Running Mate der Demokraten

"Ein Gewinnerticket fürs Klima"

Tim Walz im Anzug und ein Arbeiter im Firmen-Shirt stehen vor einem Windpark in Minneapolis.

Der Vize von Kamala Harris, Tim Walz, hat als Gouverneur von Minnesota gezeigt, wie eine sozial gerechte Energiewende aussehen kann. Bisher ist Klimaschutz im Wahlkampf der Demokraten jedoch kein Thema. 

von Joachim Wille

Wirtschafts- gegen Klimapolitik

Wachstum als Wohlstandsbremse

Ein Mann im Holzfällerhemd steht in einem Bus und spricht mit einem Kleinkind, das auf dem Schoß der Mutter sitzt.

Klimafreundliche Lebensstile brauchen neue Leitbilder, eine neue Untersuchung untermauert diese Erkenntnis. Deutlich wird, dass die aktuelle Strategie der Ampel den beobachteten Konflikt zwischen Klima- und Wirtschaftspolitik nicht auflösen kann.

von Joachim Wille

Das Antiblockiersystem

Die "Stadt der kurzen Wege" ist wünschenswert, aber unrealistisch

Ein halbes Dutzend moderner zweistöckiger Reihen-Einfamilienhäuser mit je einem Auto auf dem Stellplatz im identisch gestalteten Mini-Vorgarten mit je einem Bäumchen.

Die Forschung fordert, intelligente Mobilitätskonzepte in die Stadtplanung zu integrieren. Doch die gesellschaftliche Differenzierung führt weiterhin zur Ausbreitung der Siedlungsflächen. Die "Stadt der kurzen Wege" gibt es vor allem für die ohnehin Privilegierten.

ein Gastbeitrag von Martin Gegner

Sanierungs-Studie

Sozial gerecht sanieren ist möglich

Ein eingerüstetes Wohnhaus

Die energetische Sanierung des Gebäudebestands kommt nicht voran. Eine Studie zeigt: Die bestehende Förderlandschaft setzt weder Anreize zur Sanierung noch zu deren sozial gerechter Gestaltung. Das ginge besser.

von David Zauner

EU-weites Bürgerbegehren

Auch Reiche wird eines Tages die Klimahölle treffen

Karikatur: Die Eltern erklären dem Sohn, wie er das Vermögen vermehren soll, während vor der Tür das Klima kollabiert.

Es ist Zeit, Reiche mit einer europäischen Vermögenssteuer zur Verantwortung zu ziehen. Sie verursachen nicht nur den größten Teil der Erderwärmung – wir brauchen auch ihre Milliarden für die klimaneutrale Transformation.

ein Gastbeitrag von Hans-Josef Fell

Umweltpolitik

"Die soziale Dimension der Klimapolitik ist noch unterbelichtet"

Mondaufgang über einer Plattenbausiedlung in Berlin-Lichtenberg mit vielen erleuchteten Fenstern in einer Langzeitaufnahme.

Das Umweltbundesamt wird 50: Präsident Dirk Messner über den Ampel-Haushalt, das Rollback der Ökobewegung, Widerstände in der Industrie und die soziale Frage.

Interview: Joachim Wille

CO₂-Fußabdruck

Nichtfliegen ist der Joker

Nachtzug ÖBB

Reiche Menschen hierzulande verursachen doppelt so viele CO2-Emissionen wie arme, zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Das liegt an der Mobilität.

von Joachim Wille

Appell

Mehr Geld für die Kommunen

Hinweisschilder auf einem Marktplatz weisen den Weg zu Rathaus, Schulen, Bahnhof oder Sportanlagen.

Der Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung fordert einen Finanzgipfel, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort zu sichern. Kommunen seien entscheidend für die Transformation zu einem klima- und umweltfreundlichen Wirtschaften und Leben.

von Joachim Wille

Steuergerechtigkeit

Der 30-Milliarden-Joker

Ein in festliches Schwarz gekleidetes Paar im jüngeren bis mittleren Alter sitzt in einem Luxus-Cabrio. Der Mann, hinter dem Lenkrad, macht eine Okay-Handbewegung, er trägt eine teure Uhr.

Die Entwicklungsorganisation Oxfam und das Netzwerk Steuergerechtigkeit fordern die Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Das soll "Mittel für den sozialen Zusammenhalt und den Klimaschutz" erbringen.

von Joachim Wille

Finanzen

Wird die Aktienrente zur Gefahr fürs Klima?

Holzfiguren eines alten Paares stehen neben einem Holzhaus, vor dem Geldmünzen gestapelt sind.

Um ein stabiles Rentenniveau zu garantieren, will die Bundesregierung Milliarden in Aktien investieren. Bisher fehlt dabei jede Spur von einer nachhaltigen Anlagestrategie. Andere Staatsfonds stecken seit Jahren Geld in fossile Industrien.

von David Zauner

Sozial gerechte Transformation

Klimageld fördert Akzeptanz der Energiewende

Mann hebt Geld an einem Sparkassen-Automaten ab, der auf der Straße in einem kleinen Ladenschaufenster installiert ist, auch die Tür daneben ist offenbar dauerhaft geschlossen, daneben hängt noch ein Kaugummi-Automat an der grauen Wand.

