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Entfernungspauschale

"Eine Katastrophe für die Städte"

Autostau auf der Münchener Candidstraße in der Morgendämmerung.

Der Verkehrsforscher Helmut Holzapfel fordert den Bund auf, die Erhöhung der Pendlerpauschale zu stoppen. Sie sei eine Umverteilung nach oben und ein Angriff auf die Verkehrswende.

Interview: Joachim Wille

Elektromobilität

Gerüchte um Verbrenner-Aus

Stau am frühen Morgen, von hinten zwischen den Autos aufgenommen.

Die Bild am Sonntag und dann zahlreiche weitere Medien berichteten über einen von der EU-Kommission geplanten "E‑Auto-Zwang" für alle Firmen- und Mietwagen. So ein Vorstoß wäre nicht nur äußerst überraschend, es gibt für ihn auch keine Belege.

von David Zauner

Autoland Deutschland

Mehr Autos, weniger Kilometer

Stau im Berufsverkehr auf einer mehrspurigen Straße in Hamburg.

Erstmals seit Corona steigt die Pkw-Fahrleistung insgesamt wieder leicht an, meldet das Kraftfahrt-Bundesamt. Fachleute verweisen auf stark verbilligte Dienstwagen und den anhaltenden Zwang zum Auto. Die hohe Zeit der Pkw-Nutzung sei vorbei.

von Joachim Wille

Bundeshaushalt

Viel Geld, wenig Verkehrswende

ICE am Gleis

Mit 166 Milliarden Euro soll die deutsche Verkehrsinfrastruktur über die nächsten vier Jahre in Schuss gebracht werden. Trotz Rekordsummen für die Bahn bleibt vieles auf der Strecke.

von David Zauner

Steuerbefreiung und Co

Subventioniert in die Klimakrise

Ein Mann im weißen Hemd bezahlt in einem Autohaus einen großen weißen SUV mit einer Kreditkarte.

Union und SPD planen neue umweltschädliche Subventionen, statt sie abzubauen. Das zeigt eine neue Analyse. Expertinnen warnen, die Verlängerung fossiler Geschäftsmodelle gefährde die Modernisierung der Wirtschaft. 

von Joachim Wille

Social Leasing

Durchbruch für die E‑Mobilität

Ein Kleinwagen Fiat 500 steht auf einem Parkplatz und wird aufgeladen.

Ein Social Leasing für E-Autos nach französischem Vorbild fordert der Verband Transport & Environment Deutschland. Das würde weniger zahlungskräftigen Haushalten und dem Klima helfen, ergibt eine Machbarkeitsstudie.

von Joachim Wille

UBA-Chef

"Grün und Blau tun der Seele gut"

Kinder und Erwachsene erfrischen sich, indem sie sich in den Strahl von Wasserspielen stellen.

Unsere Städte müssen umgebaut werden, sagt der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner. Es geht um kühlende Bäume, Parks und Wasserflächen, aber auch um klimagerechtes Bauen, Wohnen, Heizen und Fortbewegen.

Interview: Joachim Wille

Schwarz-rote Verkehrspolitik

"Ein fataler Vorrang fürs Auto"

Doppelauspuff eines Diesel-Pkw von Nahem.

Der Mobilitätsforscher Helmut Holzapfel sieht im Koalitionsvertrag von Union und SPD einen gewaltigen Rückschritt im Verkehrssektor. Aus Angst vor der AfD würden Fachwissen und Bürgerwünsche ignoriert und die Zukunft der Autoindustrie aufs Spiel gesetzt.

Interview: Joachim Wille

Kritik am Koalitionsvertrag

"Vier verlorene Jahre drohen"

Gießkannen aus Zink stehen auf Steinfußboden.

Der schwarz-rote Koalitionsvertrag bringt für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zu wenig, kritisieren Umweltorganisationen und Sozialverbände. Beim Auto gibt es sogar Rückschritte.

von Verena Kern

Knies Woche

Mehr Auto, mehr Fliegen, mehr Infrastruktur und die Regierung für 1959

Portraitfoto Andreas Knie

Kalenderwoche 15: Dem Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD fehlen Leitbilder, Visionen und Ziele, kritisiert Andreas Knie, Mobilitätsforscher und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Dabei sei zu einer klimagerechten Transformation kein Gegenentwurf denkbar – es sei denn, man liebt es, in der Hölle zu landen.

Das Antiblockiersystem

Mobilität auf die Füße stellen

Kinder spielen auf der Böckhstraße, einer Nebenstraße mit Bäumen und Gründerzeithäusern in Berlin-Kreuzberg.

Wer verkehrsfreundliche Städte schaffen will, sollte den Straßenraum neu aufteilen: Ein Drittel für Parken mit Berechtigung, ein Drittel für gewerbliches Parken und Sharing sowie ein Drittel für Entsiegelung und zivilgesellschaftliche Nutzung.

ein Gastbeitrag von Anke Borcherding

Verkehrspolitik

"Unterm Strich trägt sich das Deutschlandticket selbst"

Gegenlicht-Aufnahme: Ein Linienbus hält an einer Haltestelle, im Hintergrund steht ein achtgeschossiger Plattenbau.

