Natürlicher Klimaschutz

"Im Moment sind trockene Moore ökonomisch interessanter"

Teilmechanisierte Ernte von Schilf mit Ballonreifen-Fahrzeugen und einer Gruppe Arbeiter.

Mit der künftigen Paludi-Förderrichtlinie erwartet Matthias Drösler einen Durchbruch bei der Wiedervernässung von Mooren. Der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats für Natürlichen Klimaschutz setzt sich für ein rechtliches Gleichgewicht des Moorschutzes gegenüber anderen Planungen ein.

Interview: Jörg Staude

Handbuch Umweltkosten

Klimaschutz zu teuer? Neue Zahlen zeigen das Gegenteil

Eine Landstraße im Ahrtal nach der Hochwasser-Katastrophe 2021. An den Straßenrändern liegen Berge zerstörter Einrichtungsgegenstände.

Das Umweltbundesamt legt neue Berechnungen zu den Klimaschadenskosten vor. Die CO2-Emissionen eines Jahres erzeugen danach Wohlfahrtsverluste von über 640 Milliarden Euro pro Jahr.

von Joachim Wille

Der gute Wille

Der letzte Deal für die Umwelt

Dollarnoten

Der neue UN-Bericht zum Zustand der Erde enthält ähnlich schlechte Nachrichten wie seine Vorgänger. Er wedelt aber mit Dollarscheinen, die 2070 winken, wenn die Natur und das Klima gerettet werden. Ob das Trump und Co interessiert?

eine Kolumne von Joachim Wille

UN-Klimagipfel COP 30

Globaler Klimaschutz braucht Verbindlichkeit und ausreichende Finanzierung

Präsident Lula da Silva auf einer Anzeigetafel im vollen Saal, im Vordergrund ist von hinten der Kopf eines Indigenen mit Federschmuck zu sehen.

Belém war ein symbolträchtiger Austragungsort für den 30. Weltklimagipfel. Trotz wichtiger Fortschritte konnte er aber die Erwartungen nicht erfüllen, vor allem gab es keine Einigung auf einen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen.

ein Gastbeitrag von Reimund Schwarze

Podcast "Gipfelgespräch"

"Den neuen Tropenwaldfonds sehe ich relativ optimistisch"

Aufmacherbild: Ökosystemforscher Friedrich Bohn und Klimareporter-Redakteur Christian Mihatsch, dazu der Titel: Live von der COP 30 – Klimareporter.

Ob der von Brasilien gestartete globale Waldfonds TFFF ein Erfolg wird, ist nicht sicher, aber wahrscheinlich, sagt Ökosystemforscher Friedrich Bohn im "Gipfelgespräch"-Podcast von Klimareporter° in Belém. Das Projekt sei gut genug, um es zu versuchen. 

von Christian Mihatsch, Jörg Staude

UN-Klimagipfel COP 30

Von Klimagipfeln des Öls zum Klimagipfel der Natur

Zwei große Hallen, eine mit einem Satteldach und eine mit einem Tonnendach, stehen an einer großen Straßenkreuzung in einem ansonsten kaum bebauten Teil der Stadt.

Die Vorbereitung des Weltklimagipfels in Belém fiel in eine geopolitisch schwierige Zeit. Deshalb konzentriert sich die COP 30 offenbar auf zwei Themen: die Finanzierung der Klimaanpassung und den Tropenwaldschutz. Hier scheinen noch Erfolge möglich.

ein Gastbeitrag von Reimund Schwarze

Wald-Monetarisierung

Regenwälder bekommen eigenen Finanzmechanismus

Luftaufnahme: Durch stellenweise gelichteten Wald verläuft eine breite Trasse.

Ein Baum im Wald ist "wertlos". Dieses Dilemma soll ein neuer Fonds lösen, der Entwicklungsländer dafür bezahlt, ihre Wälder zu schützen. Ob der Fonds die dafür erforderlichen Mittel erwirtschaften kann, ist allerdings umstritten.

von Christian Mihatsch

Hartmut Graßl zum 85. Geburtstag

Ein Feld. Eine Zukunft!

In einem Veranstaltungsraum sitzen zwei bis drei Dutzend Menschen locker in Kreisen angeordnet, in der Mitte spricht eine Frau und unterstreicht fas Gesagte mit den Händen.

Wie können Wirtschaftssektoren die Finanzierung der Landwirtschaft von morgen aktiv mitgestalten, sodass dabei alle profitieren?

ein Gastbeitrag von Claudia Bühler

UN-Naturschutzgipfel

Ein bisschen Frieden mit der Natur

Luftaufnahme einer Wiese mit zahlreichen schmalen Abschnitten, auf denen Torfmoose wachsen.

