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Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz

Warum Umweltverbände um ihre Rechte fürchten

Verlegung einer Pipeline mit Baggern und Kränen in einen ausgebuddelten Graben in einer Schneise im Wald.

Die Bundesregierung will die Klagerechte von Umweltverbänden neu regeln, um etwa Bauprojekte zu beschleunigen. Das könnte nach hinten losgehen, warnen Fachleute für Planungsrecht und Umweltverfahren.

von Sandra Kirchner

Umweltplanung

"Am Naturschutz scheitert die Energiewende nicht"

Windräder am Horizont in hügeliger Landschaft.

Mehr Tempo beim Erneuerbaren-Ausbau durch weniger Bürgerbeteiligung und das Beschneiden von Naturschutz – das setzt die Akzeptanz für die Energiewende aufs Spiel, warnt Rebekka Blessenohl vom Naturschutzbund Nabu.

Interview: David Zauner

Straßenneu- und -ausbau

"Das ist ein Naturzerstörungs-Gesetz"

Umfangreiche Straßen- und Brückenbauarbeiten an der Autobahn A8 bei Pforzheim bei laufendem Verkehr.

Das "Infrastruktur-Zukunftsgesetz" der Bundesregierung soll den Fernstraßenbau beschleunigen. BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg warnt vor Rückschritten für Umweltschutz und Öffentlichkeits-Beteiligung. Er schlägt Maßnahmen zur Beschleunigung umweltfreundlicher Verkehrsprojekte vor. 

Interview: Joachim Wille

Pipeline-Protest

Existenz von Greenpeace in Gefahr

Proste gegen Dakota Access Pipeline

Die Umweltorganisation soll in den USA 345 Millionen Dollar Schadenersatz an einen Erdölkonzern zahlen, weil sie vor zehn Jahren die Proteste der Sioux gegen die Dakota Access Pipeline unterstützt hat. Greenpeace sieht darin einen Versuch, die Zivilgesellschaft einzuschüchtern.

von Joachim Wille

Mehrjähriger Finanzrahmen

EU will Flughafenbau als Klimaanpassung zählen

Luftaufnahme vom Flughafen Berlin Brandenburg, zahlreiche Flugzeuge stehen aufgereiht neben der großen Halle.

Die Europäische Union baut ihre langfristige Haushaltsplanung um. Umwelt-, Natur- und Klimaschutz könnten dabei unter die Räder kommen, befürchten zivilgesellschaftliche Organisationen.

von Sandra Kirchner

Verkehrswende

"Sanieren statt asphaltieren"

Nahaufnahme von Abrissarbeiten an einer Brücke, mit frei liegender Stahlbewehrung, herabfallenden Betonbrocken und Abrissmaschinen.

Umwelt- und Klimaorganisationen sowie ein Autoclub fordern gemeinsam einen Kurswechsel in der Verkehrspolitik des Bundes. Ein "Weiter so" beim Fernstraßenneubau sei ökonomisch unvernünftig und ökologisch falsch. 

von Joachim Wille

Jubiläum

Saboteur der Bequemlichkeit

Viele Menschen bei einer bunten Großdemonstration am Hambacher Forst, auf einem Transparent steht: Kohle stoppen – Klima retten.

Der Umweltverband BUND wird 50 Jahre alt. Er hat die Republik verändert und muss es weiter tun. Denn die größte Herausforderung kommt erst noch, der sozial-ökologische Umbau.

von Joachim Wille

Nachruf

Ein pathologischer Optimist

Porträtaufnahme von Hubert Weinzierl.

Der Natur- und Umweltschützer Hubert Weinzierl ist tot. Er war Mitinitiator des ersten deutschen Nationalparks, BUND-Chef, Atomgegner und Naturlyriker. Sein bleibendes Verdienst ist der Aufbau eines starken politischen Umweltverbandes – ohne den Naturschutz zu vergessen.

von Joachim Wille

Ressourcenschutz

Alleskönner Mehrwegflasche

Viele leere Milchflaschen.

Parallel zur verstolperten Kanzlerwahl stellte eine neue Mehrweg-Allianz aus Umwelt- und Branchenverbänden ihre Forderungen an die neue Regierung vor. Die Mehrwegquote soll wieder steigen – für Ressourcenschutz, Klima und regionale Wirtschaft.

von David Zauner

Kritik am Koalitionsvertrag

"Vier verlorene Jahre drohen"

Gießkannen aus Zink stehen auf Steinfußboden.

Der schwarz-rote Koalitionsvertrag bringt für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zu wenig, kritisieren Umweltorganisationen und Sozialverbände. Beim Auto gibt es sogar Rückschritte.

von Verena Kern

Industrieansiedlungen

Gigafactory 2.0: Jetzt will auch Red Bull Brandenburg ans Wasser

Um eine Dose Red Bull spritzt Wasser. Alles vor schwarzem Hintergrund.

