Anzeige

Erneuerbares Stromsystem

Alle Macht beim Strom den Netzbetreibern

Ein Windpark, eine Solar-Freiflächenanlage und Stromleitungen auf einem Feld.

Der Entwurf eines "Netzpakets" aus dem Wirtschaftsministerium gibt vor, die Antragsflut bei Netzanschlüssen bewältigen zu wollen. In Wirklichkeit sollen Netzbetreiber über den Erneuerbaren-Ausbau bestimmen und ihre Kosten überwälzen können. 

von Jörg Staude

Expertenrat für Klimafragen

Die sieben Rechtspflichten für den Klimaschutz

Einige Windräder in Landschaft mit Wäldern und Feldern, im Hintergrund ein großes Kohlekraftwerk mit neun dampfenden Kühltürmen.

Rechtliche Pflichten aus dem Klimaschutzgesetz und dem Kohle-Ausstiegsgesetz werden von den Bundesregierungen teilweise seit Jahren nicht erfüllt. Sieben dieser Vorgaben listet der Klima-Expertenrat jetzt erneut in einer Stellungnahme auf, fünf davon sind nach wie vor überfällig.

von Jörg Staude

FVEE-Jahrestagung

Wirtschaftsministerium provoziert bei Erneuerbaren-Forschern

Stephanie von Ahlefeldt sitzt in ihrem Dienstzimmer am Tisch und spricht in die Kamera.

Die Energiepolitik der Vorgänger-Regierung soll dem Vergessen anheimfallen, forderte die Vertreterin des Wirtschaftsministeriums auf der Jahrestagung des Forschungsverbunds Erneuerbare Energien. Ein Weiter‑so beim Ausbau von Wind und Sonne soll es nicht geben.

von Jörg Staude

Stromerzeugung

Kommt Habecks Kraftwerksgesetz noch zu Ehren?

Gesamtansicht eines modernen Gaskraftwerks mit einem Schornstein.

Jahre dauert es, ein neues Kraftwerk zu bauen, und noch mehr Jahre, wenn dafür ein neues Gesetz nötig ist. So lange können wir nicht warten, sagt die Energiebranche und schlägt vor, auf das Kraftwerkssicherheitsgesetz aus dem Hause Habeck zurückzugreifen.

von Jörg Staude

Bundesregierung

Die neuen Klima-Minister von Friedrich Merz

Friedrich Merz in Großaufnahme bei einer Veranstaltung, sein Gesichtsausdruck bewegt sich zwischen aufmerksam, nachdenklich und zweifelnd-distanziert.

Eine Energiemanagerin, ein zurückhaltender Verkehrspolitiker und ein Metzgermeister besetzen in der kommenden Legislatur klimapolitisch entscheidende Ministerien. Vor allem eine Personalie sorgt für kontroverse öffentliche Reaktionen.

von David Zauner

Kraftwerkssicherheitsgesetz

Habeck und die stockende Energiewende

Ein modernes Gaskraftwerk mit einem Schornstein, schräg vom Werkstor aus gesehen, auf einem Schild steht der Name des Eigentümers Leag.

Das Aus für das Kraftwerkssicherheitsgesetz heizt die Debatte um die Energiewende an. Auch wenn diese von einer Katastrophe weit entfernt ist, rumort es unter der Oberfläche ordentlich. Schuld daran trägt auch der Wirtschaftsminister.

von Jörg Staude

Erneuerbare Energien

Brandbrief der Banken wegen EEG‑Reform

Panorama Frankfurt

Der ohnehin schwächelnde Ausbau der erneuerbaren Energien droht ab 2027 mit einem Systembruch bei der EEG-Vergütung vollends zum Stillstand zu kommen, warnen Banken und Kreditinstitute jetzt in einem Klimareporter° vorliegenden Schreiben an Wirtschaftsminister Habeck.

von Jörg Staude

Subventionen und Klima

Finanzpolitik der Ampel heizt das Klima an

Schwerer schwarzer BMW, von schräg vorn unten aufgenommen.

Eine bisher zurückgehaltene Studie für das Bundeswirtschaftsministerium beziffert erstmals die konkrete CO2-Wirkung von Subventionen. Deutlich wird, wie weit die Ampel hinter ihren erklärten Zielen zum Abbau klimaschädlicher Haushaltsgelder zurückbleibt.

von Jörg Staude

Habecks Strategie

Zement als Türöffner fürs CO₂-Speichern

Ein Zement-Fahrzeug in einer Durchfahrt im Zementwerk Weisenau in Mainz.

Klimaneutralität ist ohne CO2-Speicherung nicht zu haben – das gilt nach Ansicht des Wirtschaftsministers nicht nur für Zweige mit unvermeidbaren Emissionen, sondern auch für weitere wie Gaskraftwerke. Grüne, SPD und Umweltverbände widersprechen.

von Jörg Staude

Reform des Gebäudeenergiegesetzes

Der Heizungs-Konflikt ist längst gelöst

Heizungsrohre mit Thermostat, Thermometer, Druckmesser und Ventilen in einem Hauskeller.

