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Fluten, Dürren, Hitzewellen

Extremwetter: Ein Rückblick auf das Jahr 2025

Luftaufnahme: Niedergebranntes Einfamilienhaus-Quartier in Los Angeles.

Feuerstürme in L. A., Dürre im Nahen Osten, Hurrikan Melissa – in den vergangenen zwölf Monaten trafen Meldungen über Naturkatastrophen förmlich ohne Pause ein. Inwieweit der Klimawandel für die extremen Wetterereignisse verantwortlich ist, zeigt der Jahresrückblick von World Weather Attribution.

von Tine Heni

Umwelt- und Klimafolgen

Ein Turbo für Wirbelstürme

Ein breiter Strand ist fast völlig mit Treibholz bedeckt, teilweise sind es ganze Baumstämme.

Südostasien erlebt mit den Zyklonen "Senyar" und "Ditwah" die neue Klimarealität, Millionen Menschen sind betroffen. Staatschefs wollen nicht über Ursachen reden, internationale Klima-NGOs setzen auf den Rechtsweg.

von Joachim Wille

klima update° – Folge 252

Hurrikan Melissa, Schadenersatzforderung wegen Klimaschäden, Klimawandel gefährdet die Gesundheit

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Der Klimawandel hat den Hurrikan Melissa stärker und zerstörerischer gemacht. Flutgeschädigte aus Pakistan wollen Schadenersatz von CO2-Top-Emittenten wie RWE. Laut dem neuen Lancet-Countdown-Report sind klimabedingte Gesundheitsgefahren auf einem Höchststand.

von Verena Kern, Jonas Waack

NDC-Klimabeiträge

Klimaschützer hoffen auf sinkende Emissionen

Einige Leute versuchen sich einen Weg durch die Trümmer auf einer Straße auf Dominica zu bahnen.

Zu wenige Pläne, zu wenig Ehrgeiz – das ist kurz vor dem Weltklimagipfel der Stand bei den laut Paris-Vertrag vorzulegenden neuen Klimaplänen. Staatenvertreter wie auch Klimaschützer appellieren besonders an große Emittenten wie die EU.

von Verena Kern, Jörg Staude

Wirbelsturm-Folgen

Katrina: Klimakrise trifft Systemversagen

Luftaufnahme eines überfluteten Stadtteils mit Einfamilienhäusern in New Orleans.

Vor 20 Jahren verwüstete der Hurrikan "Katrina" weite Teile der US-Golfküste. Die Klimakrise, politische Versäumnisse und soziale Ungerechtigkeit machten das Ausmaß der Zerstörung möglich. Trotzdem sägt die US-Regierung heute wieder am Katastrophenschutz.

von David Zauner

Kahlschlag-Agenda à la Musk

Trump lässt Klima-Infos löschen

Wissenschaftler bringen eine Messboje - eine sogenannte Argo-Float - ins Meer aus

Der US-Präsident zensiert Webseiten von Bundesbehörden, die über die Klimakrise informieren. Dem Wetterdienst NOAA, der etwa für Hurrikan-Prognosen zuständig ist, droht eine scharfe Kappung von Personal und Mitteln.

von Joachim Wille

Immer mehr Extremwetter

L.A. als Warnung

Sonnenuntergang in einer grauen, toten Landschaft mit abgebrannten Bäumen und Häusern.

Brände, Hurrikans und Überschwemmungen zeigen: Kein Klimaschutz wird viel teurer als Klimaschutz. Was die Klimaforschung errechnet, bestätigen nun auch Rückversicherer.

von Joachim Wille

Klimaforschung

Die meistdiskutierten Klimastudien 2024

Ein 30-Kilowatt-Windrad in einer flachen Eislandschaft, in der Nähe die Antarktis-Station Neumayer auf Stelzen.

Die populärsten Studien des Jahres 2024 erforschten das Kippen des Golfstroms, die Kosten der Klimakrise und die Notwendigkeit einer neuen Wirbelsturm-Kategorie. Insgesamt ließ das Medieninteresse an Klimaforschung aber nach.

von David Zauner

klima update° – Folge 210

Kohleverbrauch auf Rekordhöhe, Deutschland warm wie nie zuvor, Megasturm über Mayotte

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Trotz Klimakrise hat die Welt 2024 so viel Kohle verbraucht wie nie. Weltweit gab es Extremtemperaturen, im Schnitt erstmals mehr als 1,5 Grad über vorindustriellem Niveau. Der Klimawandel hat den verheerenden Zyklon "Chido" auf der Insel Mayotte deutlich verstärkt.

von Katharina Schipkowski, Susanne Schwarz

Hurrikan-Studien

Warum "Milton" so aufgedreht hat

Auf der Autobahn einschließlich des Standstreifens fahren Fahrzeuge dicht an dicht.

