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Energiedialog der Erneuerbaren-Branche

Habeck vorerst mit wenig Kühnheit

Robert Habeck steht an einem Pult und spricht, die Umgebung ist in pink und gelb gehalten.

Eher enttäuschend geriet der Auftritt von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck auf dem ersten Energiedialog des Erneuerbaren-Verbandes BEE. Streit mit der Branche zeichnet sich beim klimaneutralen Stromsystem und bei der Wasserstoff-Strategie ab.

von Jörg Staude

Industrien könnten zu billigem H₂ abwandern

Droht Deutschland die Deindustrialisierung?

Flaches Schiff mit drei großen weißen Tanks für verflüssigten Wassertoff.

Der Transport von Wasserstoff per Schiff ist teuer. Industrieregionen, die darauf angewiesen sind, könnten daher ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Das Abwandern energieintensiver Unternehmen aus Europa kann aber verhindert werden, wenn dort genügend Wasserstoff produziert wird.

von Christian Mihatsch

klima update° – Folge 110

Die Grünen und Lützerath, deutsche CCS-Pläne, Ausblick 2023

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Der rheinische Ort Lützerath soll für Kohle abgebaggert werden – grüne Wirtschaftsminister:innen haben das mit RWE vereinbart. Deutschland will "blauen" Wasserstoff aus Norwegen kaufen, das bedeutet CO2-Speicherung in großem Stil. Das neue Jahr verspricht einige Klima-Highlights.

von Susanne Schwarz, Sandra Kirchner

Dekarbonisierung der Industrie

Beim Wasserstoff abgehängt

Siemens-Mitarbeiter an der Wasserstoff-Elektrolyseanlage.

Der Wasserstoffrat berät die Bundesregierung in Sachen Wasserstoff. Er fordert: Deutschland soll sich an den USA ein Beispiel nehmen. Mit ihrem Klimagesetz seien die Amerikaner dabei, die europäischen Unternehmen bei der industriellen Energiewende abzuhängen.

von Joachim Wille

Dritter Desertec-Start

Neues Hoffen auf billigen Wüsten-Wasserstoff

Mohammed-bin-Raschid-Al-Maktum-Solarpark in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Billiger Ökostrom aus sonnen- und windreichen Wüstengegenden – dafür nimmt das Projekt "Desertec 3.0" jetzt einen neuen Ablauf. "Grüner" Wasserstoff soll die Energieprobleme Europas lösen helfen. Bisher fehlen aber Pipelines, Geld und eine politische Strategie.

von Björn Hartmann

Klimatrend "H₂-ready"

Wasserstoff-Turbine noch ohne Wasserstoff

Fertige Gasturbine im Siemens-Energy-Werk Finspang in Schweden.

Siemens Energy will ab 2025 Gasturbinen anbieten, die sich zu hundert Prozent mit klimafreundlichem grünem Wasserstoff betreiben lassen. Technisch scheint das kein großes Problem zu sein – bis auf den fehlenden grünen Brennstoff.

von Jörg Staude

Serie: Klimapolitik in Russland – Teil 10

Das flüchtige Sein des Wasserstoffs

Großer Messestand mit einem Bus und mehreren Kleinbussen, auf dem Bus steht groß: H2.

Russland hatte große Hoffnungen in die Produktion und den Export von Wasserstoff gesetzt. Durch den Krieg und die Sanktionen haben sich die Pläne wohl auf absehbare Zeit zerschlagen. Die russische Wasserstoffstrategie muss stark überarbeitet werden.

ein Gastbeitrag von Juri Melnikow

Zentrale und dezentrale H₂-Pfade

"Wir brauchen mehr Speed beim Wasserstoff"

Wasserstoff-Pipeline mit Ventil und Dehnungsbogen auf der grünen Wiese, im Hintergrund einige Windräder.

Um die H2-Infrastruktur schneller aufzubauen, schlägt die Deutsche Energieagentur vor, die Investitionsrisiken unter Wasserstoffnetz-Eigentümern, Staat und künftigen Nutzern aufzuteilen. Im Klimareporter°-Interview hält Dena-Chef Andreas Kuhlmann auch den zeitweisen Einsatz von CO2-armem Wasserstoff für klimapolitisch sinnvoll.

Interview: Jörg Staude

Gesetzentwurf zur Gas-Kennzeichung

Fossile und erneuerbare Gase unter einem Herkunfts‑Label

Industrieanlage zur Herstellung von Wasserstoff aus Erdgas mit CO2-Abscheidung.

Ein System von Herkunftsnachweisen, wie es schon beim Ökostrom die "grüne" Herkunft garantieren soll, ist nun auch für Gase, Wasserstoff und erneuerbar erzeugte Wärme und Kälte geplant. Der Gesetzentwurf des Wirtschaftsministeriums, der Klimareporter° vorliegt, enthält viele Unklarheiten und Widersprüche.

von Jörg Staude

Expertengruppe legt Positionspapier vor

Wohlhabende sollen sich stärker an Energiewende beteiligen

Die drei Blöcke des Erdgaskraftwerks Irsching bei Ingolstadt mit schmalen, rot-weiß bemalten Schornsteinen, durch die Leitungen der daneben stehenden Umspannstation betrachtet.

