Knies Woche

Bäume für die Städte, Gemeinwohl vor Eigennutz und der verschleuderte Tankrabatt

Portraitfoto Andreas Knie

Kalenderwoche 24: Fortschrittliche Städte nutzen den Trend abnehmenden Autoverkehrs und begrenzen die Flächen für Autos zugunsten von Fußgängern und Radfahrern, sagt Andreas Knie, Mobilitätsforscher und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Fehlende Hitzevorsorge in Deutschland kommt für ihn einem Staatsversagen gleich.

Der gute Wille

Berlin, lass wachsen

Stadtkulisse mit neuen mehrstöckigen Gebäuden, Straße, Straßenschildern, Bäumen und Baukran.

Die Stadt sollen hunderttausende neue Bäume bekommen. Der Start des Projekts ist holprig. Dabei ist ein großer, gut gepflegter Baumbestand die beste Klimaanlage einer Stadt.

eine Kolumne von Joachim Wille

Renaturierung

Was aus Deutschlands beschädigten Landschaften werden soll

Ein Entwässerungsgraben zwischen Feld und Wald in ebener Landschaft.

Die EU-Natur­wieder­herstellungs­verordnung soll auch in Deutschland umgesetzt werden. Doch Agrar- sowie Wald- und Grundbesitzverbände wehren sich dagegen.

von Sandra Kirchner

Neues Förderprogramm

Milliarden sollen Moore nass machen

Mit dem Traktor wird Kunstdünger auf einem abgeernteten Maisfeld ausgebracht.

Eine "historische Trendwende" bei der Wiedervernässung trockengelegter Moore soll ein neues Bundes-Förderprogramm bringen. Moore können so der Landwirtschaft erhalten bleiben und als regionale Wasserspeicher dienen, wirbt das Umweltministerium. Und dem Klimaschutz hilft es auch.

von Jörg Staude

Natürlicher Klimaschutz

"Im Moment sind trockene Moore ökonomisch interessanter"

Teilmechanisierte Ernte von Schilf mit Ballonreifen-Fahrzeugen und einer Gruppe Arbeiter.

Mit der künftigen Paludi-Förderrichtlinie erwartet Matthias Drösler einen Durchbruch bei der Wiedervernässung von Mooren. Der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats für Natürlichen Klimaschutz setzt sich für ein rechtliches Gleichgewicht des Moorschutzes gegenüber anderen Planungen ein.

Interview: Jörg Staude

klima update° – Folge 248

Abstriche beim Moorschutz, Regierung will Wasserstoff-Hochlauf beschleunigen, Klimafinanzierung droht einzubrechen

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Der Umweltminister will mehr Geld in Moorschutz stecken, beim CO2-Sparen aber mehr auf Wälder setzen. Trotz Beschleunigungsgesetz gefährden gekürzte Fördermittel den Wasserstoff-Hochlauf. Deutschland hielt 2024 seine Klimafinanzierungs-Zusage ein, doch 2025 drohen Kürzungen.

von Sandra Kirchner, Susanne Schwarz

Natürlicher Klimaschutz

Nachschärfen in Wald, Moor und Böden – und beim Geld

Auf einer großen Plastikplane wachsen etwa wadenhohe grün-gelbe Rohrkolben-Setzlinge.

Mehr Geld für den natürlichen Klimaschutz und noch vor Weihnachten ein neues Klimaschutzprogramm, das kündigte Bundesumweltminister Schneider jetzt an. Auch strebt sein Haus eine Abkehr von der Holzverbrennung an.

von Jörg Staude

Gutachten für Umweltministerium

Klima-Beirat empfiehlt eine Milliarde jährlich für Moorschutz

Bundesumweltminister Carsten Schneider und neun Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats für Natürlichen Klimaschutz halten zwei Exemplare des neuen Gutachtens in die Kamera.

Auch die Emissionsminderung durch Wälder und Moore steckt in Deutschland in der Krise. Mögliche Auswege zeigt ein Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Natürlichen Klimaschutz auf. Für eine öffentliche Präsentation hat das zuständige Ministerium keine Zeit.

von Jörg Staude

Wasserspeicher-Initiative

Mit dem Wasser kommt der Klimaschutz dahergeschwommen

Auf einer großen nassen Wiese steckt ein Spaten in der Erde.

In Zeiten klimawandelverstärkter Hitze macht sich eine Initiative zum Wasserspeichern und Abkühlen gut, dachte das Bundesumweltministerium. Die Projekte in Stadt, Land und Wald erzählen aber auch einiges über den heutigen Stellenwert des Klimaschutzes.

von Jörg Staude

Podcast "Gipfelgespräch"

"Ohne CO₂-Minderung hilft auch kein natürlicher Klimaschutz"

Friedrich Bohn, Jörg Staude und Christian Mihatsch an einem Stehtisch im Gespräch.