Der über Florida wütende Hurrikan Milton hat sich in weniger als einem Tag explosionsartig intensiviert. Hurrikans werden stärker, weil das ungewöhnlich warme Meerwasser sie anheizt.

von Joachim Wille

Verheerende Wetterextreme

Stürmisches Grauen

Eine zerfledderte US-amerikanische Flagge weht an einem Fahnenmast.

Die Klimaveränderungen waren in den USA bisher kaum ein Wahlkampfthema. Nach dem Hurrikan "Helene" mit womöglich mehreren hundert Toten ändert sich das nun.

ein Kommentar von Joachim Wille

Unglück vor Sizilien

Warum ist die Yacht "Bayesian" gesunken?

Ein kleines Schiff fährt über das dunkle Meer in Richtung eines Wassertornados am Horizont.

Um den Untergang der Luxusyacht "Bayesian" ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien. Wahrscheinlicher ist menschliches Versagen – und ein Wetterphänomen, das durch den Klimawandel häufiger wird.

von David Zauner

Modellstudie

"Wir brauchen ein resilientes Stromnetz"

Luftaufnahme: Ausgedehnte Überschwemmungen in einer Einfamilienhaussiedlung im Südosten von Texas, 31. August 2017.

Ein Modell, mit dem sich großflächige Stromausfälle infolge von Wetterextremen verhindern lassen sollen, haben Forscher:innen des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung entwickelt. Netzausbau sowie dezentrale Energiewende können dabei das Stromsystem widerstandsfähiger machen, erklärt Studienautor Frank Hellmann.

Interview: Christina Mikalo

Lokales und indigenes Wissen

Zyklon weht Europas Wissen weg

Fidschi

Klimaanpassung darf nicht nur aus eurozentrischer Sicht erfolgen, heißt es in einem Fachartikel zu indigenem und lokalem Wissen. Die Wissenschaftler:innen untersuchten vier Fallbeispiele aus Südostasien.

von Leonie Vogelsang

Extremwetter-Studie

Wirbelstürme erhöhen die CO₂-Folgekosten

Von einem Tornado völlig zerstörte Lagerhalle von Amazon.

Werden Extremwetter-Schäden einbezogen, müssen die geschätzten Folgekosten der CO2-Emissionen um rund ein Fünftel höher angesetzt werden. Das ergibt eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung.

von Christina Mikalo

Silvester

Mit Wärme-Rekord ins neue Jahr

Ein Streifen Kunstschnee zieht sich über den ansonsten schneefreien Hang in Savognin im schweizerischen Kanton Graubünden.

In Europa ist der Jahreswechsel wärmer als je zuvor, und in Nordamerika bricht ein arktischer Wintersturm alle Rekorde. Das Wetter-Rekordjahr 2022 bleibt sich bis zum Ende treu.

von David Zauner

Extremwetterfolgen

Klima-Schäden werden immer mehr zum Wirtschaftsproblem

Überflutete Häuser von oben

Die US-Wirtschaft kann die Schäden durch Hurrikans laut einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung bald nicht mehr selbst kompensieren. Denn je heißer das Klima, desto stärker die Wirbelstürme. Die Folgen für Produktion und Lieferketten treffen Verbraucher:innen weltweit.

von David Zauner

Hurrikans verändern sich

Nicht häufiger, aber heftiger

Luftaufnahme: Ein etwa 50 Meter langer Abschnitt der Brücke ist zerstört und ins Wasser gefallen.

Der Klimawandel erhöht die Zerstörungskraft von Wirbelstürmen. Sie treten nicht öfter auf als früher, nehmen aber schnell an Stärke zu und ziehen langsamer über das Land, wobei große Regenmassen niedergehen. So wie jetzt beim Hurrikan "Ian" über Florida.

von Joachim Wille

Reanalyse von Langzeitdaten

Wirbelstürme werden seltener und stärker

Einige Leute versuchen sich einen Weg durch die Trümmer auf einer Straße auf Dominica zu bahnen.

Die globale Erwärmung senkt die Häufigkeit von Hurrikanen, Taifunen und Zyklonen, lässt sie aber heftiger ausfallen. Eine Studie kann das nun mit einem einheitlichen Datensatz für die gesamte Periode der Industrialisierung untermauern.

von Joachim Wille

Verheerende Wirbelstürme in den USA

Hat die Tornado-Serie mit dem Klimawandel zu tun?

Von einem Tornado zerstörte Amazon-Lagerhalle

Die heftigen Wirbelstürme, die am Wochenende durch sechs US-Bundesstaaten zogen, sind für diese Jahreszeit ungewöhnlich. Normalerweise beginnt die Tornadosaison im Frühjahr. Der Klimawandel könnte dabei eine Rolle spielen.

von Joachim Wille