Ein Einknicken vor der fossilen Lobby und ihrer Regierung wird es nicht geben
Trotz frustrierender Klimapolitik und einer bedrohlicheren Klimakrise muss die Klimabewegung lernen, damit umzugehen und weiter für eine gerechte Zukunft einzustehen – auch wenn sie gerade noch nicht genau weiß, wie das geht.
Wege aus der Personalkrise im ÖPNV zeigen die Gewerkschaft Verdi und das zivilgesellschaftliche Bündnis Klima-Allianz auf. Dafür brauche es aber eine nachhaltige Finanzierungsstruktur.
Klimaprotest wird teuer, Meere verändern sich rasant, CO₂-Speicherung kommt
Zehn Flughafen-Blockierer:innen müssen der Lufthansa 400.000 Euro Schadenersatz zahlen. In den Ozeanen verschieben sich zentrale Parameter bis in große Tiefen. Deutschland erlaubt den Einsatz von CCS, auch für Gaskraftwerke.
"Unsere größte Chance ist die günstige Solar- und Windenergie"
Politiker lassen sich einfacher dazu bringen, zu sauberer Energie Ja zu sagen als zu schmutziger Energie Nein, sagt US-Klimaaktivist Bill McKibben. Noch sei die fossile Industrie in vielen Ländern politisch stark genug, um Klimaschutz zu bremsen.
Klimapolitik und Weltmeere – nur ein feministischer Kurs bringt uns voran
Nach fast zwei Monaten auf See begrüßen uns Delfine an der Küste Brasiliens und wir bereiten uns auf eine entscheidende Auseinandersetzung unseres Lebens vor – die ohne Geschlechtergerechtigkeit von Beginn an verloren sein wird.
Im Passat über den Atlantik – gegen Kolonialismus und für Klimagerechtigkeit
In Belém werden die letzten Vorbereitungen zur UN-Weltklimakonferenz COP 30 getroffen, wir segeln die letzten Seemeilen über den Atlantik nach Brasilien – und erleben unsere ersten tropischen Sturmböen.
Kate Cahoon von der Klimaschutz-Organisation 350.org über den Zusammenhang von Klimawandel und Superreichtum, strategische Fehler der Klimabewegung und neue Allianzen.
Fische können fliegen – und Erneuerbare sind unsere Zukunft
An der Westküste Afrikas entlang geht es nach Süden, auf Kurs zu den Kapverden. Unser Segelschiff passiert Meeresgewässer, in denen neue Offshore-Gasförderung geplant ist und Konzerne wie Shell nach Öl bohren wollen.
Wenn die Flaute kommt – die Welt aber nicht wartet
Während die Treibhausgas-Konzentration neue Rekorde erreicht und die Biodiversitätskrise unsere Lebensgrundlagen bedroht, treiben wir zwischen Westsahara und Teneriffa dahin, warten auf Wind und begegnen vorbeiziehenden Kreuzfahrtriesen.
Nicht erst 2045, sondern schon 2040 will die Hansestadt klimaneutral sein, ergab der Hamburger Zukunftsentscheid. Doch wie bequem werden die Änderungen für die Bewohner:innen?
Wie wollen wir auf der Erde leben? Arbeiten wir zusammen und achten aufeinander oder pochen wir nur auf die eigenen Bedürfnisse? Im letzteren Fall ist der Untergang vorprogrammiert, ob als Weltgemeinschaft oder als Team auf See.
Auf dem Weg über den Atlantik zum Klimagipfel COP 30 in Brasilien folgen uns als Teil der "Flotilla 4 Change" Delfine, glitzern Dinoflagellaten – und gleichzeitig baut Total Energies in Uganda eine neue Ölpipeline, als wäre die Welt nicht schon im fossilen Orkan am Kentern.
Auf dem Weltklimagipfel COP 30 in Brasilien wird die fossile Industrie die Eskalation suchen – und auf die weltweite Bewegung für Klimagerechtigkeit treffen. Erste Aktivist:innen haben sich mit Segelbooten von Europa aus in der "Flotilla 4 Change" auf den Weg über den Atlantik gemacht.
Am Samstag zog der Klimastreik Tausende auf die Straßen – und ein neuer Player mischte mit: "Draw the Line". Das internationale Bündnis aus Klimabewegungen, Kirchen und indigenen Gruppen fordert von Regierungen weltweit wirksame Maßnahmen gegen die Klimakrise.
Dieses Wochenende veranstalten Aktivist:innen von Fridays for Future ein Protestcamp auf Borkum. Es geht um die umstrittene Erdgas-Förderplattform vor der Nordseeinsel. Das Projekt könnte zum Präzedenzfall für den Ausbau der inländischen Gasförderung werden.
Bis Ende August können Menschen ihren Namen in einen Online-Lostopf für das "Parlament der Menschen" einwerfen. Die Gruppe "Neue Generation" will damit die Demokratie stärken, vielleicht weiterentwickeln – und kündigt für danach eine Protestwelle an.
Im Rechtsstreit um die Gasförderung vor Borkum haben Natur- und Klimaschützer:innen einen Zwischenerfolg erzielt. Eine Chance gegen fossile Erdgasprojekte hat die Bewegung aber nur, wenn sie jetzt ihre Kräfte bündelt.
EU-Klimaziel, Gasbohrungen vor Borkum, Amnesty kritisiert Frankreich
Beim neuen europäischen Klimaziel für 2040 will die EU-Kommission problematische Anrechnungstricks erlauben. Die Bundesregierung will die Erdgas-Bohrungen vor Borkum vorantreiben. Laut Amnesty International unterdrückt Frankreich zunehmend Klimaproteste.