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klima update° – Folge 258

Streit ums Heizungsgesetz, EU verschiebt entwaldungsfreie Lieferketten, Regen in Teheran

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Das Gebäude­energie­gesetz soll künftig Gebäude­modernisierungs­gesetz heißen. Die EU-Verordnung gegen Entwaldung wird erneut verschoben und zudem aufgeweicht. In Irans Hauptstadt hat es am Mittwoch erstmals seit Monaten geregnet.

von Susanne Schwarz, Jonas Waack

Luftverkehr

Holzschnitzel im Flugzeug-Tank

Geparkte Flugzeuge von Lufthansa und Tuifly am Flughafen Hannover-Langenhagen.

Große Mengen an Abfällen aus der Land- und Forstwirtschaft im globalen Süden sind bisher ungenutzt, sagt der CO2-Kompensationsanbieter Atmosfair. Aus diesen Reststoffen lasse sich klimafreundlicher Flugzeugtreibstoff produzieren.

von Joachim Wille

Klimaanpassung

Der Wald braucht mehr Artenvielfalt, aber die richtige

Baumkronen von Laubbäumen herbstlichen Wald.

Die Forste in Deutschland sind auf fast einem Zehntel der Fläche abgestorben. Sie klimafest zu machen, wird immer wichtiger. Es gibt verschiedene wissenschaftliche Ansätze, aber auch grundlegende Kritik am Waldumbau.

von Joachim Wille

Entwaldungsverordnung

Hätte, hätte, Lieferkette

Abgeholzte Fläche im brasilianischen Tropenwald.

Ob Schokolade, Kaffee oder Rindfleisch: Viele Importprodukte in Europa tragen zur Abholzung von Regenwald bei. Die EU-Verordnung für entwaldungsfreie Lieferketten soll das ändern. Doch nun will die EU-Kommission deren Anwendung erneut verschieben.

von Sandra Kirchner

Hartmut Graßl zum 85. Geburtstag

Koevolution von Grasland und Weidetieren: Gräser brauchen den Biss!

Eine gemischte Rinderherde grast auf einer Wiese neben einigen kleineren Bäumen im Flachland.

Graslandböden speichern weltweit 50 Prozent mehr Kohlenstoff als Waldböden. Das Klimaschutz-Potenzial der Gräser wird aber zunehmend beschränkt, wenn Grünland nicht beweidet, sondern gemäht oder gar in Wald oder Ackerflächen umgewandelt wird.

ein Gastbeitrag von Anita Idel, Hubert Weiger

Graßls Woche

Angepasste Klimaschuldner, Ausfall der Waldsenke und leichte Entwarnung bei Methan

Kalenderwoche 35: Die Länder, die im Klimawandel noch günstige Bedingungen bieten, erreichten dies durch exzessive fossile Nutzung und somit massive Ungerechtigkeiten gegenüber anderen Weltregionen, erklärt Hartmut Graßl, Physiker und Meteorologe und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Ihre globale Klimaschuld diskutieren die angepassten Länder aber kaum.

Gutachten für Umweltministerium

Klima-Beirat empfiehlt eine Milliarde jährlich für Moorschutz

Bundesumweltminister Carsten Schneider und neun Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats für Natürlichen Klimaschutz halten zwei Exemplare des neuen Gutachtens in die Kamera.

Auch die Emissionsminderung durch Wälder und Moore steckt in Deutschland in der Krise. Mögliche Auswege zeigt ein Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Natürlichen Klimaschutz auf. Für eine öffentliche Präsentation hat das zuständige Ministerium keine Zeit.

von Jörg Staude

Wasserspeicher-Initiative

Mit dem Wasser kommt der Klimaschutz dahergeschwommen

Auf einer großen nassen Wiese steckt ein Spaten in der Erde.

In Zeiten klimawandelverstärkter Hitze macht sich eine Initiative zum Wasserspeichern und Abkühlen gut, dachte das Bundesumweltministerium. Die Projekte in Stadt, Land und Wald erzählen aber auch einiges über den heutigen Stellenwert des Klimaschutzes.

von Jörg Staude

Waldpolitik-Papier

Orientierung versprochen – Nebelkerze gezündet

Moderne Holzerntemaschine beim Zerlegen eines Fichtenstamms .

Statt gangbare Klimaschutzpfade in der Landnutzung aufzuzeigen, erschwert der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik mit seiner neuen Stellungnahme zu Wald und Holz eine lösungsorientierte Debatte und zündelt am Grundgerüst der Klimapolitik.

ein Gastbeitrag von Sven Selbert, Leonie Pilgram

Natur-Investitionen

Aus einem Euro für neuen Wald wachsen elf

Drei aufsteigende Münzstapel, auf denen ein Pflänzchen entspringt.

