Der gute Wille

Das Jahr ohne Regen

Der leicht grünliche, rissige Boden eines ausgetrockneten Flussbetts.

Sind wir schon wieder im Jahr 1540? Noch nicht, und hoffentlich auch nie wieder. Im Unterschied zu damals haben wir es zum Teil selbst in der Hand.

eine Kolumne von Joachim Wille

Hummels Woche

Energie-Gesetze in Schieflage, Erneuerbare im Quintett und Atomstrom auf dem Trockenen

Porträtaufnahme von Oliver Hummel.

Kalenderwoche 32: Auch das entschärfte "Netzpaket" lässt weiter die Anlagenbetreiber die Netzprobleme ausbaden und schont weitgehend die Netzbetreiber als Verursacher, kritisiert Oliver Hummel, Vorstand beim Ökoenergieversorger Naturstrom und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Konventionelle Kraftwerke sind für ihn anfälliger gegenüber dem Klimawandel als erneuerbare Energien mit Ausnahme der Wasserkraft.

klima update° – Folge 290

Wenig Wasser in Flüssen, Kreuzfahrten im Klimacheck, Klimawandel verdrängt Schmetterlinge

An den Sofortmaßnahmen von Verkehrsminister Bilger gegen Niedrigwasser gibt es Kritik. Die Klimabilanz vieler Kreuzfahrtanbieter bleibt schlecht. Immer mehr Schmetterlingsarten verschwinden aus ihren bisherigen Lebensräumen.

von Sandra Kirchner, Verena Kern

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Niedrigwasser

Aufmacherbild: Volker Quaschning steht im ausgetrockneten Rhein, neben ihm steht eine Boje.

Schon bei knapp 1,5 Grad Erderwärmung sind überall die dramatischen Folgen zu sehen: gestörte Lieferketten durch Niedrigwasser in Europa, extreme Hitze, Waldbrände. Wollen wir wirklich ausprobieren, wie die Welt bei zwei oder drei Grad Erwärmung aussieht?

eine Kolumne von Volker Quaschning

Klimapolitik

Hitzekrise: Schluss mit der Verharmlosung

Breites, fast ganz ausgetrocknetes Flussbett, von der Flussmitte aufgenommen.

Die Hitzewellen 2026 müssen ein Wendepunkt sein. Vor allem die Union muss begreifen: Fossile Energien schützen nicht vor Krisen, sondern verschärfen sie. Klimaschutz ist kein grünes Sonderinteresse.

ein Kommentar von Joachim Wille

Attributionsstudie

Extreme Hitze: Warum Europas Dürren heute anders entstehen

Trockenes Feld mit jungen Maispflanzen.

Wie stark beeinflusst der Klimawandel Dürren in Europa? Eine Studie kommt zu klaren Ergebnissen: Hitze lässt Wasser schneller verdunsten und macht landwirtschaftliche Trockenheit in Westeuropa etwa fünfmal wahrscheinlicher.

von Tine Heni

Umweltinformationen

Mehr Wissen für alle über Niedrigwasser

Pegelhäuschen am Magdeburger Elb-Hochufer bei Niedrigwasser.

Ein bundesweites wie öffentlich zugängliches Informationssystem für Niedrigwasser startete Umweltminister Schneider am Mittwoch. Die überfällige Maßnahme sorgt zumindest für mehr Transparenz angesichts wachsender Nutzungskonflikte ums Wasser.

von Jörg Staude

Polykrise

Klimakrise und Krieg – ein Teufelskreis?

Abgeerntetes Reisfeld mit aufgerissenem Boden während einer Trockenperiode.

Kriege dominieren die Schlagzeilen, die Klimakrise verschwindet aus dem Fokus. Dabei hängen beide eng zusammen: Neue Studien zeigen, wie steigende Temperaturen und Klimaschwankungen zu mehr Konflikten führen.

von Tine Heni

Wettermodifikation

"Wolkenimpfung ist energieaufwendig, teuer und lenkt ab"

Dunkle Wolken über Tianjin im Nordosten Chinas

Viele Staaten und selbst die US-Tech-Branche investieren in Wolkenimpfung. Aus Verzweiflung, sagt Atmosphärenphysikerin Ulrike Lohmann, die selbst lange an der Technik geforscht hat. Die Wirkung sei begrenzt und lasse sich auch mit KI und Drohnen kaum steigern.

Interview: David Zauner

Klimabilanz 2025 des DWD

Ost und Süd erwärmen sich mehr als West

Qualm steigt von einem brennenden Wald hinter einem trockenen Feld auf.

Die Erwärmung legte 2025 in Deutschland eine "Atempause" ein, bilanziert der Deutsche Wetterdienst. Sorgen bereitet dennoch vor allem die steigende Trockenheit. Neue Modelle ermöglichen auch bessere regionale Klimaprognosen.

von Jörg Staude

Wettermodifikation

Wolkenimpf-Hype packt auch Zypern

Wolkenverhangener Himmel

Europas Süden trocknet aus. Auf Zypern drohen bis zur Mitte des Jahrhunderts massive Flächenverluste durch Desertifikation. Ein Meteorologe setzt auf "Cloud Seeding" – doch die wissenschaftliche Beweislage bleibt dünn.

von David Zauner

Klimawandel und Ernährung

Neue Dürre-Hotspots

Eine Wissenschaftlerin hockt auf einem Feld und misst die Bodenfeuchte mit einem Messgerät.

Die Agrarproduktion in Teilen Europas, der USA, Südamerikas und Afrikas gerät durch den Klimawandel unter Druck. Eine neue Studie berücksichtigte zur Vorhersage auch, was Bäuerinnen und Bauern schon lange wissen.

von Joachim Wille

Forschungsbericht

Wasser im Klimastress: Globales Schleudertrauma

Ein Pärchen auf einem Moped fährt durch überflutete Straßen.

Überschwemmungen und Dürren nehmen weltweit zu, zeigt der soeben erschienene "Global Water Monitor". Zu viel oder zu wenig Wasser wird inzwischen auch in Regionen der Erde zur Gefahr, die früher als relativ sicher galten.

von Joachim Wille

klima update° – Folge 258

Streit ums Heizungsgesetz, EU verschiebt entwaldungsfreie Lieferketten, Regen in Teheran

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Das Gebäude­energie­gesetz soll künftig Gebäude­modernisierungs­gesetz heißen. Die EU-Verordnung gegen Entwaldung wird erneut verschoben und zudem aufgeweicht. In Irans Hauptstadt hat es am Mittwoch erstmals seit Monaten geregnet.

von Susanne Schwarz, Jonas Waack

Attributionsstudie

Wenn die Flüsse im Garten Eden trockenfallen

Neben einem ausgetrockneten Fluss weht eine Flagge Irans.

Euphrat und Tigris, einst Quellen von Leben und Fruchtbarkeit, führen immer weniger Wasser. Klimawandel und eine wenig nachhaltige Wassernutzung setzen Syrien, Irak und Iran unter Druck – Millionen Menschen stehen vor einer wachsenden humanitären und politischen Krise.

von David Zauner

Wasserverbrauch

Wird das Wasser knapp?

Aus einem Duschkopf kommt Wasser.

Eine Umfrage zeigt: Viele Menschen in Europa wollen mit dem teuren Nass gerne sparsam umgehen, wissen aber nicht genau, wie das geht. Der Klimawandel verschärft vielerorts die Trockenheit.

von Joachim Wille

UN-Wüstenkonvention

Wüstenkonferenz scheitert an Dürrevertrag

Trockener, aufgerissener Boden in Nahaufnahme.

Durch den Klimawandel werden die Böden weltweit trockener, Dürren nehmen zu. Bislang fehlt ein internationales Instrument, um Dürren grenzübergreifend und vorausschauend zu managen. Doch über die Form eines Zusatzvertrags zur UN-Wüstenkonvention wird nun frühestens 2026 entschieden.

von Christian Mihatsch, Joachim Wille

Bodenkrise

Böden weltweit mit Füßen getreten

Wüste mit Grasland in Mauretanien

Die Böden sind weltweit unter Druck, doch es gibt Möglichkeiten, sie produktiv zu erhalten. Eine UN-Konferenz in Riad diskutiert über Lösungen. Strukturreformen und neue Technologien sollen helfen.

von Joachim Wille

"Rockström-Report"

Flüsse in der Atmosphäre

Dichter Regenwald: Blauer Himmel und Wolkenberge über den Wipfeln.

Die globale Wasserkrise gefährdet laut einem neuen Report die weltweite Nahrungsmittelproduktion. Der Bericht einer internationalen Kommission fordert auch die Wiederherstellung von Ökosystemen.

von Joachim Wille

Bund und Kohleländer

Wahlkampf ums Lausitzer Wasser

Mit Steinen ausgekleideter Zufluss zum Tagebaurestloch, aus dem einmal ein See werden soll, der aber erst zu einem Viertel gefüllt ist. Aufnahme von Januar 2020.

Der regenreiche Herbst und Winter haben die Wasserlage in der Lausitz entspannt. Dafür nimmt der politische Kampf zu, wer über das knappe Wasser künftig verfügt und wer die Kosten für die Sanierung des gestörten Wasserhaushalts in der Region übernimmt.

von Jörg Staude