von Barbara Schnell (Düsseldorf)

Appell

Mehr Geld für die Kommunen

Hinweisschilder auf einem Marktplatz weisen den Weg zu Rathaus, Schulen, Bahnhof oder Sportanlagen.

Der Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung fordert einen Finanzgipfel, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort zu sichern. Kommunen seien entscheidend für die Transformation zu einem klima- und umweltfreundlichen Wirtschaften und Leben.

von Joachim Wille

Rechtsgutachten

Kommunen in der Wasserstoff-Zwickmühle

Einstöckige Reihenhäuser mit Satteldach in Dresden.

Bei ihrer Wärmeplanung sollten Kommunen realistisch vorgehen und nicht auf Wasserstoff zum Heizen setzen, rät ein juristisches Gutachten. So könnten private Haushalte und Gewerbetreibende vor künftig hohen Kosten geschützt werden.

von Jörg Staude

Kommunale Wärmewende

Fernwärme aus Luft und Wasser

Drei moderne Anlagen mit quader- und zylinderförmigen Elementen und einigen Rohren, alles in Silbergrau und Schwarz, in einem großen Kellerraum.

Strombetriebene Großwärmepumpen erschließen Abwärme und Umgebungswärme für die Wärmeversorgung von Städten. In Brandenburg und Sachsen könnten sie dazu beitragen, Fernwärme aus Braunkohle-Kraftwerken abzulösen.

von Stefan Schroeter

"Ökogas"

Gasversorger täuschen hunderttausende Kunden

Fotomontage: Eine grüne Gasflamme wird wie ein Geschenk in zwei geöffneten Handflächen dargeboten.

Deutschlandweit verkaufen Gasversorger sogenannte "klimaneutrale" Erdgastarife. Doch dieses Werbeversprechen geht nicht auf. Das zeigt eine umfangreiche Recherche zu über 100 entsprechenden Angeboten durch das Medienunternehmen Correctiv.

ein Gastbeitrag von Gesa Steeger, Stella Hesch

Studie zur Wärmeplanung

Kommunen könnten auf Gasnetzen sitzen bleiben

Gelbe Erdgas-Schilder an einem alten Firmengebäude.

Mit Klimaneutralität und Erdgasausstieg stellt sich die Frage nach der Zukunft des über 500.000 Kilometer langen Gasverteilnetzes. Eine energiewirtschaftliche Studie unter Federführung des DIW Berlin plädiert für Rekommunalisierung, aber nicht um jeden Preis.

von Jörg Staude

Wärmeplanungsgesetz

Kommunen in der Zwickmühle der Wärmewende

Sechs nebeneinander angeordnete Hinweisschilder für Erdgas-Infrastruktur, daneben eine Hauswand.

Städte und Gemeinden müssen in den nächsten Jahren eine Wärmeplanung für eine klimaneutrale Wärmeversorgung vorlegen. Hier drohen sie bei der Bewertung der Gasverteilnetze in einen schweren Interessenkonflikt zu geraten.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

StVO-Reform vorerst gescheitert

Bundesrat stoppt Paradigmenwechsel im Verkehr

Das Gebäude des Bundesrates von schräg unten aufgenommen bei dunklem Himmel.

Union und SPD bremsen gemeinsam die Grünen und die Kommunen aus: Weil nur Machtpolitik und nicht Sachpolitik zählt, bleiben Verkehrssicherheit und Klimaschutz in Deutschland auf der Strecke.

ein Gastbeitrag von Hubertus Baumeister, Andreas Knie

Gesetzgebung

Bund erwartet viel Klima-Anpassung für wenig Geld

Eine Person steht im Regen, man sieht nur rote Gummistiefel und einen nassen, glatten Boden.

Heute will der Bundestag das Klimaanpassungsgesetz beschließen. Eigentlich eine gute Sache, finden Sachverständige und Verbände – wenn es die Ampel-Koalition nicht an der Anpassungsstrategie und vor allem der Finanzierung fehlen ließe.

von Jörg Staude

Photovoltaik-Förderung

Solar-Ausbau auf kommunalen Dächern

Modernes vierstöckiges Schulgebäude mit einer Außenwandgestaltung aus roten, gelben und weißen Rechtecken.

Die Stadt Leipzig hat damit begonnen, die Dächer ihrer kommunalen Gebäude systematisch mit Photovoltaikanlagen auszurüsten. In Berlin ist ein solcher Solarausbau schon in vollem Gang. Und in Nordrhein-Westfalen gibt es dafür sogar ein spezielles Förderprogramm.

von Stefan Schroeter

VKU-Kongress in Köln

Stadtwerke hadern mit Wasserstoff-Planung

Georg Klene von den Stadtwerken Lemgo zeigt das Innere der Großwärmepumpe und erläutert die Funktion.

Fernwärme, Wärmepumpen oder am Ende auch Wasserstoff statt Erdgas? Mit Fragen zu Wärmewende und kommunaler Wärmeplanung setzen sich kommunale Unternehmen beim heute beginnenden Stadtwerke-Kongress in Köln auseinander – und mit Vorwürfen, sie machten bei einem Gas-Lobbyverband mit.

von Jörg Staude

Erwiderung auf Gastbeitrag

Veränderung löst Widerstand aus

Autos stehen am Straßenrand, daneben ein schmaler Grünstreifen mit kurzem Rasen und einigen Bäumchen.

Sollen Parkplätze für mehr Grün, Spielplätze oder Fahrradwege wegfallen, gibt es viel Widerstand – allen Bemühungen um Beteiligung zum Trotz. Auch Bäume zu pflanzen, wird kaum Konsens stiften. Beharrlichkeit ist gefragt.

ein Gastbeitrag von Michael Kopatz

Klimaanpassung

Entsiegelung nicht nur bei den Schottergärten

Ein Warenverteilzentrum aus der Vogelperspektive.

Mit entsiegelten Flächen und Begrünung versuchen Kommunen wie Köln, sich an zunehmende Wetterextreme anzupassen. Welche Rolle dabei Schottergärten spielen, wird in der bundesweiten "Woche der Klimaanpassung" auch diskutiert.

von Jörg Staude

Drohende Investitionsruinen

Gasverteilnetze werden "Stranded Assets" – wer zahlt?

Gaszähler zeigt 4741 Kubikmeter an.

Es brauchte viele Jahre und einen Krieg, bis in Deutschland ernsthaft nachgerechnet wurde, was die Unterschrift der Bundesregierung unter die Klimarahmenkonvention eigentlich für die regionalen Erdgasnetze bedeutet. Jetzt ist guter Rat teuer.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann