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Deutschlands halber Steinkohle-Ausstieg

Probleme ignorieren, Kohle importieren

Bergwerk im Zwielicht

Heute schließt Prosper-Haniel, die letzte Steinkohle-Zeche Deutschlands. Auch wenn in Deutschland nun keine Steinkohle mehr abgebaut wird – verbrannt wird immer noch welche. Abgebaut wird sie unter fragwürdigen Bedingungen.

von Friederike Meier, Susanne Schwarz

Polnische Klimagipfel-Präsidentschaft

Auf Kohle gebaut

Seife mit Aktivkohle in Form von Kohlestücken

Polen steht in der Kritik, weil es Kohlekonzerne als Sponsoren für die Klimakonferenz COP 24 in Katowice akzeptiert. Die polnische Gipfel-Präsidentschaft hingegen hält sich für einen vertrauenswürdigen Gastgeber. 

von Friederike Meier

Kohle-Kompromiss von BUND, Greenpeace und DNR

Verbände schieben 2020er Klimaziel auf 2022

Ein riesiges Kraftwerk mit zwei dampfenden Kühltürmen vor wolkenverhangenem Himmel.

Eine Woche vor der nächsten Sitzung der Kohlekommission legen drei Umweltverbände einen Vorschlag für einen beschleunigten Kohleausstieg vor. Danach sollen bis 2022 rund 16.000 Megawatt Kohlekraft vom Netz. Um das besonders der Braunkohlezu erleichtern, soll die "Sicherheitsbereitschaft" deutlich ausgeweitet werden.

von Jörg Staude

Divestment und Energiewende

Südkorea nimmt Abstand von der Kohle

Eine Straße in Südkoreas Hauptstadt Seoul

Südkoreas Stromerzeugung hängt an der Kohle. Erstmals wollen nun zwei Pensionsfonds ihre Gelder aus klimaschädlichen Investitionen abziehen, und die Kohleprovinz Süd-Chungcheong tritt einer globalen Anti-Kohle-Allianz bei.

von Sandra Kirchner

EU-Regeln zur Luftreinhaltung

Regierung schiebt Grenzwerte-Gesetz ins Jahr 2019

Ein riesiges Kraftwerk mit zwei dampfenden Kühltürmen vor wolkenverhangenem Himmel.

Die seit über einem Jahr geltenden schärferen EU-Schadstoffgrenzen für Kraftwerke will die Bundesregierung erst im Frühjahr 2019 in eigene Gesetze gießen. Wann diese dann in Kraft treten, ist unklar. Die Regierung hofft, dass die Unternehmen derweil die Grenzwerte von sich aus einhalten.

von Jörg Staude

Serie Strukturwandel

Die Frage ist nur noch, wie schnell

Kohle-Protest

Auch in den USA wissen Politiker, Kommunen und Unternehmen, dass es Donald Trumps "schöne saubere Kohle" nicht gibt, sehr wohl aber den Klimawandel. Sie wollen eine Zukunft ohne fossile Energien. Die Politik muss jetzt einen Ausstieg aus der Kohle finden – genauso wie in Deutschland.

ein Gastbeitrag von Jennifer Morgan

Klimapolitik

Australien stolpert in die Klimakrise

Australiens Parlament in der Hauptstadt Canberra.

Viele von Australiens Konservativen würden am liebsten so wie Donald Trump aus dem Paris-Abkommen aussteigen. Der Konflikt in der Regierungspartei hat nun zum Rücktritt von Premierminister Malcolm Turnbull geführt.

von Verena Kern

Emissionshandel

Großteil der Kohlemeiler könnte innerhalb von fünf Jahren vom Netz

Kohlekraftwerk Grevenbroich RWE

Auf dem europäischen CO2-Markt besteht ein Überangebot. Dennoch steigt der CO2-Preis rapide. Der Grund ist eine Reform des Handelssystems, die in den nächsten fünf Jahren die Zahl der neuen Zertifikate reduziert. Das trifft vor allem die Betreiber von Kohlekraftwerken.

von Christian Mihatsch

Pro und Kontra zur Kohlekommissionssitzung

Europa: Kohle-Ausstieg mit Sicherheit

Blick auf das Steinkohle-Kraftwerk Stuttgart-Gaisburg

Deutschland hat die nationale Verantwortung, schnell aus der Kohle auszusteigen, meinen die Umweltstiftung WWF und der Ökostromer Lichtblick und legten dazu heute einen "Kohlereport" vor. Aus nationaler Verantwortung gegenüber Europa dürfe Deutschland nicht so schnell die Kohlekraftwerke abschalten, erklärte heute dagegen der Energiewirtschafts-Verband BDEW.

von Jörg Staude

Bundesregierung setzt EU-Vorgaben nicht um

Rechtsbruch bei Kohle-Grenzwerten

Uniper-Kraftwerk Buschhaus

Nicht nur Diesel, auch die Kohleverbrennung belastet die Luft mit Schadstoffen. Bund, Länder und Lobbyverbände verzögern aber EU-Vorgaben zu schärferen Grenzwerten für die über 100 deutschen Kohlekraftwerke. Umweltverbände kritisieren den Rechtsbruch zulasten der Gesundheit.

von Susanne Götze, Jörg Staude

Studie des DIW

NRW hat den Schlüssel zum Kohle-Ausstieg

Das Braunkohlekraftwerk Neurath in Nordrhein-Westfalen

Selbst sein Klimaziel für 2030 kann Deutschland nur erreichen, wenn der Kohleausstieg jetzt beginnt und in zehn bis 15 Jahren abgeschlossen ist, ergibt eine heute veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Die Experten schauten vor allem auf Nordrhein-Westfalen, das hiesige Kernland der Kohleverstromung.

von Jörg Staude

Kohleausstieg

"Den Wandel als Chance nutzen"

Zwei stählerne Kohle-Fördertürme stehen vor Fabrikgebäuden aus Backstein.

Neue industrielle Großstrukturen sind kein Weg für den Strukturwandel in den Braunkohle-Regionen, sagt der frühere nordrhein-westfälische Stadtentwicklungsminister Christoph Zöpel. Er plädiert für eine Stärkung des Dienstleistungssektors und eine bessere Vernetzung der Regionen.

Interview: Michael Müller

Vor der COP 24

Polnische Gewerkschaften gegen Dekarbonisierung

Hier ist das polnische Braunkohlekraftwerk Bełchatów zu sehen. Es stößt in Europa am meisten CO2 aus.

Drei große polnische Gewerkschaften haben von der polnischen Regierung gefordert, beim Klimagipfel im Dezember in Katowice den Schwerpunkt auf "Klimaneutralität" statt auf "Dekarbonisierung" zu legen. Auf einer von ihnen organisierten Konferenz sprach auch ein bekannter Klimaleugner.

von Friederike Meier

Konventionelle Kraftwerke ohne Kühlung

Die Fossilen machen schlapp

Das Karlsruher Steinkohlekraftwerk steht direkt am Rhein.

Aufgrund der Hitzewelle mussten diese Woche mehrere Steinkohlekraftwerke ihre Leistung drosseln. Auch Atomkraftwerke können Probleme bekommen, wenn die Flüsse zu warm werden. Das zeigt die Verwundbarkeit konventioneller Energieversorgung, kritisieren Experten.

von Susanne Götze

Energiewende in Russland

Kollaps statt sanfter Übergang

Solarfeld in Sibirien

Sollte in Russland der Export fossiler Energieträger einbrechen, könnten ganze Industriezweige abstürzen, fürchten Experten. Erst langsam beginnt das Land darüber nachzudenken, wie erneuerbare Energien die Lücke füllen könnten, die vor allem die Kohle in absehbarer Zeit reißen wird.

ein Gastbeitrag von Jana Dolganina

China

Die neue Verteidigung des blauen Himmels

Gebäude mit geschwungenen Dächern in einem grauen Nebel, der von Verschmutzung herrührt

Das Reich der Mitte hat seinen lange erwarteten Drei-Jahres-Plan zur schnellen Bekämpfung von Luftverschmutzung und Treibhausgasemissionen vorgelegt. Unter anderem will Peking alte Kohlekraftwerke abstellen – einen Teil allerdings durch neue ersetzen.

von Susanne Schwarz, Friederike Meier

Trumps Kohlepolitik

Operation Industriemuseum

Zwei Kohlezüge mit zahlreichen offenen Wagen fahren durch eine Mondlandschaft.

Die "nationale Sicherheit" der USA hänge an unrentablen Atom- und Kohlekraftwerken, argumentiert ein Plan des US-Energieministeriums. Eine Abschaltung müsse daher unbedingt verhindert werden. Experten sehen "sowjetische Verhältnisse" heraufziehen.

von Christian Mihatsch

Umweltschutz

Wasser-Proteste gegen die Kohle

Auf dem Wasser demonstrieren in Berlin am Samstag Hunderte für den Kohle-Ausstieg. In der Lausitz erzielen Umweltschützer und Kommunen einen Teilerfolg gegen den Tagebaubetreiber Leag.

von Jörg Staude

Prognose von US-Agentur

Naher Osten baut auf Kohle

Im nächsten Jahrzehnt wollen Länder im Nahen Osten bis zu 41.000 Megawatt Kohleverstromung neu installieren, sagen die staatlichen US-Energiestatistiker voraus. Bisher trägt in der Region die Kohle wenig zur Deckung des Energiebedarfs bei.

von Jörg Staude

Bonn-Frühjahrskonferenz

"Kohleverbrennung ist für viele Länder am einfachsten"

Gerade laufen in Bonn die Zwischenverhandlungen für die große UN-Klimakonferenz im Dezember im polnischen Katowice. Der polnische Chefverhandler Tomasz Chruszczow erklärt im Klimareporter-Interview, warum das Kohleland Polen in Sachen Klimaschutz besser dasteht als Deutschland.

Interview: Susanne Götze