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Flächennutzung

Doppelte Ernte auf dem Acker

Luftaufnahme eines großen Solarparks in ebener Landschaft mit Feldern und einigen Baumgruppen.

Neue Projekte in Mecklenburg, Sachsen und dem Rheinland zeigen, dass die Agri-Photovoltaik gut funktioniert. Doch die Politik muss den Aufschwung stärken und zum Beispiel für mehr Technologieoffenheit bei der Förderung sorgen.

von Joachim Wille

Reaktorpleite

Vom Hoffnungsträger zur Milliardenlast

Kraftwerks-Baustelle mit einigen quaderförmigen Gebäuden verschiedener Höhe sowie eher im Hintergrund einem großen Kühlturm, neben dem ein Kran und ein Strommast stehen. Alle Bauten sind äußerlich fertig.

Der Rückbau des Hochtemperatur-Reaktors im nordrhein-westfälischen Hamm dürfte die Steuerzahler viel Geld kosten. Die Betreibergesellschaft HKG hat Insolvenz angemeldet, nachdem sie Bund und Land nicht gerichtlich zur Kostenübernahme verpflichten konnte.

von Joachim Wille

Speicherboom in Deutschland

Nordrhein-Westfalen wird zum neuen Kraftzentrum

Karikatur in vier Bildern mit einem Mann und einem Kind. Der Mann ruft: Mehr Solarenergie! Mehr Windenergie! Da wird es dunkel und windstill. Der Mann schaut ratlos. Das Kind ruft: Mehr Energiespeicher!

Batteriespeicher für Ökostrom boomen hierzulande, und die alte Energieregion im Westen profitiert am stärksten. Ein entscheidender Grund für den Hochlauf sind stark gesunkene Preise. 

von Joachim Wille

Flächenverbrauch

"Die wachsende Stadt soll sich an vorhandene Stadtteile anschmiegen"

Christopher Festersen stehend im Gespräch mit einer kleinen Gruppe beim Münsteraner Hafendialog 2019.

Mit klimagerechter Bauleitplanung will Münster für einen schonenden Umgang mit Boden sorgen und den Zwängen steigender Bodenpreise begegnen, erklärt Christopher Festersen, Leiter des Stadtplanungsamtes. Dass Münster Einfamilienhäuser verbiete, sei nie mehr als eine Legende gewesen.

Interview: Jörg Staude

Windkraft-Ausbaubilanz 2024

Windbranche genehmigt sich Hoffnung – für 2027

Einige Monteure stehen auf einem schon halb errichteten Windrad-Turm, im Vordergrund ein Stückchen eines Krans.

Der Windkraft-Ausbau stockte auch noch 2024, aber die Aussichten für die Branche sind so gut wie seit zehn Jahren nicht. Allerdings stehen im Wind-Vorreiterland Nordrhein-Westfalen mehr als 1.400 Genehmigungen weiter auf der Kippe.

von Jörg Staude

Hambacher Forst

Die Scharmützel ums Sündenwäldchen

Lichter Laubwald, zwischen den Bäumen ist ein rotes Transparent gespannt, auf dem in weißer Schrift steht: Wald statt Kohle.

Zwar wurde der Hambacher Wald gerettet – um ihn herum will der RWE‑Konzern aber weiter roden und grüne Landschaft abbaggern. Aktivistinnen und Umweltschützer wehren sich. Es geht auch um die Einhaltung grundlegender demokratischer Spielregeln.

von Barbara Schnell

Bilderstrecke

Die Linde von Lützerath

Vor einem Jahr wurde Lützerath geräumt. Mittelpunkt des Weilers im Rheinischen Braunkohlerevier war eine Linde. Fotos aus zwei Jahren erzählen die Geschichte der Besetzung und Zerstörung des Klimadorfs anhand dieses markanten Baums.

von Barbara Schnell

Photovoltaik-Förderung

Solar-Ausbau auf kommunalen Dächern

Modernes vierstöckiges Schulgebäude mit einer Außenwandgestaltung aus roten, gelben und weißen Rechtecken.

Die Stadt Leipzig hat damit begonnen, die Dächer ihrer kommunalen Gebäude systematisch mit Photovoltaikanlagen auszurüsten. In Berlin ist ein solcher Solarausbau schon in vollem Gang. Und in Nordrhein-Westfalen gibt es dafür sogar ein spezielles Förderprogramm.

von Stefan Schroeter

Ende Legende

Was habt ihr nicht getan, mich zu begraben, doch ihr vergaßt, dass ich ein Samenkorn bin

Zweistöckiges Backsteinhaus auf einem ehemaligen Bauernhof, der Teil mit dem Regenbogen-Tor wurde herausgerissen, so dass man durch das Haus hindurchsehen kann.

Der Kampf um Lützerath ist vorbei, der Kampf um den Ausstieg aus der fossilen Energiewelt, um den sozialen Frieden und um Demokratie geht weiter. Fünf Jahre und fünf Tage, die ein neues Kapitel der Klimabewegung aufschlugen – divers wie nie, geeint wie nie. Ein Widerstands-Tagebuch.

von Barbara Schnell (Lützerath)

Rheinisches Braunkohlerevier

Räumung im Scheinwerferlicht

Auf dem Ausleger einer Baumaschine sitzt eine Person in grauem Schutzanzug.