Sinkende Grundwasserpegel, trockene Wälder: Brandenburg hat ein Wasserproblem. Mit Red Bull will nun ein weiteres Schwergewicht Brandenburgs Wasser nutzen. Eine Recherche über fragwürdigen Umgang mit knappen Ressourcen, intransparente Planung und auffällige Parallelen zum Fall Tesla.

von David Zauner

Kritik aus der Umweltbewegung

Union erweist der Demokratie einen "Bärendienst"

Vor dem Brandenburger Tor demonstriert eine Menschenmenge mit bunten Schildern.

Auch Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutzverbände wehren sich gegen die Anfrage der Unionsfraktion zur Finanzierung von Nichtregierungsorganisationen. Scharfe Kritik am "besorgniserregenden" Demokratieverständnis kommt vom Umwelt-Dachverband DNR.

von Jörg Staude

Umweltzeitung

"Der Rabe Ralf bleibt eine Graswurzel-Zeitung, bekommt aber neue Flügel"

Frisch gedruckte Zeitungen laufen aus der Druckmaschine über ein Laufband.

Eine ökologische Wende gibt es nur, wenn alle mitmachen können, sagt Claudia Kapfer von der Grünen Liga Berlin, die seit 1990 die Umweltzeitung Der Rabe Ralf herausgibt. Das Blatt hat gerade einen doppelten Relaunch hingelegt.

Interview: Jörg Staude

Umweltbewegung

"Das Klima ist kein Thema für einen Kulturkampf"

Eine Menschenmenge bei einer Klimademonstration in Heidelberg. Ein großes, rundes Protestschild zeigt eine wütende Erde, das Logo des BUND und den Slogan: Klima retten!

Die Umweltbewegung muss soziale Gerechtigkeit und Jobsicherheit konsequent mitdenken, sagt BUND-Chef Olaf Bandt. Der Umweltschützer über 50 Jahre BUND, das Grüne Band quer durch Deutschland und die kommende neue Bundesregierung.

Interview: Joachim Wille

Waldumbau

Wer rettet den Wald?

Rotbuchen-Wald aus wenigen älteren und vielen jüngeren Bäumen.

Sieben Umweltverbände fordern einen Wald-Rettungsplan und kritisieren die Übernutzung der Wälder. Der Waldbesitzerverband reagiert umgehend.

von David Zauner

Klimaklage

"Ich hoffe, dass wir Systemsprenger werden"

Statue der Justitia mit Waage und verbundenen Augen.

Die deutsche Klimapolitik ist nicht erst mit dem neuen Klimaschutzgesetz verfassungswidrig, sagen Einzelklägerin Kerstin Lopau und Susanne Jung vom Solarenergie-Förderverein. Im Interview diskutieren sie auch die Grenzen des juristischen Weges und der Macht der Gerichte.

von David Zauner

Finanzpolitik

Lindner soll Einsparvorschläge für Verkehrssubventionen machen

Zwei elektrische Kleinwagen werden an einer Ladesäule in einem Wohngebiet aufgeladen.

Ein Bündnis aus Gewerkschaften, Umweltverbänden und einem Autoclub fordert vom Bundesfinanzminister eine Umschichtung der Mittel zugunsten der Verkehrswende. Klimaschädliche Subventionen seien auch sozial ungerecht.

von Joachim Wille

Klimapolitik in der Krise

"Aussitzen darf für die Ampel keine Option sein"

Olaf Scholz, Robert Habeck und Christian Lindner sitzen im Bundestag auf der Regierungsbank und wirken nachdenklich oder mit anderen Dingen beschäftigt.

Klima-Sondervermögen, Reform der Schuldenbremse, Abbau umweltschädlicher Subventionen – die notwendigen Investitionen in die Transformation lassen sich problemlos finanzieren, sagt Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser. Teil 2 des Interviews.

Interview: Joachim Wille

Klimapolitik in der Krise

"Wir müssen gegen den Versuch aufstehen, den Klimaschutz-Diskurs zu diskreditieren"

Greenpeace-Mitglieder demonstrieren in Hamburg mit Transparenten: Demokratie schützen!

Rechtsextremistische Bestrebungen gehen meist mit der Leugnung des menschengemachten Klimawandels und einer rückwärtsgewandten Klima- und Umweltpolitik einher, warnt Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser. Teil 1 des Interviews.

Interview: Joachim Wille

Umweltverbände

Oberirdischer Streit über unterirdische CO₂-Endlager

In gefälligem Grün und Blau angestrichene Müllverbrennungsanlage im Industriepark Höchst in Frankfurt am Main.

Ein Thesenpapier zur CCS-Technologie, an dem die Umweltorganisationen WWF und Nabu mitgearbeitet haben, trifft auf Widerspruch. Die CO2-Abscheidung verlängere die Geschäftsmodelle der Öl- und Gasindustrie.

von Joachim Wille