Die Ampel hat ein Erneuerbaren-Ziel für Gebäudeheizungen vereinbart. Die klare Formulierung im Koalitionsvertrag haben sich die Grünen aber schon Anfang April abverhandeln lassen – noch vor dem Parteitags-Protest der FDP.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Debatte um Energie-Staatssekretär

Der Fall Graichen, die Medien und die Wissenschaft

Havariertes Windrad Sommer 2016

Ob Staatssekretär Graichen wegen der Trauzeugen-Affäre gehen muss oder nicht, ist gar nicht mehr entscheidend. Die Energiewende braucht so oder so einen politischen Neustart.

ein Kommentar von Jörg Staude

Genossenschaftliche Energiewende

Wirtschaftsministerium bremst beim Energy Sharing

Mehrstöckige Neubaublöcke in Berlin-Neukölln mit Flachdach, darauf Solarmodule.

2023 wird das Jahr der "Feinsteuerung" bei der Energiewende, kündigt Staatssekretär Patrick Graichen aus dem Bundeswirtschaftsministerium beim Kongress der Energiegenossenschaften in Berlin an. Was die Umsetzung EU-rechtlicher Vorgaben zum Energie-Sharing angeht, zeigt er sich jedoch skeptisch.

von Jörg Staude

Europäisches Gericht verhandelt

Ampel leuchtet an der Seite von RWE und Eon

Eine Ampel vor dunklem Hintergrund leuchtet gleichzeitig in rot, gelb und grün.

2019 genehmigte die EU-Kommission einen Großdeal zwischen den Energieriesen RWE und Eon. Vom heutigen Mittwoch an verhandelt das Europäische Gericht Klagen von elf Stromunternehmen gegen die Genehmigung. An der Seite der Kommission und damit aufseiten der Konzerne steht die deutsche Ampel-Regierung.

von Jörg Staude

Gastbeitrag

Auch Importstrom soll künftig nur erneuerbarer sein

Mehrere Hochspannungsmaste auf einem Feld bei heiterem Himmel, am Horizont ein Kraftwerk.

Der Entwurf zum EEG 2023 im "Osterpaket" wird nun im Bundestag behandelt. Wer ihn genau liest, kommt zur Erkenntnis, dass das grün geführte Wirtschaftsministerium indirekt auch die Stromimporte regulieren will. Strom aus Kernkraft oder aus fossilen Quellen mit CCS soll nicht den Zielen des EEG genügen.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Kommentar

Habecks halber Turbo

Eine sehr große Fabrikhalle ist komplett mit Solarpaneelen bedeckt.

Mit seinem "Osterpaket" will Wirtschaftsminister Habeck den Ausbau der erneuerbaren Energien umfassend beschleunigen. Ob diese Reform reicht, um die Klimaziele zu schaffen, ist fraglich.

ein Kommentar von Joachim Wille

Kommentar

Öko-Herkules Habeck

Der neue grüne Bundeswirtschaftsminister plant einen "Ultra-Lauf", um beim Klimaschutz in die Spur zu kommen. Gut so. Aber die Tücken stecken im Detail.

ein Kommentar von Joachim Wille

Klimastaatssekretär im Interview

"Um die Kohle abzulösen, brauchen wir Gaskraftwerke"

Das Bild zeigt das Gaskraftwerk in Irsching, im Vordergrund ein Feld.

Erdgas ist nicht nachhaltig, wird aber trotzdem zunächst eine wachsende Rolle im deutschen Energiemix spielen. Das sagt Patrick Graichen, bis vor Kurzem Chef eines führenden Energiewende-Thinktanks, jetzt der neue Manager für Energiepolitik im Wirtschafts- und Klimaministerium.

Interview: Hannes Koch

klima update° – Folge 58

Kohle-Boom, scheiterndes US-Klimapaket, Habecks Wirtschafts-Klima-Politik

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Die Welt verbrennt wieder mehr Kohle. Joe Bidens Klimapaket ist am Scheitern. Robert Habeck will Kapitalismus und Ökologie versöhnen.

von Verena Kern, Susanne Schwarz

Gastbeitrag

Umweltressort ohne Klimapolitik – vielleicht keine gute Idee

Ein sechssstöckiges Eckhaus aus hellbraunen Steinquadern ist seit 2011 der Berliner Sitz des Bundesumweltministeriums.

Die Grünen-Spitze hat den Klimaschutz im Wirtschafts- und Außenministerium gebündelt – ein verständlicher Impuls. Leider fehlt dabei die Vorstellung, wie ein starkes Umweltressort die Querschnittsaufgabe Ökologie auch im nächsten Jahrzehnt vorantreiben kann.

ein Gastbeitrag von Martin Unfried

Streit um Gebäude-Sofortprogramm

Die "Lücke" im Klimagesetz

Ein Haus wird gebaut

Der Streit darum, wie viel CO2 das jetzt vorgelegte "Sofortprogramm Gebäude" einspart, legt eine grundlegende Schwäche des deutschen Klimaschutzes offen: Ohne eine ambitionierte Klimapolitik läuft auch ein ambitioniertes Gesetz in die Leere.

von Jörg Staude