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Weltnaturgipfel in Montreal

Natur-Retter im Anflug

Baumfarn im peruanischen Bergwald

Die UN-Biodiversitätskonferenz hat bisher sogar Rückschritte gebracht. Naturschutzverbände befürchten das Schlimmste. Allein die nun anreisenden Ministerinnen und Minister können es noch richten. Es geht auch um klima- und naturschädliche Energie- und Agrarsubventionen.

von Joachim Wille

Vorgänger des Paris-Abkommens

Um Mitternacht die Uhr angehalten

Las Vegas bei Nacht.

Vor einem Vierteljahrhundert wurde das Kyoto-Protokoll verabschiedet. Es war der erste Weltvertrag, der das Klima retten sollte. Doch die globalen Treibhausgas-Emissionen liegen heute viel höher als damals.

von Joachim Wille

Paris-Vertrag reicht noch nicht

Eine neue Phase der Klimadiplomatie

Katastrophenhilfe nach Irma

Die 27. UN-Klimakonferenz in Sharm el-Sheikh gilt weithin als Fehlschlag, weil es nicht gelungen ist, wirksame Beschlüsse zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen zu fassen. Dabei ist die Klimadiplomatie dieses Jahr in eine neue Phase eingetreten. Fünf Thesen.

von Christian Mihatsch

UN-Naturschutzgipfel

Last Exit Montreal

Riesiges abgeerntetes Feld bei Löbnitz in Vorpommern.

Die Staaten der Welt nehmen einen neuen Anlauf, endlich mit einem wirksamen Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen zu beginnen. Helfen sollen die Unterschutzstellung von 30 Prozent der Erdoberfläche und ein ökonomischer Blick auf die Natur. Ob das klappt, ist ungewiss.

von Joachim Wille

Fortschritte noch schwieriger als beim Klima

Bekommt der Artenschutz sein Paris-Abkommen?

Ein Waldkauz schaut aus einer Baumhöhle heraus direkt auf den Betrachter.

Die Stabilität des planetaren Ökosystems beruht auf dem Zusammenspiel von Millionen verschiedener Tier- und Pflanzenarten. Doch diese sterben immer schneller aus, was die Länder der Welt nun stoppen wollen. Noch ist aber offen, ob sie auch bereit sind, dafür etwas zu tun.

von Christian Mihatsch

Kommentar

Von Milliarden zu Billionen

Blick nach schräg oben im Atrium der Weltbank in Washington.

Der Klimagipfel COP 27 in Sharm el-Sheikh könnte als eine der bedeutenden UN-Konferenzen in die Annalen eingehen: als die Konferenz, an der endlich die Billionen der Finanzmärkte für den Kampf gegen die Klimakrise mobilisiert wurden. Weltbank und IWF sollten nun – wie einst Mario Draghi – tun, "whatever it takes".

ein Kommentar von Christian Mihatsch

Internationaler Klimaschutz

"Das Fenster schließt sich"

Industrielandschaft am Horizont mit qualmenden Schloten vor dunkelblau bewölktem Himmel.

UN-Organisationen warnen vor der Klimaschutz-Lücke, die das 1,5-Grad-Ziel unerreichbar macht. Die Zeit für schrittweise Änderungen sei inzwischen vorbei. Deutschlands Außenministerin Baerbock setzt unterdessen die Erwartungen an den kommenden Klimagipfel denkbar niedrig an.

von Joachim Wille

Attributionsstudie

Ein "Klima-Massaker", warnt UN-Chef Guterres

Luftaufnahme überflutete Felder 2010

Eine neue Studie zeigt, dass die Erderwärmung die Megaflut in Pakistan wahrscheinlich getriggert hat. Der UN-Generalsekretär warnt die Industriestaaten vor einem Weiter-so. Sie müssten endlich ihre Verantwortung für die Klimakrise anerkennen und die Treibhausgas-Emissionen reduzieren.

von Joachim Wille

Vereinte Nationen

Neuer UN-Klimachef kommt aus Inselstaat

Simon Stiell bei einer Rede, im Hintergrund die eingerollte Staatsflagge Grenadas.

Das UN-Klimasekretariat wird künftig von Simon Stiell, einem Politiker des karibischen Inselstaats Grenada, geleitet. Stiell gilt als engagierter Vertreter einer anspruchsvollen Klimapolitik, die am 1,5-Grad-Ziel ausgerichtet ist.

von Sandra Kirchner

Der gute Wille

Das gute Leben, zweiter Versuch

Berliner Compagnie

Vier Jahre lief das Forschungsprojekt zum Wert der Natur. Nun ist sie da, die Bibel der Naturschützer. Doch was macht die Welt damit? Erstmal das Gipfeltreffen dazu verschieben.

eine Kolumne von Joachim Wille

Nichtökonomische Bewertungsmethoden

Der Wert der Natur

Białowieża-Urwald

Bei politischen Entscheidungen stehen meist ökonomische Überlegungen im Vordergrund. Bei Entscheidungen, die die Natur betreffen, greift dieser Ansatz aber zu kurz, denn die Natur hat sehr viele wertvolle Aspekte, die keinen Marktwert haben – wie das Überleben der Menschheit.

von Christoph Müller

UN-Ozeankonferenz

Riesiger "Wärmepool" im Pazifik

Ölförderplattformen im Meer bei Sonnenauf- oder - untergang.

