Vereinte Nationen

Klimapläne als Lückentexte

UN-Flagge

Bei der UN-Generalversammlung zeigt sich, dass die Länder beim CO2-Sparen nachlegen müssen. Gerade große Emittenten wie die EU, China und Indien bleiben bei ihren Klimaplänen säumig.

von Joachim Wille, David Zauner

Kunststoffverschmutzung

Plastikkrise und kein Ende?

Strand und Ölraffinerie

Erneut konnten sich die Staaten nicht auf ein Plastikabkommen einigen. So groß das Problem ist, die Einzelinteressen scheinen stärker zu sein. Dennoch muss weiterverhandelt werden – während ein Bündnis der Ambitionierten vorangeht.

ein Kommentar von Joachim Wille

Welt-Plastik-Gipfel

Plastikmüll-Lösung geschreddert

Im Konferenzsaal des Weltplastikgipfels sitzt eine pazifische Delegierte mit einer Blüte im Haar und hält sich die Hand vors Gesicht.

Die UN-Verhandlungen für ein Abkommen gegen die Plastikflut wurden erneut abgebrochen – wegen einer Blockade der Ölländer. Viele warnen davor, nun einfach weiterzuverhandeln.

von Joachim Wille

Welt-Plastik-Gipfel

Exit Plastikkrise

Ein Bagger arbeitet auf einer großen Plastikmüllhalde.

Bei den Verhandlungen um ein Weltplastikabkommen müssen die fortschrittlichen Staaten eine Linie mit den Entwicklungsländern finden, die unter der Plastikflut leiden, aber den radikalen Kurswechsel nicht ohne Unterstützung schaffen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Plastikmüll-Verhandlungen

"Paris-Vertrag" für Plastik auf der Kippe

Ein Äffchen hält eine leere Plastikflasche in den Händen und schaut sie mit menschenähnlicher Neugier an.

Bei UN-Verhandlungen in Genf entscheidet sich ab heute, ob ein weltweites Abkommen gegen die Verschmutzung mit Kunststoffen zustande kommt. Die Umwelt- und Gesundheitsprobleme durch Plastik nehmen zu – der Lobbydruck der Chemie- und Ölindustrie auch.

von Joachim Wille

Klimaverhandlungen

Leerstelle Klimapolitik

Flaggen an Fahnenmasten vor einem grauen Himmel.

In den letzten drei Jahrzehnten war meist anderes politisch wichtiger als Klimaschutz – damit hatte eine engagierte Klimapolitik immer zu leben. Doch vermutlich hatte sie noch nie so einen schlechten Stand wie heute. 

ein Kommentar von Joachim Wille

Nationally Determined Contributions

Klimaziele als Motor für Wachstum und Armutsbekämpfung

In Dunkelblau gehaltene Grafik mit Zahlen und Kurven einer finanziellen Entwicklung.

Der Industrieländerklub OECD und das UN-Entwicklungsprogramm werben für anspruchsvollere CO2-Reduktionspläne. Im Vordergrund stehen jetzt nicht mehr die Gefahren der Klimakrise, sondern die wirtschaftlichen Chancen durch saubere Energien.

von Joachim Wille

UN-Meeresschutzkonferenz

Rettung für die Ozeane

Unterwasseraufnahme eines Fischschwarms im blauen Pazifik.

Der UN-Gipfel in Nizza hat sie noch nicht gebracht, aber er war immerhin ein Lichtblick in trüben Zeiten.

ein Kommentar von Joachim Wille

Internationale Verhandlungen

UN-Ozeankonferenz: Kleine Schritte bei Schutzgebieten, Plastikmüll und Tiefseebergbau

Ein nachdenklicher Eisbär sitzt auf einer kleinen Eisscholle, die auf dem Wasser schwimmt.

Nach fünf Tagen endet die Ozeankonferenz in Nizza. Die Bilanz von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen fällt gemischt aus. Was hat die Staatengemeinschaft erreicht?

von David Zauner

Bruttoinlandsprodukt

Wachstum soll nicht mehr über alles gehen

Umfangreiche Industrieanlagen mit eingehausten Förderbändern und mehrstöckigen Industriehallen, alles in einer vegetationslosen Hochgebirgslandschaft.

UN-Generalsekretär Guterres ernennt eine hochrangige Fachgruppe, die Alternativen zum BIP entwickeln soll. Denn der angebliche Wohlstandsindikator "erfasst weder Wohlergehen noch Nachhaltigkeit noch Pflegearbeit".

von Joachim Wille

Schifffahrt

Klimaschutz auf hoher See: Halbe Kraft voraus

Containerschiff auf dem Meer, aus der Luft aufgenommen.