Ohne schnelle Minderung der Treibhausgas-Emissionen können auch die sogenannten naturbasierten Lösungen das Klima nicht retten, sagt Ökosystemwissenschaftler Friedrich Bohn im "Gipfelgespräch"-Podcast von Klimareporter°.

von Christian Mihatsch, Jörg Staude

Waldumbau

Wer rettet den Wald?

Rotbuchen-Wald aus wenigen älteren und vielen jüngeren Bäumen.

Sieben Umweltverbände fordern einen Wald-Rettungsplan und kritisieren die Übernutzung der Wälder. Der Waldbesitzerverband reagiert umgehend.

von David Zauner

Bundeswaldinventur

"Der Wald kann nichts dafür"

Wald mit deutlichen Anzeichen von Trockenstress

Dürren und Borkenkäfer-Massenvermehrung schaden gerade den mittelalten Fichtenwäldern, den Motoren der CO2-Bindung, sagt Waldökologe Andreas Bolte vom Thünen-Institut. Aber jede Krise biete auch eine Chance, in dem Fall zum schnelleren Waldumbau.

Interview: David Zauner

Natürlicher Klimaschutz

Werden die deutschen Wälder zum Klimaproblem?

Kahle Fichten im Bayerischen Wald.

Immer mehr Prognosen legen nahe, dass Deutschlands Wälder in Zukunft mehr CO2 ausstoßen als aufnehmen werden. Die Bundeswaldinventur wird in wenigen Tagen zeigen, ob die Schwelle nicht vielleicht schon überschritten ist.

von David Zauner

Kemferts Woche

Gefährliches Nicht-Investieren, sinnvolle Pflichtversicherung und der hohe Wert der Renaturierung

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 21: Zwar exportiert Russland noch Flüssigerdgas in die EU und hat einige EU-Länder in Mittel- und Osteuropa energiepolitisch im Griff, sagt Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Doch Europas Gasversorgung kann auch ohne Gasimporte aus Russland gesichert werden.

Landnutzung

Fehlstart beim natürlichen Klimaschutz

Luftaufnahme einer Wiese mit zahlreichen schmalen Abschnitten, auf denen Torfmoose wachsen.

Fehlende CO2-Speicher in der Landnutzung sind ein weiteres Sorgenkind deutscher Klimapolitik – neben Verkehr und Gebäuden. Auch das milliardenschwere "Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz" schafft bislang keine Abhilfe. Nötig ist ein Richtungswechsel.

ein Gastbeitrag von Milan Loose, Peer Cyriacks

Naturbasierter Klimaschutz

Wie sich Regenwälder durch fruchtfressende Vögel erholen könnten

Ein Riesentukan sitzt auf einem Zweig. Der schwarze Vogel hat eine weiße Kehle und einen sehr großen, orangefarbenen Schnabel.

Tropische Vögel, die im Atlantischen Regenwald Brasiliens leben, verbreiten Pflanzensamen und könnten so die Wiederaufforstung der Region unterstützen. Erschwert wird das aber durch die Fragmentierung des Waldes, wie ein Team der ETH Zürich herausgefunden hat.

von Christina Mikalo

Umweltgesetzgebung

Die traurige Rückwärtsrolle der EU

Grünland-Renaturierung mit großen Wasserflächen in Mecklenburg.

Lieferketten-Standards, Renaturierung oder Pestizid-Regeln: Viele europäische Umwelt- und Klimagesetze wurden in den letzten Monaten auf Druck des Parlaments oder der EU-Regierungen gestoppt oder abgeschwächt.

von David Zauner

Aufforstung und Klimaschutz

"Wir brauchen eine Billion Bäume"

Ein Einheimischer mit Sonnenhut und orangefarbenem T-Shirt befestigt ein Schild an einer Baumpflanze.

Das Pflanzen von Bäumen kann den schnellen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas nicht ersetzen, muss ihn aber ergänzen, sagt Felix Finkbeiner. Der Gründer der Initiative "Plant-for-the-Planet" über die Chancen zur Wiederaufforstung des Planeten und die Kritik an seinen Plänen.

Interview: Joachim Wille

Der gute Wille

Nacktes Ministerium

Zehn nackte Protestierende stehen auf einer Straße.

Die Ampel kürzt beim natürlichen Klimaschutz. Die Einsparungen nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts treffen damit eines der wichtigsten Klima-Projekte der "Fortschrittskoalition". Das ist Unsinn pur. 

eine Kolumne von Joachim Wille

Negative Emissionen

Blue Carbon: Kohlenstoff im Paradies

Ein Schwein schwimmt im glasklaren, türkisen Wasser.

Seegraswiesen vor den Bahamas speichern beträchtliche Mengen CO2, findet eine neue Studie heraus. Ohne die Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre ist das 1,5-Grad-Ziel nicht mehr zu schaffen. Sowohl natürliche als auch technische Ansätze haben dabei Vor- und Nachteile.

von David Zauner