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Bundestagswahlen

"Ein Energiesystem in Bürgerhand ist ein guter Anfang für System Change"

Jan van Aken sitzt am Tisch und gestikuliert, an der Wand hängen Porträt-Grafiken von Rosa Luxemburg.

Die sozial-ökologische Transformation muss auf eine gemeinnützige und kommunale Energiewende setzen und nicht auf den Markt, sagt Linken-Spitzenkandidat Jan van Aken. Für Klimaschutz müsse man sich zudem mit den Reichsten anlegen, und das tue nur die Linke.

Interview: David Zauner

Populismus

Klimapolitik als Treibstoff der Klimawandelleugner

Graffiti an einer Hauswand, wo das Wasser schon die Hälfte der unteren Zeile erreicht hat. der englische Text bedeutet: Ich glaube nicht an die globale Erwärmung.

Hinter dem weltweiten Erstarken des Anti-Klimaschutz-Netzwerks stehen nicht allein fossile Geschäftsinteressen, wie neue Forschungsergebnisse nahelegen. Stattdessen kommen klimaskeptische Organisationen besonders in Ländern mit einer ambitionierten Klimapolitik vor.

von David Zauner

Klimaziel 2030

Mit 55 Schritten in die Klimaneutralität

Eine Reihe von einfachen, kleinen Einfamilienhäusern an einer Straße.

In der kommenden Legislatur entscheidet sich, ob Deutschland sein Klimaziel für 2030 erreicht. Mit 55 Empfehlungen für die Politik will die Stiftung Klimaneutralität eben das garantieren.

von David Zauner

Sozialer Klimaschutz

Klimageld: Ein paar Ausreden weniger

100 Euro

Die Ampel-Regierung hatte sich um den sozialen Ausgleich beim CO2-Preis herumgedrückt. Ein dringender Job im neuen Jahr für die nächste Bundesregierung. Den zu erfüllen, wird durch einige neue Entwicklungen erleichtert.

von Joachim Wille

CO₂-Bepreisung

Nicht mehr für alle das volle Klimageld?

Aral-Tankstelle mit Preistafel, wonach der Liter Sprit 2,50 Euro kostet.

Für ein pauschales Klimageld scheint die Zeit vorbei zu sein. Wissenschaftler plädieren beim CO2-Preis jetzt dafür, Rückzahlung und weitere Hilfen auf sozial Schwächere zu konzentrieren. Die Grünen folgen dem Vorschlag, die Union will nur einen Klimabonus.

von Jörg Staude

Klimapolitik im Umbruch

"Dann braucht es unbedingt ein Klimageld"

Ein DB-Regionalzug an einem Bahnübergang, vor dem Autos warten.

Das Unionskonzept würde Sprit, Heizöl und Gas stark verteuern und einkommensschwache Haushalte sehr belasten, sagt Ökonomin Claudia Kemfert. Ein Interview über die Energiepolitik bis zur Wahl und die Aussichten für Klimaschutz und Energiewende mit einer unionsgeführten Regierung.

Interview: Joachim Wille

Gebäudesanierung

"Sanierungspolitik ist sozial und ökologisch gescheitert"

Thermografie eines mehrstöckigen Stadthauses an einer Straßenecke, die rote Farbe deutet auf schlecht gedämmte Fassaden hin.

Mit energetischer Sanierung und Heizungstausch will es in Deutschland nicht so richtig vorangehen. Und das trotz zahlreicher Reformvorschläge für eine Wärmewende, die sowohl im Einklang mit den Klimazielen steht als auch sozial gerecht ist.

von David Zauner

klima update° – Folge 201

Faires Klimageld, Antarktis braucht Schutz, Regierung fördert Umbau der Industrie

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Das Klimageld soll gerechter werden, indem es untereren und mittleren Einkommensgruppen vorbehalten bleibt. Umweltorganisationen fordern neue Schutzgebiete im Südpolarmeer. Die Bundesregierung unterstützt energieintensive Unternehmen finanziell bei der Dekarbonisierung.

von Katharina Schipkowski, Sandra Kirchner

Verkehrswende in Unternehmen

Mobilitätsbudget für Besserverdienende

Hände eines Mannes in lockerer Kleidung, der im Auto sitzt und ein Mobiltelefon benutzt.

Bis zu 2.400 Euro sollen Beschäftigte ab nächstem Jahr als Mobilitätsbudget für private Wege erhalten können. Was zunächst wie nachhaltige Verkehrspolitik aussieht, läuft auf eine weitere Steuervergünstigung für höhere Einkommen hinaus.

ein Gastbeitrag von Jonas Becker

Klima-Kommunikation

"Soziale Beziehungen und ihre starken Emotionen hindern uns, Klimawissen anzuwenden"

Zwei Teilnehmerinnen eines Barcamps stehen vor einer professionell gestalteten Visualisierung mit dem Titel: Wie man den Wandel etabliert.