Energieexperten sehen Deutschland auch zukünftig als Energie-Importland – dann aber für grünen Wasserstoff. Bis dahin sei Erdgas jedoch unverzichtbar. Für die Energiewende müssten jetzt die Schuldenbremse und das Steuersystem zukunftsfähig gemacht werden.

von Joachim Wille

Gasspeicher-Studie

Erdgasspeicher vertragen Wasserstoff nicht immer

Luftbild: Baustelle von der Größe eines Fußballfeldes auf flachem Land direkt an der Ems.

Eine Untersuchung der Gasbranche legt nahe, dass nicht alle Erdgasspeicher auf Wasserstoff umgerüstet werden können und neue Speicher gebaut werden müssen.

von Hanno Böck

Dekarbonisierung energieintensiver Branchen

Wie die Glasindustrie vom Erdgas abhängt 

Glasproduktion

Die Glasindustrie nutzt bisher überwiegend fossile Energien. Noch heute gehen rein fossil betriebene Glasschmelzwannen in Betrieb. Strom und Wasserstoff könnten Alternativen sein, doch nun ist erneut ein wichtiges Modellprojekt gescheitert.

von Hanno Böck

Willenbachers Woche

Grüne Geldstandards, kostbarer Wasserstoff und der Populismus der FDP

Matthias Willenbacher spricht mit ernstem Blick und ruhiger Handgeste vor warm beleuchtetem, unscharfem Hintergrund

Kalenderwoche 22: Die aktuellen Greenwashing-Vorwürfe gegen die Deutsche Bank sind für Matthias Willenbacher keine Überraschung. Der Geschäftsführer der nachhaltigen Investing-Plattform Wiwin und Mitglied im Klimareporter°-Herausgeberrat sagt: Verhindern lässt sich Etikettenschwindel bei grünen Geldanlagen nur mit strengen Vorgaben und unabhängigen Kontrollen.

Analyse von Energy Brainpool

"Ampel darf Kohleausstieg nicht verschleppen"

Tanks mit der Aufschrift O2 und H2 für Sauerstoff und Wasserstoff, verbunden mit einigen Leitungen.

Eine neue Studie zeigt, wie russisches Erdgas weggespart werden kann, ohne eine Kohle-Renaissance in Deutschland zu riskieren. Dazu wäre doppelt so viel grüner Wasserstoff nötig wie geplant – und entsprechend mehr Ökostrom.

von Joachim Wille

Gastbeitrag

Wasserstoff ist kein Heilsbringer

Blick auf das Rohrgewirr einer Gas-Verdichterstation

Der von der EU jetzt forcierte Markthochlauf von Wasserstoff ist kein Selbstzweck und darf nicht zum Feigenblatt der Gasindustrie verkommen. Wird der noch junge Wasserstoffmarkt nicht sorgfältig reguliert, stehen am Ende höhere Klimagasemissionen und nicht niedrigere.

ein Gastbeitrag von Ricarda Dubbert, Julian Schwartzkopff

Quaschnings Videokolumne

Kann uns Wasserstoff aus den Krisen retten?

Quaschning live Nummer eins: Kann uns Wasserstoff aus den Krisen retten?

Wird das Wasserstoffauto das Batterie-Elektroauto verdrängen? Kann grüner Wasserstoff die Erdgasheizung klimaneutral machen? Können Wasserstoffimporte den Windkraftausbau in Deutschland ersetzen? Quaschning live, Folge 3.

eine Kolumne von Volker Quaschning, Cornelia Quaschning

Bündnis fordert nachhaltigen Energieimport

Grüner Wasserstoff als Knebelenergie

Grünlich gefärbte Wasserstoffmoleküle bewegen sich im Raum.

Ein Verbändebündnis legt Forderungen zu grünem Wasserstoff in künftigen Exportländern vor. Die G7‑Staaten sollen eine "Taskforce" für nachhaltigen Handel mit dem Energieträger einrichten.

von Jörg Staude

Elektrische Cracker und grüne Olefine

Die fossilfreie Chemiefabrik

Mit einer Fläche von 13 Fußballfeldern ist der Steamcracker 2 die größte Anlage bei BASF in Ludwigshafen. Seit 1980 spaltet er bei rund 850 Grad Rohbenzin auf. Es entstehen Ethylen und Propylen, Grundstoffe für die Herstellung vieler chemischer Produkte.

Plastik und viele andere Produkte basieren auf Erdöl. Alternative Technologien existieren erst in Ansätzen und brauchen alle gigantische Mengen Strom. Die Chemieindustrie plant die Dekarbonisierung mit überholten und unrealistischen Annahmen.

von Hanno Böck

Serie: Erneuerbar mit System

Strom aus Wasserstoff statt aus Erdgas?

Weiße Wasserstoffleitungen mit der Aufschrift "H₂".

Lange galt Erdgas als gute Ergänzung für Solar- und Windkraft. Um schnell energieunabhängig und klimaneutral zu werden, soll nun in Gaskraftwerken künftig Wasserstoff verbrannt werden. So einfach geht das aber nicht. Wie ein Energiesystem ohne die Fossilen aussehen kann – Teil 3.

von Jörg Staude

Dampflok-Treibstoff der Zukunft

Kein Kohleausstieg auf der Schmalspur

Eine kleine Dampflok fährt aus Schornstein und Blasrohr dampfend durch den Winterwald.

Die Harzer Schmalspurbahnen wollen künftig mit umweltfreundlichem Antrieb fahren. Doch was kommt dann in die Feuerbüchse? Eine Forschungsgruppe nahm Alternativen von Biodiesel bis Wasserstoff unter die Lupe.

von Uwe Kraus (Halberstadt)