Mit dem Beschluss von Rom gibt es endlich eine Perspektive für eine Trendwende beim globalen Artenschutz. Doch viel wird davon abhängen, ob der Plan auch auskömmlich finanziert und eingehalten wird.

ein Kommentar von Joachim Wille

Serie: Grüne Geldanlage – Teil 51

Die Suche nach der einen Zahl

Grafik: Pflanzen wachsen an Bankgebäuden und fossiler Infrastruktur hoch

Natur ist wertvoll – als Kapital der Wirtschaft. Eine Zahl, wie für den CO2-Ausstoß, gibt es für Biodiversität nicht. Konzerne suchen dennoch längst nach Daten, um Ökosystem-Leistungen zu quantifizieren.

von Hermannus Pfeiffer

Klima und die Konflikte in der Welt

"Wir müssen trotz allem weitermachen – dazu gibt es keine Alternative"

Luftaufnahme eines Lagerplatzes für Holzstämme aus genehmigten Abholzungen im brasilianischen Amazonas-Regenwald.

Alle nehmen die Extremwetter-Häufung wahr, dennoch ist es gesellschaftlich weiter möglich, Änderungen aufzuschieben, sagt Anna-Katharina Hornidge, Direktorin des German Institute of Development and Sustainability (IDOS). Das berge Destabilisierungsgefahren und autokratische Tendenzen. Teil 2 des Interviews.

Interview: Jörg Staude

Serie: Grüne Geldanlage – Teil 50

"Ökonomisiert die Biodiversität"

Grafik: Pflanzen wachsen an Bankgebäuden und fossiler Infrastruktur hoch

Was keinen Preis hat, ist nach den Spielregeln des Kapitals nichts wert. Für die Natur und das Klima wird das zum Risiko. Die Spielregeln zu ändern, gilt als illusorisch – sollten dann nicht wenigstens Preisschilder her?

von Hermannus Pfeiffer

"Rockström-Report"

Flüsse in der Atmosphäre

Dichter Regenwald: Blauer Himmel und Wolkenberge über den Wipfeln.

Die globale Wasserkrise gefährdet laut einem neuen Report die weltweite Nahrungsmittelproduktion. Der Bericht einer internationalen Kommission fordert auch die Wiederherstellung von Ökosystemen.

von Joachim Wille

Nachhaltige Landwirtschaft

"Wer Bauern korrekt bezahlt, kann auch Subventionen abbauen"

Bio-Kartoffeln an einer Kartoffelpflanze, die soeben aus dem Boden gezogen wurde.

Bauern sollen dafür honoriert werden, wenn sie nachhaltig ackern. Das Konzept der "Regionalwert-Leistungsrechnung" buchstabiert das aus. Erste Praxiserfahrungen zeigen, wie umfangreich die unbezahlte Arbeit ist.

von Joachim Wille

Marktbasierter Naturschutz

"Bei der Biodiversität sind wir da, wo die CO₂-Märkte vor Jahrzehnten waren"

Bagger planieren ein Gelände, offenbar soll dort was gebaut werden. Im Hintergrund ein paar Bäume.

Der Umweltökonom Sophus zu Ermgassen über die Möglichkeiten, private Investitionen für den Schutz der Artenvielfalt nutzbar zu machen.

Interview: Christian Mihatsch

Umlage für Ökosystemleistungen

Ein EEG für den Acker

Ein Blühstreifen in der Landschaft

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist Vorbild für ein Modell, mit dem mehr Naturschutz in der Landwirtschaft finanziert werden könnte. Ein Forschungsteam hat es entwickelt, um die ökologisch verarmten Agrarflächen zukunftsfähig zu machen. Das würde auch dem Klima helfen.

von Joachim Wille

Monetarisierung von Ökosystemleistungen

Mit der Natur rechnen

Verschiedene brasilianische Banknoten, die einen Jaguar, einen Zackenbarsch und die Efígie da República, ein Frauenkopf als Symbol der Republik.

Unternehmen berücksichtigen den Wert der Biodiversität kaum in ihren Investitionsentscheidungen. Das soll sich ändern, doch das Thema ist auf dem UN-Naturgipfel in Montreal umstritten.

von Joachim Wille

Kipppunkt

Was kostet der Amazonas-Regenwald?

Satellitenaufnahme von brennendem Regenwald

Wenn der Amazonas-Regenwald "kippt", führt das laut einer neuen Studie zu wirtschaftlichen Verlusten von 257 Milliarden Dollar. Es gibt Strategien, um den Kipppunkt abzuwenden. Auch die kosten Geld, lohnen sich langfristig aber auch wirtschaftlich.

von David Zauner

Buchrezension

Das Ende des harmlosen Naturschutzes

Ein Storch steht in seinem Nest und schaut kopfunter durch die Beine den Betrachter an.

Bram Büscher und Robert Fletcher halten dem konventionellen Naturschutz den Spiegel vor und entwerfen eine "konviviale" Alternative. Weder brauche es unberührte Schutzgebiete noch dürften der Natur Preisschilder verpasst werden.

ein Gastbeitrag von Reinhard Loske

Der gute Wille

Das gute Leben, zweiter Versuch

Berliner Compagnie

Vier Jahre lief das Forschungsprojekt zum Wert der Natur. Nun ist sie da, die Bibel der Naturschützer. Doch was macht die Welt damit? Erstmal das Gipfeltreffen dazu verschieben.

eine Kolumne von Joachim Wille