Eine Umfrage zeigt die große Bedeutung des von der Ampel versprochenen Klimageldes für das Gelingen von Klimaschutz und Energiewende. Unklar ist aber, woher die Mittel dafür kommen sollen.

von Joachim Wille

Klimaforschung

Diagnose Klimakrise

Spitze einer Demonstration des Klima-Gesundheits-Bündnisses Health for Future.

Mehr Hitzetote, tropische Krankheitserreger in Mitteleuropa, Extremwetter wird härter und häufiger. Der neue Lancet-Bericht zu Klima und Gesundheit in Europa zeigt aber auch: Das Thema kommt langsam in der Politik an.

von David Zauner

Umweltpsychologie

"Eine Krise fühlt sich nicht gut an"

Junge Person sitzt auf dem Boden, den Kopf auf die Knie gesenkt

Der Mensch ist nicht dafür ausgelegt, länger als fünf Jahre in die Zukunft zu planen, sagt Katharina van Bronswijk, Sprecherin von Psychologists for Future. Ihr Tipp: Man sollte sich weniger an konkreten Zielen aufhängen und stattdessen Dinge tun, weil sie richtig sind.

Interview: David Zauner

Befragungsergebnisse

Wie stehen die Menschen in Deutschland zum Klimaschutz: Sieben Erkenntnisse

Mittelgroßer Solarpark auf einer Wiese, dahinter ist Wald.

Erst Heizungsgesetz, dann Agrardiesel: Man könnte den Eindruck bekommen, dass der Widerstand gegen Klimaschutz zunimmt. Aber stimmt das? Drei große Studien zeigen, wie es um die Akzeptanz des Klimaschutzes steht.

von Lena Bäunker

Das Antiblockiersystem

Menschen sind mehrheitlich bereit für einen Wandel im Verkehr

Ein belebter Bahnsteig des Hamburger Hauptbahnhofs mit einem Regionalexpress.

Seit der Corona-Pandemie nehmen die Menschen die Klimakrise ernster. Das hat zu Verhaltensänderungen geführt, wie die jetzt veröffentlichte Mobicor-Studie zur Mobilität in Deutschland ausweist.

ein Gastbeitrag von Andreas Knie

ÖPNV und Klimaziele

Deutschland-Ticket lässt zu wenig Autos stehen

Bushaltestelle an der Landstraße nach Bad Oldesloe, ein Auto fährt vorbei.

Ein guter öffentlicher Nahverkehr senkt die gesellschaftlichen Kosten für Mobilität deutlich, zeigt eine neue Analyse eines Verbändebündnisses. Klimapolitisch reicht aber auch ein 49‑Euro-Ticket nicht aus, um die Emissionen aus dem Autoverkehr wie nötig zu senken.

von Jörg Staude

Das Antiblockiersystem

Wenn Stadtraum-Umgestaltung an manchen Lebensrealitäten vorbeigeht

Achtstöckiges Eckhaus in Plattenbauweise, einige Fenster sind rund oder als großzügige Eckfenster ausgeführt, unten sind Läden, vor denen Autos geparkt sind.

Das Auto ist nicht nur ein Transportmittel. Es spiegelt komplexe soziale, kulturelle und wirtschaftliche Strukturen wider, die unterschiedliche Communitys prägen. Wer eine gerechte Verkehrswende will, muss das beachten.

ein Gastbeitrag von Vanessa Rösner, Viktoria Scheidler

Wirtschaftsatlas

Schöne Marktwirtschaft in Grün

Luftaufnahme vom Tagebau Hambach im Rheinischen Braunkohlerevier, gleich daneben ein Windpark.

Knackpunkte wie Kohleausstieg und Klimageld werden im neuen Atlas zur Wirtschafts-Transformation von der Grünen-nahen Böll-Stiftung weitgehend umschifft. Ganz anders bewertet eine internationale Studie die Gewinne und Verluste beim Wandel hin zur Klimaneutralität.

von Jörg Staude

Ariadne-Analyse

Staat verhindert, dass CO₂‑Preis wirkt

Ein Papierdokument liegt auf dem Tisch, darauf steht ein schwarzes Modellauto einer Limousine, darüber hat ein älterer Mann im weißen Hemd die Hände zu einem Dach gefaltet.

Klimaschädliche Subventionen im Verkehr hebeln die CO2-Bepreisung vollkommen aus, zeigt eine Untersuchung für das Bundes­forschungs­ministerium. Bis zu 690 Euro Belohnung gibt es demnach für eine ausgestoßene Tonne CO2.

von Joachim Wille

Frühjahrstreffen

Weltbank und IWF erwarten weiche Landung der Weltwirtschaft

Eine hinter einem Schirm verborgene Person geht bei Regen am Gebäude des IWF in Washington vorbei.

Der Kampf gegen die Klimakrise und die Überwindung von Hunger und Armut erfordern riesige Investitionen. Beim Frühjahrstreffen der internationalen Finanzinstitutionen wurde daher auch über neue Steuern auf fossile Energien oder für Superreiche diskutiert.

von Christian Mihatsch