Nichtökonomische Bewertungsmethoden

Der Wert der Natur

Białowieża-Urwald

Bei politischen Entscheidungen stehen meist ökonomische Überlegungen im Vordergrund. Bei Entscheidungen, die die Natur betreffen, greift dieser Ansatz aber zu kurz, denn die Natur hat sehr viele wertvolle Aspekte, die keinen Marktwert haben – wie das Überleben der Menschheit.

von Christoph Müller

Der gute Wille

Vertikaler Salat

Ein Berliner Forschungsprojekt hat errechnet, wie viele Menschen aus den Gärten der Stadt ernährt werden können. Getestet wurde auch, wie sich die Menge noch steigern lässt. Ein Argument, Kleingärten für Bauprojekte zu opfern, ist das aber nicht.

eine Kolumne von Joachim Wille

Gastbeitrag

Ökolandbau als künftiger Normalfall

Getreideernte auf einem Feld in hügeliger Landschaft in Deutschland. Die richtigen Marktinstrumente können die Landwirtschaft von Grund auf nachhaltig machen.

Unsere Landwirtschaft ist eigentlich pleite: Die Umweltschäden übersteigen die Wertschöpfung, daran ändern auch hohe Erträge nichts. Statt immer neuer bürokratischer Korrekturen würden Abgaben auf Stickstoff und andere Verursacher den Markt im Ansatz in die richtige Richtung lenken.

ein Gastbeitrag von Gerhard Hübener

Monetarisierung von Ökosystemleistungen

Ökonomie der Biodiversität

Ein Wiesenpieper, einem Sperling ähnlich, sitzt auf einem Holzpfahl.

Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist Voraussetzung für erfolgreiches Wirtschaften. Das hat nun auch ein Bericht des Top-Ökonomen Partha Dasgupta im Auftrag der britischen Regierung festgestellt. Seine Empfehlungen an die Politik bleiben im ökonomischen Mainstream. Aber nur auf den ersten Blick.

ein Gastbeitrag von Reinhard Loske

Monetarisierung von Umweltschäden

Insekten noch viel wertvoller

Eine dicke Hummel fliegt auf eine weißrosa Apfelblüte zu.

Der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubungsarbeit von Tieren beträgt weltweit eine Billion US-Dollar pro Jahr. Das haben Stuttgarter Wissenschaftler mit einer neuen Methode errechnet. Vor allem die Landwirtschaft macht den Bestäubern den Garaus, in den Tropen auch der Klimawandel. 

von Joachim Wille

Studie über Ökosystemleistungen

Intakte Ökosysteme nutzen auch den Menschen

Ein Boot vor einem Mangrovenwald auf den Andamanen am Rand des Indischen Ozeans.

Das Wohl der Menschen hängt von der Natur und ihren Leistungen ab. Doch die weltweiten Ökosysteme sind aufgrund zahlreicher Eingriffe immer weniger leistungsfähig. Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften könnten die Bedrohung um ein Vielfaches mindern. Millionen Menschen würden davon profitieren, zeigt eine Studie.

von Sandra Kirchner

Vorschlag des Wirtschaftsministers

Brasilien will mit Amazonas-Sauerstoff handeln

Ans Ausland gerichtet spricht Brasiliens Präsident Bolsonaro gern davon, Ökonomie und Ökologie zu versöhnen. Sein Wirtschaftsminister will nun den vom Regenwald produzierten Sauerstoff zu Geld machen. Das ist Unsinn, sagen Wissenschaftler und Umweltschützer.

von Joachim Wille

CO₂-Ausstoß als Maß aller Dinge

CO₂ zählen ist kein Klimaschutz

Kugeln eines Abakus

Unter Klimaschutz wird heute meist das Einsparen einer bestimmten Menge CO2-Äquivalent verstanden. Das ist eine simplifizierende Sichtweise, die zu einem bedenklichen Ablasshandel führt. Notwendige Änderungen am ökonomischen System werden so verschleppt.

ein Gastbeitrag von Camila Moreno, Lili Fuhr, Daniel Speich