Ein gigantischer "Wärmepool" im Nordpazifik, der starke marine Hitzewellen auslöst, ist auf den Klimawandel zurückzuführen, weist ein Team der Uni Hamburg nach. Lösungen für die überbeanspruchten Meere soll ab heute die Ozean-Konferenz der Vereinten Nationen in Lissabon finden.

von Joachim Wille

Zweites Welthandelsabkommen

WTO verabschiedet Maßnahmen gegen Pandemie, Hunger und Umweltkrise

Containerschiff, an dem außenbords ein rotes Rettungsboot an einem Kran-Arm hängt.

Trotz der geopolitischen Lage ist es den Mitgliedern der Welthandelsorganisation gelungen, sich auf ein neues Abkommen zu einigen. Damit soll der Zugang zu Corona-Impfstoffen und Nahrungsmittelhilfen erleichtert und die Überfischung der Meere eingedämmt werden. 

von Christoph Müller

Kommentar

Eine Erde muss reichen

Die Erde, vom Mond aus gesehen.

Es war die Geburtsstunde der internationalen Umweltpolitik: Vor 50 Jahren begann die erste Weltumweltkonferenz in Stockholm. Erreicht wurde seitdem einiges – in den reichen Ländern. Der Raubbau am Planeten ging weiter und hat nun ein Tempo erreicht, das die Welt nicht noch einmal 50 Jahre durchhält.

ein Kommentar von Joachim Wille

Unicef-Report zu Umweltrisiken

Kinder haben keine sichere Zukunft

Ein Kind schaukelt.

Selbst in den reichen Ländern wachsen Kinder oft nicht in einer gesunden Umwelt auf. Viele dieser Staaten erschweren außerdem das Leben von Kindern in anderen Weltregionen. Das zeigt ein Unicef-Bericht anhand von Daten aus 39 Ländern, auch zu Klimaveränderungen und Ressourcenverbrauch.

von Hanna Mertens

Gastbeitrag

Die Klimakrise lässt sich nur mit einer geeinten Weltordnung bewältigen

Fahnen der UN-Länder vor schönem blauen Himmel

Bisher wurde die Klimakrise vor allem im Rahmen der UN-Klimakonvention diskutiert. Doch wenn die Länder beginnen, ihre Klimaziele umzusetzen, wird eine internationale Architektur der Zusammenarbeit gebraucht: eine Weltklimaordnung – ein globales System kooperativer Strukturen, Regeln und Bündnisse.

ein Gastbeitrag von Carne Ross

Weiterer alarmierender UN-Bericht

Menschheit verliert den Boden unter den Füßen

Bodenversalzung in Spanien.

Als hätte die Erde mit Erwärmung und Artenschwund nicht genug Probleme: Auch 40 Prozent der Böden sind geschädigt, vor allem durch die aktuelle landwirtschaftliche Praxis, stellt der neue Global Land Outlook der UN fest. Ein Drittel der Landfläche des Planeten sollte deshalb wieder instandgesetzt werden.

von Christoph Müller

Expertin für UN-Klimaverhandlungen

Soll man Russland bei der Klimadiplomatie ausschließen?

Zwei leere Stühle vor einer blauen Wand mit dem Logo des Klimagipfels COP 26 in Glasgow, dazu der Slogan auf Englisch: Zusammen für unseren Planeten.

Beim Klimaschutz konnte man bisher sowieso nicht wirklich auf Russland zählen, sagt Susanne Dröge von der Stiftung Wissenschaft und Politik im Gespräch mit Klimareporter°. Das Land aus der internationalen Klimapolitik auszuschließen, wäre dennoch nicht klug.

Interview: Tjade Brinkmann

Frühjahrstagung von IWF und Weltbank

Das Multi-Krisen-Treffen

Flaggen an Fahnenmasten vor einem grauen Himmel

Krieg, Hunger und eine Seuche – und auch noch die Klimakrise. Das ist der Hintergrund des diesjährigen Frühjahrstreffens der Weltbank und des Weltwährungsfonds. In dieser Lage bräuchte es die Bereitschaft zu internationaler Zusammenarbeit. Doch genau daran mangelt es.

von Christoph Müller

UN-Bericht zum heutigen Weltwassertag

Grundwasser marsch

Grundwasserstandsmessung: Ein Messband wird in ein senkrecht aus dem im Boden ragendes Rohr eingelassen.

Die Ressource im Boden ist in vielen Weltregionen stark übernutzt und verschmutzt. Die Grundwasser-Neubildung ist auch in Deutschland rückläufig. In Afrika kann ausreichend viel und sauberes Wasser aber helfen, mehr Nahrungsmittel zu erzeugen und den Klimawandel abzufedern.

von Joachim Wille