Nach langem Ringen haben sich die Staaten erstmals auf ein CO2-Bepreisungssystem für die Schifffahrt geeinigt. Der historische Kompromiss hinterlässt enttäuschte Inselstaaten und einen neuen Wachstumsmarkt für Flüssigerdgas.

von David Zauner

Globale Gerechtigkeit

Deutschlands Wasser-Entscheidung: Der Schlüssel zur globalen Stabilität

Frauen und Kinder beim Wasserholen mit einer neuen indischen Handpumpe im ländlichen Nigeria.

Will Deutschland demokratische Werte und internationale Stabilität verteidigen, darf es nicht zulassen, dass die Wasserinfrastruktur zum Spielball autoritärer Regime wird. Eine klare Wasserstrategie würde Deutschlands Position weltweit stärken und ein Zeichen für eine gerechte und stabile Weltordnung setzen.

ein Gastbeitrag von Sareen Malik, Carolin Stüdemann

Müllers Woche

Scheitern vor 30 Jahren, papiertigerne Dialoge und ein schonungsloser Erdgipfel

Porträtaufnahme von Michael Müller.

Kalenderwoche 13: Dass die Union in den Koalitionsverhandlungen auf Gaskraftwerke drängt und den Kohleausstieg nicht vorziehen will, deutet auf einen Erfolg der Klimabremser, warnt Michael Müller, SPD-Vordenker und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Er ist dafür, Klimakonferenzen in ihrer Wirksamkeit prinzipiell zu hinterfragen.

UN-Naturschutzgipfel

Hoffen auf den Jetzt-erst-recht-Effekt

Buntes Transparent mit dem Spruch: Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.

Die Staaten der Welt unternehmen in Rom einen neuen Anlauf zur Finanzierung des internationalen Abkommens zur Biodiversität. Die Voraussetzungen sind nicht unbedingt besser geworden.

von Joachim Wille

UN-Bericht

Ohne Biodiversität kein Klimaschutz

Bagger planieren ein Gelände, offenbar soll dort was gebaut werden. Im Hintergrund ein paar Bäume.

Die Natur- und die Klimakrise können nur gemeinsam bewältigt werden. Das macht der Weltbiodiversitätsrat in seinem "Nexus-Report" klar. Dabei sei integrierter Klima- und Artenschutz eigentlich ein Gewinnerthema.

von Joachim Wille

Weltkonferenz gegen Wüstenbildung

Bodenwende – immer noch Fehlanzeige

Rotbrauner, durch Trockenheit rissiger Boden, in dem eine einzelne kleine grüne Pflanze wächst.

Unsere Lebensgrundlage erodiert, weil die industrielle Landwirtschaft zusammen mit dem Klimawandel die Böden kaputtmacht. Doch das interessiert leider viel zu wenige. Auch deshalb ist der UN-Bodengipfel gescheitert.

ein Kommentar von Joachim Wille

Neues Finanzierungsziel NCQG

Wilder Westen bei der Klimafinanzierung wird noch wilder

Die hölzerne Tür am Eingang in den Saloon symbolisiert den Wilden Westen, in dem oft das Recht des Stärkeren die Oberhand gewann.

Wollen die Staaten die Scherben vom Bakuer Klimagipfel aufsammeln und vorankommen, müssen sie aufhören, darüber zu streiten, ob das Glas der Klimafinanzierung halb voll oder halb leer ist, und stattdessen praktikable Mittel und Wege finden, es zu füllen.

ein Gastbeitrag von Mariya Aleksandrova, Steffen Bauer, Svea Koch

UN-Wüstenkonvention

Wüstenkonferenz scheitert an Dürrevertrag

Trockener, aufgerissener Boden in Nahaufnahme.

Durch den Klimawandel werden die Böden weltweit trockener, Dürren nehmen zu. Bislang fehlt ein internationales Instrument, um Dürren grenzübergreifend und vorausschauend zu managen. Doch über die Form eines Zusatzvertrags zur UN-Wüstenkonvention wird nun frühestens 2026 entschieden.

von Christian Mihatsch, Joachim Wille

Geberkonferenz in Südkorea

Weltbank sammelt Rekordsumme für die ärmsten Länder ein

Dollarnoten

Es war der Lackmustest für die internationale Entwicklungspolitik: die Rekapitalisierung der Weltbank-Tochter IDA, die für die ärmsten Länder zuständig ist. Der Test wurde knapp bestanden. Das Ergebnis der letzten Auffüllung konnte geringfügig übertroffen werden.

von Christian Mihatsch

Bodenkrise

Böden weltweit mit Füßen getreten

Wüste mit Grasland in Mauretanien

Die Böden sind weltweit unter Druck, doch es gibt Möglichkeiten, sie produktiv zu erhalten. Eine UN-Konferenz in Riad diskutiert über Lösungen. Strukturreformen und neue Technologien sollen helfen.

von Joachim Wille