Sachverständige für Verbraucherfragen

Für arme Haushalte ist die Energiekrise teuer

Eine Luftwärmepumpe steht vor einem modernen Einfamilienhaus in einem Schottergärtchen.

Höhere Energiepreise belasten nicht nur stärker das Budget einkommensschwacher Haushalte, diese sind auch viel weniger in der Lage, Energie zu sparen oder zu günstigeren Heizungen zu wechseln. Das ergibt eine Untersuchung des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen.

von Jörg Staude

Sozial-ökologischer Umbau

"Wir brauchen eine Ökologische Sparkasse"

Großstadtviertel mit mehrstöckigen Wohngebäuden unterschiedlichen Alters.

Die Wärmewende muss sozial verträglich finanziert werden, fordert der Umweltexperte und Vorsitzende der Naturfreunde, Michael Müller. Auch in anderen Bereichen der Transformation denke die Ampel zu kurz.

Interview: Joachim Wille

IMK-Chef über Brückenstrompreis

"Warum wird der Spitzenlaststrom nicht staatlich organisiert?"

Block 4 und Block 5 des Erdgaskraftwerks Irsching in Vohburg an der Donau.

Das Stromsystem sollte nicht so konstruiert sein, dass billiger Strom an die Industrie geht und teurer Strom an alle anderen, meint Sebastian Dullien vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK). Für eine Übergangszeit befürwortet er aber einen Brückenstrompreis.

Interview: Jörg Staude

Quaschnings Videokolumne

Muss man sich Klimaschutz leisten können?

Cornelia und Volker Quaschning nehmen mit Kopfhörern und Mikrofon eine Podcast-Folge auf.

Ist Klimaschutz nur etwas für Besserverdienende, und wenn ja, warum ist dann die CO2-Bilanz von Reichen so besonders mies? Wie eine klimaneutrale, sozial verträgliche Mobilität und Ernährung aussieht und was dafür passieren muss. Podcast-Folge 36.

eine Kolumne von Cornelia und Volker Quaschning

Knies Woche

Wirkungsloses 49‑Euro-Ticket, Lobbypolitik und überregulierte Robo‑Taxis

Porträtaufnahme von Andreas Knie.

Kalenderwoche 37: Der öffentliche Nahverkehr steckt in einem Flickenteppich fest, sagt Andreas Knie, Mobilitätsforscher und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Für die Verkehrswende bräuchte es eine bundesweite Strategie, die allein an den Kunden ausgerichtet ist.

Klimagerechtigkeit

Heißester Sommer trifft die Ärmsten am stärksten

Ein Mann erfrischt sich an einer Wasserleitung am Straßenrand bei hohen Temperaturen in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch.

Der Sommer auf der Nordhalbkugel war in diesem Jahr so heiß wie nie. Laut einer Analyse wäre das ohne den menschengemachten Klimawandel nicht möglich gewesen. Allerdings waren die Verursacher oftmals andere als die Leidtragenden.

von Verena Kern

Das Antiblockiersystem

Wenn die schöne autofreie Welt abschreckend wirkt

Blick entlang einer Straße in Berlin-Prenzlauer Berg, die beiderseits von Bäumen und Autos gesäumt ist.

Beteiligungsverfahren zur Umnutzung von Parkplätzen erreichen offenbar häufig das Gegenteil von dem, was sie wollen. Die gut gemeinten Projekte engagierter Bürger:innen schrecken mehr Menschen ab als sie motivieren. Das ginge auch anders.

ein Gastbeitrag von Anke Borcherding

Osmanoglus Woche

Klimapolitik für Wohlhabende, fossile Renaissance mit LNG und Freibrief für Banken

Porträtaufnahme von Aysel Osmanoglu.

Kalenderwoche 33: Ärmere Menschen müssen beim Klimaschutz mehr unterstützt werden, denn hohe Energiepreise treffen sie sehr viel härter, sagt Aysel Osmanoglu, Vorständin der GLS Bank und Herausgeberrats­mitglied von Klimareporter°. Sie kritisiert, dass Finanzinstitute beim Lieferkettengesetz aus der Verantwortung genommen werden.

Serie: Flüssigerdgas im Fokus

"Beim Fracking-Gas sollten wir zu einem klaren Nein finden"

Straße mit einem Anwesen, daneben das eingezäunte Gelände der Raffinerie. Die Gegend scheint wenig belebt zu sein.

Deutschland importiert immer mehr LNG, das in den USA durch Fracking gewonnen wird, kritisiert die Grünen-Abgeordnete Kathrin Henneberger. Im Interview spricht sie über ihre Erfahrungen von Umweltverschmutzung und Umweltrassismus im Süden der USA und mögliche Alternativen für Deutschland. Teil 7 der LNG-Serie.

Interview: Edward Donnelly

Klimapolitische Knoten auflösen

Schweizer CO₂-Preis-Modell für Übergangsphase

Die im Wasser gespiegelten Fenster eines mehrstöckigen Hauses sind nur verzerrt zu sehen.

Die Klimapolitik steckt in einem tiefen Dilemma zwischen einem wirksamen CO2-Preis, dessen Entwicklung aber unklar ist und Ängste weckt, und einer teuren Förderstrategie, die das geplante Klimageld verhindert. Doch es gäbe eine Alternative.

ein Gastbeitrag von Gerhard Hübener

Umweltbewusstseinsstudie

Klimapolitik ohne Angst

Leeres Schaufenster, in dem eine Angestellte aufräumt, auf einem kleinen Schild steht: Shop online: galeria.de.