Die Bundesrepublik muss ihre größte Wiederaufforstungsaktion schaffen, um einen klimastabilen Wald zu bekommen. Eine Studie zeigt: Das bringt der Gesellschaft eine hohe Rendite.

von Joachim Wille

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Der Wald stirbt

Aufmacherbild: Volker Quaschning im blauen Hemd, hinter ihm ein Laubwald.

In den 1980ern war saurer Regen das Problem – das war lösbar. Heute killt die Klimakrise unsere Wälder: Hitze, Trockenheit, Schädlinge. Vier von fünf Bäumen sind krank. Liebe Heimatverbundene, Klimaschutz ist auch Heimatschutz.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Graßls Woche

Sicherheit und Klimaschutz, Lulas Duftmarke und 30 Jahre alte Waldspeicher

Kalenderwoche 26: Die Nähe der Unionsparteien zur fossilen Lobby schwächt den Klimaschutz in Deutschland, sagt Hartmut Graßl, Physiker und Meteorologe und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Dämpfend wirkten dabei nur die EU und die von den Grünen erreichte Änderung des Grundgesetzes.

Der gute Wille

Rainer steht im Wald

Abgestorbene hohe Fichten zwischen noch lebenden Bäumen an einem Wanderweg am Berghang.

Die Krise der Wälder spitzt sich zu, doch die Politik verwaltet sie nur noch. Radikale Forderungen von Umweltgruppen muten da wie der Versuch einer Notbremsung an. 

eine Kolumne von Joachim Wille

Importe ohne Entwaldung

Nur grüne EU‑Rhetorik beim Waldschutz?

Ein Sojabohnen-Feld wird maschinell geernet.

Eine weitere Aufweichung der Entwaldungs-Verordnung bedroht die Glaubwürdigkeit der EU beim Schutz der biologischen Vielfalt und des Klimas. Statt die Standards abzusenken, sollte es Hilfen bei der Umsetzung geben.

ein Gastbeitrag von Jean Carlo Rodríguez de Francisco

Natürliche Senken

Hoffnungsblase Wald

Wald mit deutlichen Anzeichen von Trockenstress.

Nicht nur das deutsche Klimaschutzgesetz, auch die großen Klimamodelle überschätzen die CO2-Speicherleistung der Wälder. Das gefährdet die Klimaziele, zeigt eine neue Studie. Vor allem, wenn die neue Datenlage erstmal ignoriert wird.

von David Zauner

Hambacher Forst

Die Scharmützel ums Sündenwäldchen

Lichter Laubwald, zwischen den Bäumen ist ein rotes Transparent gespannt, auf dem in weißer Schrift steht: Wald statt Kohle.

Zwar wurde der Hambacher Wald gerettet – um ihn herum will der RWE‑Konzern aber weiter roden und grüne Landschaft abbaggern. Aktivistinnen und Umweltschützer wehren sich. Es geht auch um die Einhaltung grundlegender demokratischer Spielregeln.

von Barbara Schnell

Emissionsbilanz

Der große CO₂-Exodus aus dem deutschen Wald

Hinter einem Dorf steht ein Fichtenwald auf einem Bergrücken, ein Drittel der Bäume ist abgestorben.

Seit Jahren wird die deutsche CO2-Bilanz schöngerechnet, indem die Emissionen aus Wäldern, Mooren und Agrarflächen weitgehend ausgeklammert werden. Nach der jüngsten Waldinventur fordern Wissenschaftler jetzt grundlegende Korrekturen bei der Bilanzierung im Klimaschutzgesetz.

von Jörg Staude

Podcast "Gipfelgespräch"

"Ohne CO₂-Minderung hilft auch kein natürlicher Klimaschutz"

Friedrich Bohn, Jörg Staude und Christian Mihatsch an einem Stehtisch im Gespräch.

Ohne schnelle Minderung der Treibhausgas-Emissionen können auch die sogenannten naturbasierten Lösungen das Klima nicht retten, sagt Ökosystemwissenschaftler Friedrich Bohn im "Gipfelgespräch"-Podcast von Klimareporter°.

von Christian Mihatsch, Jörg Staude

Waldumbau

Wer rettet den Wald?

Rotbuchen-Wald aus wenigen älteren und vielen jüngeren Bäumen.

Sieben Umweltverbände fordern einen Wald-Rettungsplan und kritisieren die Übernutzung der Wälder. Der Waldbesitzerverband reagiert umgehend.

von David Zauner

Bundeswaldinventur

"Der Wald kann nichts dafür"

Wald mit deutlichen Anzeichen von Trockenstress

Dürren und Borkenkäfer-Massenvermehrung schaden gerade den mittelalten Fichtenwäldern, den Motoren der CO2-Bindung, sagt Waldökologe Andreas Bolte vom Thünen-Institut. Aber jede Krise biete auch eine Chance, in dem Fall zum schnelleren Waldumbau.

Interview: David Zauner