Der im Bundeskabinett beschlossene Entwurf fürs neue "Heizungsgesetz" geht deutlich über die mit der SPD verhandelten Positionen im Koalitionsvertrag und im Eckpunktepapier hinaus. Dazu gehört die Streichung des Verbots, Heizungen auch 2045 und danach fossil zu befeuern.
Gasheizungen sollen weiter eingebaut werden dürfen, eine "Bio-Treppe" soll ab 2029 einen Teil des Erdgases ersetzen. Das wird für alle Beteiligten extrem teuer – aber erst nach der nächsten Bundestagswahl.
Der Kompromiss zum "Heizungsgesetz" dient dem Schutz von Wohnungsmietern und wirkt im Sinne des Klimaschutzes abschreckend. Nicht-vermietenden Wohnungseigentümern bleibt die Freiheit zur Selbstschädigung. Dass aber der Mietmarkt für Gewerbeimmobilien anders als vereinbart ausgelassen wird, ist skandalös.
Der bezuschusste regionale Stromtarif von Naturstrom ist eine attraktive, niedrigschwellige Möglichkeit der Teilhabe für Anwohner:innen in der Nachbarschaft von Öko-Energieanlagen.
Gerade bei steigenden Strompreisen stellt sich für viele Solarhaushalte die Frage, ob ein leistungsfähigeres Speichersystem langfristig die bessere Investition ist. Bei der Anker Solix Solarbank 4 Pro kann das System mit steigenden Anforderungen wachsen.
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Bestimmte Verbrauchskosten neuer Gasheizungen werden künftig zwischen Vermietern und Mietern geteilt. Mit diesem Kompromiss will die Koalition die Mietenden vor hohen Gaspreisen schützen.
Trotz vieler Vorteile wird das Potenzial von Wärmegenossenschaften noch nicht ausgeschöpft. Die oft ehrenamtlichen Projekte stoßen schnell an Grenzen. Planung, Finanzierung und Betrieb der genossenschaftlichen Wärmewende erfordern professionelle Strukturen und verlässliche Rahmenbedingungen.
ein Gastbeitrag von Katharina Habersbrunner,Pascal Lang
Allein in den Gebäuden stecken in Deutschland rund 20 Milliarden Tonnen an Materialien – das ist unser Rohstofflager der Zukunft, meint der Umweltrat SRU und verlangt in seinem neuen Gutachten den Übergang zum zirkulären Bauen. Das würde ökologischer sein und das Land resilienter machen.
Die Umweltstiftung WWF fordert von der schwarz-roten Koalition Änderungen am geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz. Es müsse konsequent auf Wirtschaftlichkeit, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit ausgerichtet werden.
Sollen Vermieter künftig hohe Kosten für Heizgas mittragen, die bisher die Mieter allein bezahlen? Diese Frage verhindert die Einigung der Koalition beim neuen Heizungsgesetz. Außerdem steht die Klimaneutralität 2045 infrage.
Die Zerstörung der Heimat oder einer liebgewonnenen Landschaft kann ein Gefühl zwischen Heimweh und Nostalgie wecken, das schwer in Worte zu fassen ist. "Solastalgie" gibt ihm den längst überfälligen Namen. Psycholog:innen raten zu einem aktiven Umgang damit.
Immer mehr Menschen verlassen in den USA ihr Zuhause wegen steigender Überschwemmungsgefahr, zeigt eine neue Untersuchung. Selbst Städte wie Miami und Washington sind davon betroffen.
Unter Klimaschutz wird heute meist das Einsparen einer bestimmten Menge CO2-Äquivalent verstanden. Das ist eine simplifizierende Sichtweise, die zu einem bedenklichen Ablasshandel führt. Notwendige Änderungen am ökonomischen System werden so verschleppt.
ein Gastbeitrag von Camila Moreno, Lili Fuhr,Daniel Speich
Die Warnung vor dem "Teuer-Heizen-Gesetz" ist derzeit ein beliebter Frame in Verbänden und der grünen Politik. Der gewollte Ausstieg aus der Erdgasnutzung ist aber nicht vordergründig eine Frage des Preises. Entscheidend fürs Klima ist der Stopp fossiler CO2-Emissionen.
Rund 80 Prozent der Deutschen wollen, dass die Bundesrepublik weniger abhängig von fossilen Importen wird. Neue Umfrageergebnisse zeigen beim Heizungstausch nicht so viel Polarisierung, wie Debatten in Politik und Medien vermuten ließen.