Satte 91 Prozent wollen einen klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft. Wirklich? Prima. Aber es muss sozial dabei zugehen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Umfrage und Studie

Fast alle wollen den Umbau der Wirtschaft

Dorf mit hinführender Straße, dahinter ein riesiges Kohlekraftwerk.

Die neue Studie zum Umweltbewusstsein zeigt: Trotz Ukraine-Krieg, Energiekrise und Inflation bleibt der Klimaschutz in Deutschland ein Top-Thema. Drei Viertel der Deutschen befürchten aber, dass der Umbau die Schere zwischen Arm und Reich vergrößert.

von Joachim Wille

Das Antiblockiersystem

Science in Action: Debatten um den Wegfall von Parkplätzen in Berlin

Zwei Dutzend Menschen sitzen und stehen in einiger Entfernung in parkähnlicher Umgebung.

Die akademische Forschung hat eine zentrale Rolle bei der Transformation unserer Gesellschaften – getreu dem Motto: "Follow the Science!" Doch um "sozial robustes", konkret brauchbares Wissen zu produzieren, muss die Wissenschaft neue Formen der Zusammenarbeit außerhalb ihres Elfenbeinturms suchen und erproben.

ein Gastbeitrag von Juliane Haus

Soziales Nachhaltigkeitsbarometer

Starke Klimapolitik ohne soziale Schlagseite gewünscht

Eine junge Familie mit zwei Kindern ist dabei, von ihrem Einfamilienhaus mit dem Elektroauto in den Urlaub zu fahren.

Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger stimmt der Energie- und Verkehrswende weiterhin zu, beklagt aber einseitige Belastungen. Sechs von zehn Deutschen haben wenig oder kein Verständnis für Klima-Protestaktionen. Handeln sollen vor allem Politik und Industrie.

von Joachim Wille

Klimagerechtigkeitsbewegung

Orientierung in Zeiten der Krise

Dutzende weiß gekleidete Menschen laufen auf den Gleisen der Hambachbahn.

Die Klimabewegung steckt in einer Krise. So, wie sie in der Gesellschaft das ewige "Weiter so" kritisiert, muss sie sich auch selbst für neue Strategien öffnen, etwa das "Community Organizing". Dabei lohnt sich der Blick auf andere Bewegungen weltweit.

ein Gastbeitrag von Janus Petznik, Payal Parekh

Gerechter Klimaschutz

Das Klimageld: Wo bleibt es nur?

Eine Lupe ist auf einen Haufen Hundert-Euro-Scheine gerichtet, das Glas ist jedoch total verschwommen.

Die Ampel hat versprochen, Bürgerinnen und Bürger beim CO2-Preis zu entlasten – und das wäre auch eine soziale Tat, wie eine neue Untersuchung zeigt. Doch bisher: Fehlanzeige. Dabei funktioniert Klimapolitik nur mit fairem Ausgleich.

von Joachim Wille

Das Antiblockiersystem

Wie sieht eine inklusive Mobilitätswende aus?

Angeregte Podiumsdiskussion in einem holzgetäfelten Raum, im Hintergrund ein Bildschirm mit Informationen.

Das Projekt "Inklusive Verkehrswende" legte den Fokus auf Menschen mit Migrationshintergrund. Eine inklusive Mobilitätswende bedarf der Mitbestimmung aller gesellschaftlichen Gruppen. Mobilitätsplanung muss auch die Bedürfnisse und Interessen marginalisierter Personen berücksichtigen.

ein Gastbeitrag von Theresa Pfaff, Sarah George

Debatte um Heizungsgesetz

Passt denn das Haus zur Heizung?

Qualmender Schornstein auf einem Hausdach

Die Verschiebung des Gebäudeenergiegesetzes bietet auch die Chance zu einem umfassenderen Herangehen. Es erscheint wenig sinnvoll, klimafreundliche Heizungen in einen veralteten und wenig nachhaltigen Gebäudebestand einzubauen.

ein Kommentar von Jörg Staude

Klimabewegung meets Mietenbewegung

"Mieter:innen können die Wärmewende nicht allein bezahlen"

Mondaufgang über einer Plattenbausiedlung in Berlin-Lichtenberg mit vielen erleuchteten Fenstern in einer Langzeitaufnahme.

Bezahlbarer Wohnraum und Klimaschutz müssen sich nicht ausschließen, sagen Klimaaktivistin Kate Cahoon und Mietenaktivistin Lisa Vollmer. Das Problem seien unsoziale und unwirksame politische Instrumente. Wie die Zusammenarbeit der Bewegungen aussehen kann, erklären sie im Interview.

Interview: David Zauner

Neue Protestaktionen der "Klimakleber"

"Die Regierung hat beim Klimaschutz doppelt versagt"

drei Aktivisten blockieren sitzend eine Straße mit zahlreichen Autos

Mit ihren bisher größten Aktionen in der Hauptstadt will die "Letzte Generation" den Druck auf die Bundesregierung erhöhen. Ihr Ziel ist die Berufung eines Gesellschaftsrates, der einen Maßnahmenkatalog aufstellt, um die Nutzung fossiler Energien bis 2030 zu beenden.

von Jörg Staude