Ein riesiges Polizeiaufgebot räumt das besetzte Dorf Lützerath, damit der Energiekonzern RWE die Braunkohle darunter abbaggern und verbrennen kann. Die Klimaaktivist:innen vor Ort sind sicher, dass sich der Konflikt um die Kohle so nicht befrieden lässt.

von Barbara Schnell (Lützerath)

Beschluss des Grünen-Parteitags

Rodungs-Moratorium für Lützerath abgelehnt

Vor der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen stehen protestierende Menschen mit gelben X-Zeichen und Bannern mit Aufschriften wie: Diese Wirtschaft tötet.

Mit knapper Mehrheit stimmte die Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen am Sonntag in Bonn gegen ein Moratorium für den Ort Lützerath im Rheinischen Braunkohlerevier. Vorausgegangen war der Entscheidung eine kontroverse und emotionale Debatte.

von Jörg Staude

Einigung zwischen Bund, NRW und RWE

Kohlebagger sollen ab 2030 ruhen, aber Lützerath abräumen

Eine Gruppe von Protestierenden sitzt vor einer Mauer mit einem Banner: 1,5 Grad heißt: Lüzerath bleibt!

RWE-Konzern, Bundesregierung und NRW-Landesregierung verständigen sich darauf, den Kohleausstieg im Rheinland von 2038 auf 2030 vorzuziehen. Die Laufzeit zweier Kraftwerke soll aber verlängert und der Ort Lützerath abgebaggert werden. Für die Umwelt- und Klimabewegung ist das ein fauler Deal.

von Jörg Staude, Joachim Wille

Tagebau Garzweiler

Die Kohle reicht

Braunkohlebagger im Tagebau Garzweiler zwei.

Das Dorf Lützerath im Rheinischen Braunkohlerevier abzubaggern, ist trotz Gaskrise energiewirtschaftlich nicht notwendig, ergibt eine aktuelle Kurzstudie. Der Energiekonzern RWE will trotzdem an seinen Plänen festhalten.

von Joachim Wille

Gastbeitrag

Talsperren lernen vom Hochwasser

360-Grad-Panoramafoto der Wuppertalsperre und der Vorsperre am Panzerbach.

Während die Betreiber der Talsperren aus der Starkregenkatastrophe des letzten Jahres zu lernen beginnen, halten sich die Bundesländer zurück. Noch immer ist die geplante Taskforce zum Schutz gegen Hochwasser aus Talsperren bei Starkregen nicht eingesetzt.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Tacheles, Oliver Hummel!

NRW braucht die Schubumkehr

Windkraft NRW

Nach der Landtagswahl im wirtschaftsstärksten Bundesland ist jetzt Tempo gefragt, um in der Klimapolitik von schönen Ankündigungen zu handfesten Ergebnissen zu kommen. Ein starker Mittelstand und viel Innovationskraft sind vorhanden – und ein klares Signal aus dem Wahlergebnis. 

eine Kolumne von Oliver Hummel

Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen

Grüne wollen NRW zum erneuerbaren Industrieland machen

Landtag NRW

Die CDU siegt bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen, verliert aber ihren Partner FDP. Die Grünen verdreifachen ihr Ergebnis gegenüber 2017. Sie werden wahrscheinlich mitregieren – und wollen NRW endlich auf Klimakurs bringen.

von Sandra Kirchner

Trend auf der Klimakonferenz COP 26

Mehr Länder steigen in den Kohle-Ausstieg ein

Garzweiler

Wichtige Kohle-Länder wie die Ukraine und Polen sind auf dem Glasgower Klimagipfel Initiativen zum Kohleausstieg beigetreten. Die beschleunigte Abkehr vom klimaschädlichsten Energieträger strahlt auch auf Deutschland aus.

von Jörg Staude

Unterlassene Hochwasservorsorge

Talsperren sperren sich gegen Klima-Management

Brücke über die Wupper mit Stauwehr, im Vordergrund ein gelbes Schild: Betreten der Anlage und Baden verboten – Lebensgefahr.

Das Problem, wie Talsperren im Klimawandel zu managen sind, betrifft nicht nur die Überflutungs-Regionen in Nordrhein-Westfalen oder Rheinland-Pfalz. In Deutschland gibt es mehr als 370 Talsperren. Die Mehrzahl von ihnen muss sich auf die Folgen des Klimawandels einstellen.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Gerichtsurteil zu Datteln 4

"Damit ist die Betriebsgenehmigung rechtswidrig"

Kraftwerk Datteln 4 von der Zufahrt gesehen, im Vordergrund der 180 Meter hohen Kühlturm.

Was passiert mit dem Kohlekraftwerk Datteln 4, nachdem der Bebauungsplan gerichtlich für unwirksam erklärt wurde? Eigentlich müsste daraus die Stilllegung folgen, erklärt die Juristin Francesca Mascha Klein von der Umweltrechtsorganisation Client Earth im Interview.

Interview: Susanne Schwarz

"Schallende Ohrfeige für Armin Laschet"

Kohlekraftwerk Datteln 4 bleibt Schwarzbau

Über den Dortmund-Ems-Kanal wird kolumbianische Kohle für das Kraftwerk Datteln 4 angeliefert. Aufnahme am späten Abend.

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat heute den Bebauungsplan für das Steinkohlekraftwerk Datteln 4 für unwirksam erklärt. Umweltschützer fordern jetzt die Stilllegung. Aufgrund der weitergeltenden immissionsschutzrechtlichen Genehmigung kann die 1.100-Megawatt-Anlage vorerst weiterlaufen.

von Jörg Staude