Hummels Woche

Energie-Gesetze in Schieflage, Erneuerbare im Quintett und Atomstrom auf dem Trockenen

Porträtaufnahme von Oliver Hummel.

Kalenderwoche 32: Auch das entschärfte "Netzpaket" lässt weiter die Anlagenbetreiber die Netzprobleme ausbaden und schont weitgehend die Netzbetreiber als Verursacher, kritisiert Oliver Hummel, Vorstand beim Ökoenergieversorger Naturstrom und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Konventionelle Kraftwerke sind für ihn anfälliger gegenüber dem Klimawandel als erneuerbare Energien mit Ausnahme der Wasserkraft.

CDU-Klimapolitiker

"Es droht eine Kostenfalle für Haushalte"

Ein Klempner arbeitet an einem Heizkessel und installiert Verbindungsrohre für eine Heizungsanlage.

Der Vorsitzende der Klima-Union, Thomas Heilmann, begrüßt Nachbesserungen am Heizungsgesetz, sieht aber weiter rechtliche Risiken. Er bezweifelt, dass Atomkraft eine schnelle Lösung fürs Klima sein kann. Teil 1 des Interviews.

Interview: Joachim Wille

UBA-Analyse

Randfigur Atomkraft

Auf einem abgemähten Getreidefeld liegen runde Strohballen, im Hintergrund stehen vier große, graue Kraftwerks-Kühltürme.

Eine neue Studie für das Umweltbundesamt sieht keine weltweite Renaissance der Kernenergie. Wind- und Solarenergie seien schneller, günstiger und besser geeignet, um die Erderwärmung zu bremsen.

von Joachim Wille

40 Jahre Umweltministerium

Merkel warnt vor Rolle rückwärts

Sieben der neun Umweltministerinnen und Umweltminister seit 1994 stehen auf der Bühne hinter eibnem Transparent mit der Aufschrift: Natur verbunden – 40 Jahre Umweltministerium.

Beim 40-jährigen Jubiläum des Bundes­umwelt­ministeriums mahnt die Ex-Kanzlerin, den Klimaschutz trotz Krisen nicht zu verdrängen. Auch den Atomausstieg verteidigt sie.

von Joachim Wille

40 Jahre Tschernobyl

Das unfriedliche Atom

Eine hoch aufragende Engelsfigur aus stählernen Stangen, die eine ebensolche Trompete bläst, vor einem Unwetter-Himmel.

Der Super-GAU am 26. April 1986 war der Anfang vom Ende des Traums, es könne unbegrenzt saubere Energie durch "friedliche Kernkraftnutzung" geben. Fragt sich, warum einige immer noch weiterträumen.

ein Kommentar von Joachim Wille

40 Jahre Tschernobyl

Irre Wochen im Mai

Tagesschau-Screenshot vom 29. April 1986 mit einer Europakarte und der Schlagzeile: Nuklearbrand nicht unter Kontrolle.

Die Tschernobyl-Katastrophe wühlte 1986 die deutsche Öffentlichkeit auf – und führte letzten Endes zum Atomausstieg und zur Energiewende. Der Weg dorthin war aber alles andere als geradlinig.

von Joachim Wille

klima update° – Folge 275

40 Jahre Super-GAU in Tschornobyl, Petersberger Klimadialog, Strommix wird klimafreundlicher

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

40 Jahre nach "Tschernobyl" ist Atomkraft für manche eine Klima-Lösung. Beim Petersberger Klimadialog hat Friedrich Merz ein wenig dazugelernt. 2025 sind die globalen Emissionen im Stromsektor leicht gesunken. 

von Jonas Waack, Susanne Schwarz

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Kleine modulare Kernreaktoren

Volker Quaschning im korallroten Hoodie, in der Hand ein Mini-Atomkraftwerk, hinter ihm ein Radioaktiv-Zeichen.

Früher wurden Atomkraftwerke größer gebaut, um Kosten zu sparen – heute soll das Gegenteil stimmen. Auch mit Mini-Reaktoren bleibt Kernenergie sehr viel teurer als Sonne und Wind, hochriskant und keine sinnvolle Ergänzung im neuen Stromsystem. Investoren winken in Deutschland ab, und die Politik will sicher keinen Neubau durchprügeln.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Atomkraft 2.0

Mini-AKW umarmen

Luftaufnahme des Hofgartens in München, einer annähernd quadratischen Renaissance-Parkanlage. Im Vordergrund die Staatskanzlei.

Markus Söder ist ein glühender Fan der Atomkraft. Warum nur? Nicht mal mehr Friedrich Merz will da noch mitgehen. 

ein Kommentar von Joachim Wille

EU-Energiepolitik

Atomträume aus Brüssel

Porträtaufnahme von Ursula von der Leyen.

Die Atomvision der EU-Kommission ist weit von der Realität abgehoben. Ursula von der Leyen sollte sich nicht von Emmanuel Macron für die finanziell hochriskanten französischen Pläne einspannen lassen. 

ein Kommentar von Joachim Wille

Situation der Atomkraft

"Fukushima war kein Super-GAU"

Sanae Takaichi und einige andere Personen schauen von einer erhöhten, etwas entfernten Stelle auf Anlagen des Atomkraftwerks Fukushima.

Bei der Katastrophe vor 15 Jahren hatte Japan noch großes Glück, sagt Mycle Schneider. Der Nuklearexperte über die Situation der Atomkraft heute und die Gründe für die gefühlte AKW-Renaissance.

Interview: Joachim Wille

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Atomirrsinn in Frankreich

Paris mit dem Eiffelturm aus einiger Höhe aufgenommen, in das Foto wurden fünf stilisierte Atomkraftwerke hineingesetzt.

Einige sehen Frankreich als Vorbild einer guten Energieversorgung mit viel Atomstrom. Dabei sind die meisten Reaktoren alt, und Ersatz kommt spät oder gar nicht. Weniger Sicherheit bei steigenden Kosten – kein guter Plan.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Der gute Wille

Kernfusion und Konfusion

Fünf große, graue horizontale Gastanks stehen nebeneinander auf einer Wiese.

Die Supertechnik kommt bald, heißt es seit Jahrzehnten. Kommt sie nun wirklich? Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung erkennt im jüngsten Hype nicht viel Substanz.

eine Kolumne von Joachim Wille

Müllers Woche

Grün als CDU-Spalter, KI als Atombooster und Klimaschutz als Systemsprenger

Porträtaufnahme von Michael Müller.

Kalenderwoche 8: In der CDU gibt es ein machtpolitisches Ringen um ein künftiges Bündnis mit den Grünen, sagt Michael Müller, SPD-Vordenker und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Ihm fehlt eine Strategie für die europäische Selbstbehauptung, die innovativ, sozial, ökologisch und friedenspolitisch ist.

Mehrjahresplan für Energie

Atomkraft mit "Klumpenrisiko historischen Ausmaßes"

Die vier dampfenden Kühltürme des AKW Cattenom, vom beschaulichen Dorf aus gesehen.

Frankreich hat seine Energieplanung bis 2035 vorgelegt. Das Land setzt weiter auf Kernkraft und will die Laufzeiten seiner Reaktoren auf bis zu 60 Jahre verlängern. Erneuerbare Energien sollen weniger ausgebaut werden als zuvor geplant.

von Joachim Wille

Globale Atomkraft-Bilanz

Renaissance mit wenig Strahlkraft

Nachtaufnahme der vier Kühltürme des französischen Atomkraftwerks Cattenom

Die Zahl der Atomreaktoren ist laut einem neuen Report weltweit gesunken, während ihre Stromproduktion gleich bleibt. Taiwan hat den Atomausstieg vollzogen.

von Joachim Wille

Reaktorpleite

Vom Hoffnungsträger zur Milliardenlast

Kraftwerks-Baustelle mit einigen quaderförmigen Gebäuden verschiedener Höhe sowie eher im Hintergrund einem großen Kühlturm, neben dem ein Kran und ein Strommast stehen. Alle Bauten sind äußerlich fertig.

Der Rückbau des Hochtemperatur-Reaktors im nordrhein-westfälischen Hamm dürfte die Steuerzahler viel Geld kosten. Die Betreibergesellschaft HKG hat Insolvenz angemeldet, nachdem sie Bund und Land nicht gerichtlich zur Kostenübernahme verpflichten konnte.

von Joachim Wille

Kemferts Woche

Koalition im Fusions-Traum, Stadtwerke in der Gasfalle und Klimaschutz als Wohlstandsprogramm

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 40: Klimaschutz darf nicht zum Luxusgut werden, wer wenig verdient, braucht gezielte Unterstützung, sagt Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Nur eine sozial gerechte Energiewende werde weiterhin breite Zustimmung erhalten.

Stand der Atomkraft weltweit

Atomkraft zwischen Rekord und Rückzug

Nächtlich erleuchtetes AKW Doel mit den zwei Kühltürmen.

Ein neuer Report erwartet den Abbau der globalen AKW-Kapazitäten in den nächsten Jahren. Neue Reaktoren werden fast nur noch von Kernwaffen-Staaten errichtet. 

von Joachim Wille

klima update° – Folge 245

Streit um Verbrenner-Aus, Phytoplankton in Gefahr, Klimasiegel für Gas und Atom ist rechtens

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Die Union rüttelt am "Verbrennerverbot". Hohe Temperaturen schaden einer sehr wichtigen Plankton-Alge – mit weitreichenden Folgen für die Nahrungskette im Meer. Das EU-Gericht weist Österreichs Klage gegen die Einstufung von Atomkraft und Erdgas als nachhaltig ab.

von Verena Kern, Jonas Waack