Ein Bündnis aus Gewerkschaften, evangelischer Kirche, Umwelt- und Sozialverbänden fordert eine dauerhafte Fortführung des bundesweiten Monatstickets. Laut Greenpeace spart das Deutschlandticket sogar Geld ein.

von Joachim Wille

Geschwindigkeitsbegrenzung

Bleifuß verhandelt mit

Auf einer schnurgeraden Autobahn fahren aufgrund der Geschwindigkeit nur schemenhaft erkennbare Autos, aufgenommen von oben, etwa von einer Brücke.

Die künftigen Koalitionäre sind uneins beim Tempolimit auf Autobahnen, obwohl es fürs Klima viel bringen würde. Jetzt mischen sich noch einmal die Schatten der FDP in die Debatte.

von Joachim Wille

Mobilitätsumfrage

Spaltet Klimaschutz im Verkehr die Gesellschaft?

Eine kleine städtische Wohnstraße ist beidseitig mit Autos zugeparkt, fahrende Autos kommen kaum durch.

Ein Tempolimit auf Autobahnen oder Null-Emissions-Zonen in Städten polarisieren nach wie vor, aber andere Verkehrsmaßnahmen wie das Deutschlandticket oder Fahrradstraßen finden breite Zustimmung über Bevölkerungsgruppen und Parteipräferenzen hinweg. Das ergab eine repräsentative Befragung in Deutschland.

ein Gastbeitrag von Christian Scherf, Josephine Tröger

Neues Buch über die Gigafabrik

Teslas Grünheide-Glanz bekommt tiefe Kratzer

Luftaufnahme der entstehenden E-Autofabrik in Grünheide im Land Brandenburg.

Vor mehr als fünf Jahren kam Tesla nach Grünheide bei Berlin und sorgte für Aufruhr. Nun hat sich der Widerstand gegen Elon Musks Unternehmen global ausgeweitet. Die goldene Ära des Unternehmens scheint zu Ende zu gehen.

von Pia Hesse

Das Antiblockiersystem

Was Vermieter für die Verkehrswende tun können 

Sechsspurige Magistrale mit Gründerzeithäusern, zur Hälfte saniert, ohne Bäume und anderes Grün, mit eigenen Straßenbahngleisen in der Mitte.

Ein freiwilliger Autofreiheitsrabatt im Mietvertrag kann ein Beitrag für mehr Lebensqualität und verträgliche Mobilität in Städten sein. Voraussetzung ist, dass die nicht mehr benötigten Parkplätze anders genutzt werden dürfen.

ein Gastbeitrag von Tim Lehmann

Automobilität

Carsharing – eine Entscheidung fürs Leben

Ein lächelnder junger Mann mit Einkaufsnetz öffnet die Heckklappe eines orangefarbenen Kleinwagens mit dem Schriftzug des Carsharing-Anbieters Stadtmobil.

Das Autoteilen erfreut sich wachsenden Zuspruchs, zeigt die jetzt veröffentlichte Carsharing-Statistik 2024 der Branche. Das Konzept benötigt jedoch noch mehr Anschub, um sich gegen den Privat-Auto-Überkonsum durchzusetzen.

von Pia Hesse

Knies Woche

Haudrauf-Sheriffs, zerschlagene Bahn und Ausschreibe-Orgien im Nahverkehr

Portraitfoto Andreas Knie

Kalenderwoche 8: Eine pragmatische Verkehrspolitik wünscht sich für die Zeit nach der Wahl Andreas Knie, Mobilitätsforscher und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Dazu gehören Tempo 130 auf Autobahnen, Tempo 30 in Städten und 350 Euro Mindestpreis im Jahr für die private Nutzung öffentlicher Parkflächen.

Bundestagswahl

"Dass wir die Klimaziele für 2030 auf jeden Fall erreichen, sage ich nicht"

An einem Haus hängt ein Schild mit der Aufschrift Bündnis 90/Die Grünen, eine Leuchte ist auf das Schild gerichtet.

Die Grünen hätten gern mehr für klimafreundliche, bezahlbare Wärme sowie für Klimaschutz im Verkehr getan, bilanziert Julia Verlinden, Fraktionsvize im Bundestag. Die gesellschaftliche Debatte laufe aber derzeit anders, auch befördert von Lobbyisten, die ihre Geschäftsmodelle retten wollen.

Interview: Jörg Staude

Öffentlicher Nahverkehr

Das Deutschland-Ticket hat kein Preisschild

Linienbus fährt in Madgeburg an bunt angestrichenen Gründerzeit-Häusern vorbei.

Die deutschen Verkehrsunternehmen verlangen eine langfristige Absicherung der bundesweiten Zeitkarte. Bayern will aus der Finanzierung aussteigen. Die Preiserhöhung führte indes kaum zu Kündigungen.

von Wolfgang Mulke