Mit dem Vermitteln von kognitivem Wissen und dem Vertrauen darauf, was die Wissenschaft sagt, kommen wir beim Klima nicht weiter, sagt die Umweltsoziologin Sarah Kessler. Für sie zeichnete sich vor fünf Jahren schon ab, dass Klima-Kommunikation schwieriger würde.

von Jörg Staude

klima update° – Folge 197

CCS mit Problemen, Kommunen zu wenig auf Klimawandel vorbereitet, verzerrte Wahrnehmung beim CO₂-Fußabdruck

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Viele CO2-Speicher-Projekte kämpfen mit Problemen, zeigt ein Greenpeace-Report. Kommunen haben ihre Infrastrukturen häufig noch nicht an den Klimawandel angepasst. Viele schätzen den CO2-Ausstoß von ärmeren und reichen Menschen falsch ein, zeigt eine Studie.

von Sandra Kirchner, Verena Kern

Sozialer Klimaschutz

Klimageld – noch ein letzter Versuch

Vor dem Haus der Bundespressekonferenz steht ein Mann im Anzug und bietet Geldscheine an, neben ihm ein Info-Pavillon mit einem Schild: Hier gibt es das Klimageld.

Der steigende CO2-Preis muss sozial flankiert werden, sonst macht Klimaschutz Menschen arm. Eine Metastudie des Thinktanks MCC untermauert diese grundlegende Erkenntnis, doch die Ampel hat die Umsetzung nach wie vor aufgeschoben.

von Joachim Wille

Der gute Wille

Glück und CO₂

Ein Paar im mittleren Alter steht mit missmutigem Gesichtsausdruck in einem Yachthafen, beide zeigen mit dem Daumen nach unten.

Wir alle wollen zufrieden sein, das ist okay. Aber was sagt unser Planet dazu?

eine Kolumne von Joachim Wille

Budget 2025

Ampel transformiert Haushaltsloch in den Klimafonds

Achten Sie auf die Lücke! Wer das nicht tut, kann schwer stürzen, nicht nur im Londoner Nahverkehr. (Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/ffmobscure/5593129837" target="_blank" rel="noopener">Citylovesyou Ffm/Flickr</a>)

Die Haushalts-"Lücke" von zwölf Milliarden Euro hat die Koalition in den bereits schwer gebeutelten Klima- und Transformationsfonds verschoben. Der Fonds steht damit 2025 bis zu zwei Dritteln auf unsicheren Füßen.

von Jörg Staude

UBA-Publikation

Die populistischen Narrative der Klimawandelleugnungsszene

Eine Wolke am blauen Himmel, die die Form eines Vögelchens hat.

Grüne Eliten, Öko-Diktatur, Zerstörung der Heimat: Die Erzählungen von Anti-Klima-Populist:innen fordern die deutsche Umweltpolitik heraus, schreibt das Umweltbundesamt in einer neuen Veröffentlichung.

von David Zauner

Running Mate der Demokraten

"Ein Gewinnerticket fürs Klima"

Tim Walz im Anzug und ein Arbeiter im Firmen-Shirt stehen vor einem Windpark in Minneapolis.

Der Vize von Kamala Harris, Tim Walz, hat als Gouverneur von Minnesota gezeigt, wie eine sozial gerechte Energiewende aussehen kann. Bisher ist Klimaschutz im Wahlkampf der Demokraten jedoch kein Thema. 

von Joachim Wille

Wirtschafts- gegen Klimapolitik

Wachstum als Wohlstandsbremse

Ein Mann im Holzfällerhemd steht in einem Bus und spricht mit einem Kleinkind, das auf dem Schoß der Mutter sitzt.

Klimafreundliche Lebensstile brauchen neue Leitbilder, eine neue Untersuchung untermauert diese Erkenntnis. Deutlich wird, dass die aktuelle Strategie der Ampel den beobachteten Konflikt zwischen Klima- und Wirtschaftspolitik nicht auflösen kann.

von Joachim Wille

Das Antiblockiersystem

Die "Stadt der kurzen Wege" ist wünschenswert, aber unrealistisch

Ein halbes Dutzend moderner zweistöckiger Reihen-Einfamilienhäuser mit je einem Auto auf dem Stellplatz im identisch gestalteten Mini-Vorgarten mit je einem Bäumchen.

Die Forschung fordert, intelligente Mobilitätskonzepte in die Stadtplanung zu integrieren. Doch die gesellschaftliche Differenzierung führt weiterhin zur Ausbreitung der Siedlungsflächen. Die "Stadt der kurzen Wege" gibt es vor allem für die ohnehin Privilegierten.

ein Gastbeitrag von Martin Gegner

Sanierungs-Studie

Sozial gerecht sanieren ist möglich

Ein eingerüstetes Wohnhaus

Die energetische Sanierung des Gebäudebestands kommt nicht voran. Eine Studie zeigt: Die bestehende Förderlandschaft setzt weder Anreize zur Sanierung noch zu deren sozial gerechter Gestaltung. Das ginge besser.

von David Zauner

EU-weites Bürgerbegehren

Auch Reiche wird eines Tages die Klimahölle treffen

Karikatur: Die Eltern erklären dem Sohn, wie er das Vermögen vermehren soll, während vor der Tür das Klima kollabiert.

Es ist Zeit, Reiche mit einer europäischen Vermögenssteuer zur Verantwortung zu ziehen. Sie verursachen nicht nur den größten Teil der Erderwärmung – wir brauchen auch ihre Milliarden für die klimaneutrale Transformation.

ein Gastbeitrag von Hans-Josef Fell