Kalenderwoche 23: Es ist höchste Zeit, dass Union und Wirtschaftsministerium die Blockade der Erneuerbaren aufgeben und in den Dialog einsteigen, sagt Carolin Dähling von der Energiegenossenschaft Green Planet Energy, Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Fürs Energy Sharing verlangt sie einfache, schnell umsetzbare Prozesse auf Basis vorhandener Standards.

Künftiges Energiesystem

Der fossile Energiekonzern Uniper sieht wind- und sonnenarme Phasen als Dauerproblem des Stromsystems. Energiewendeforscher warnen vor einer interessengeleiteten Debatte, die Speicher und flexible Verbraucher zugunsten neuer Gaskraftwerke ausbremsen könnte.

von Joachim Wille

Energy Sharing heißt auch, dass Kommunen ihre im Stadtgebiet verteilten Liegenschaften mit selbst erzeugter erneuerbarer Energie versorgen können, betonen Lydia Takit und Harald Uphoff vom Bündnis Bürgerenergie. Sie plädieren für mehr Erneuerbare, mehr Bürgerenergie, niedrigere Strom- und Wärmepreise sowie weniger Abhängigkeit von fossilen Importen.

Interview: Jörg Staude

Kürzungen im Klimafonds

Die Bundesregierung sucht nach Sparmöglichkeiten im Haushalt, auch im Klimafonds. Dort geraten Förderprogramme wie der Stromspar-Check für Privathaushalte mit niedrigen Einkommen in den Fokus. Die Einsparungen wären gering, der Schaden nicht.

von Hannes Koch

Advertorials

Viele Solaranlagen produzieren mehr Strom, als direkt genutzt werden kann. Moderne Speicherlösungen wie die neue Anker Solix Solarbank Max AC helfen dabei, diesen Überschuss effizient zu speichern und später zu nutzen. 

Der bezuschusste regionale Stromtarif von Naturstrom ist eine attraktive, niedrigschwellige Möglichkeit der Teilhabe für Anwohner:innen in der Nachbarschaft von Öko-Energieanlagen.

Am 7. Juni 2026 verwandelt sich das Herz Berlins wieder in eine bunte ökologische Flaniermeile. Auf der Straße des 17. Juni am Brandenburger Tor findet das Umweltfestival statt. Projektleiterin Susanne Dittmar über Hintergründe und Highlights.

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Das Bundesland an der Ostsee leistet seit zehn Jahren wichtige Vorarbeit dafür, dass Bürger und Gemeinden an den Stromerlösen von Wind- und Solarparks beteiligt werden. Nun hat es wieder ein Beteiligungsgesetz beschlossen, das bundesweit einmalig ist.

von Stefan Schroeter

In Deutschland liefert Windenergie mehr Strom als jede andere Quelle. Die Erneuerbaren decken 60 Prozent unseres Bedarfs, sauber und unabhängig. Doch während Bayern 2025 nur 18 Windkraftanlagen neu errichtet hat, waren es in NRW 262. Herr Söder, das können Sie doch besser. 

eine Kolumne von Volker Quaschning

Dossiers

Klimapolitisches Rollback

Serie: Chinas Klima- und Umweltpolitik

Serie: Grüne Geldanlage

Aus Millionen Datensätzen entwickelten Experten des Erneuerbaren-Verbandes BEE und des Fraunhofer-Instituts IEE einen simulationsfähigen Energiewenderechner. Mit diesem verbindet sich die Hoffnung, in Landkreisen und Städten den Ausbau und den Einsatz von Ökoenergien zu optimieren und mehr Akzeptanz zu erreichen.

von Jörg Staude

Deutschland subventioniert Erdöl und überweist dieses Jahr 100 Milliarden Euro an Förderländer wie Katar oder die USA, um die Öl- und Gasimporte zu bezahlen. Wäre es nicht besser, das Geld in die heimische Energiewende zu investieren, um unabhängig zu werden?

eine Kolumne von Volker Quaschning

Kalenderwoche 19: Wer Klimaneutralität für 2045 ins Gesetz schreibt, kann nicht den Heizungskeller zur fossilen Komfortzone erklären, sagt Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Negative Strompreise sind für sie kein Beleg für "zu viel Erneuerbare", sondern für zu wenig Flexibilität.

Empfehlungen der Redaktion

Die Zerstörung der Heimat oder einer liebgewonnenen Landschaft kann ein Gefühl zwischen Heimweh und Nostalgie wecken, das schwer in Worte zu fassen ist. "Solastalgie" gibt ihm den längst überfälligen Namen. Psycholog:innen raten zu einem aktiven Umgang damit.

von Hanna Mertens

Wer als Geschäft nicht genug Parkplätze anbieten kann, verliert Umsatz – seit vielen Jahren hält sich dieser Mythos hartnäckig, auch in Stadtplanung und Verkehrspolitik. Dabei haben sich die Verhältnisse umgekehrt: Heute gewinnen Läden dort mehr Kundschaft, wo weniger Autos fahren.

ein Gastbeitrag von Andreas Knie, Michael Hoffmann

Verkehrsforscherin kritisiert Klimastudien

Männer geben ihr Geld eher für klimaschädliche Dinge aus als Frauen, sagen Studien. Für Mobilitätsforscherin Meike Spitzner liegt der Kern des Problems aber tiefer: in Strukturen, die einen großen Teil des Lebens und Wirtschaftens unsichtbar machen.

von Sandra Kirchner

Der Iran-Krieg lässt wichtige Länder in Asien plötzlich umdenken. Der neue Trend geht weg von Öl und Gas, hin zu Erneuerbaren und E‑Autos. Die Strom-Infrastruktur hat allerdings viele Mängel.

von Joachim Wille

Wind- und Solarparks mit Batteriespeichern liefern den Strom an vielen Orten der Welt bereits günstiger als fossile Kraftwerke, zeigt eine neue Untersuchung. Das dürfte auch die Debatte um neue Gaskraftwerke in Deutschland beeinflussen.

von Joachim Wille