EU-Gesetzesvorschlag

Schwachgrüner Deal

Das Berlaymont-Gebäude, Sitz der EU-Kommission, mit einem Banner: "You control climate change."

Die geplante Reform des europäischen Emissionshandels bedroht dessen Wirksamkeit. Sie verlängert alte, fossile Geschäftsmodelle, die keine Zukunft haben. 

ein Kommentar von Joachim Wille

Bilanz des Umweltbundesamtes

CO₂-Handel wird weiter entschärft

Verschiedene große Anlagen in einem Chemiepark bei Köln, aus der Entfernung über ein Feld aufgenommen.

Einst das Vorzeigestück des europäischen Klimaschutzes, gerät der Emissionshandel mehr und mehr unter politischen Druck. Das Umweltbundesamt hält ihn weiter für eine zentrale klimapolitische Lösung, wie es anlässlich der Emissionsbilanz für 2025 betont.

von Jörg Staude

Haushaltsentwurf

Klima als Kasse

Zahlreiche große, schwarze Autos auf dem Parkplatz am Flughafen Niederrhein in der Abenddämmerung.

Finanzminister Klingbeil vergreift sich am Geld, das eigentlich für den klimagerechten Umbau von Industrie, Gebäuden und Verkehr gedacht ist. Diese Zweckentfremdung muss gestoppt werden.

ein Kommentar von Joachim Wille

Neuer Emissionshandel

EU bremst den CO₂-Preis

Kleine Shell-Tankstelle bei Nacht, vergleichsweise sparsam beleuchtet, eine Straßenlaterne spendet auch nur wenig Licht.

Die Europäischen Union entschärft den neuen Emissionshandel für fossile Brennstoffe im Verkehr sowie zum Heizen. Für Deutschland könnte das zunächst sogar sinkende CO2-Kosten bedeuten.

von Joachim Wille

Serie: Chinas Klimapolitik

"Die Phase nach dem CO₂-Peak wird für China schwierig"

Luftaufnahme eines großen Zementwerks mit Metallkonstruktionen und Rohrleitungen.

Für den Ausstieg aus fossiler Infrastruktur ist der Emissionshandel in China zentral, sagt Zhibin Chen, Experte für CO2-Märkte beim Thinktank Adelphi. Beim CO2-Grenzausgleich könnte sich ein weltweiter Rahmen für handelspolitische Klimafragen entwickeln. Teil 22 der Serie.

Interview: Merle Groneweg

Serie Grüne Geldanlage – Teil 60

Europa ist nicht allein

Grafik: Pflanzen wachsen an Bankgebäuden und fossiler Infrastruktur hoch

Weltweit gewinnen Klimaschutz und Emissionshandel immer mehr Unterstützer. Die EU und China weiten ihren CO2-Zertifikatehandel auf weitere Sektoren aus, und in den USA schließen Bundesstaaten ihren Handel zusammen.

von Hermannus Pfeiffer

Emissionshandel

Good News vom globalen CO₂-Preis

Abendlicher Autostau auf einer Ausfallstraße in Peking.

Auf neue Rekordwerte steigt der Anteil der weltweiten Treibhausgase, die durch einen Emissionshandel erfasst werden, wie auch die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung. Das zeigt der jetzt veröffentlichte ICAP-Report für 2026.

von Jörg Staude

Serie Grüne Geldanlage – Teil 59

Optimismus statt Krawallerie

Grafik: Pflanzen wachsen an Bankgebäuden und fossiler Infrastruktur hoch

Emissionszertifikate können einen entscheidenden Beitrag zur CO2-Reduzierung leisten – wenn die EU sie nicht im Sommer verwässert. Die Debatte zeigt aber: Sowohl die Politik als auch Klimaschutzorganisationen lernen dazu.

von Hermannus Pfeiffer

Energieintensive Industrie

Für die Chemie soll der Klimaschutz stimmen

Große Raffinerieanlage bei Nacht, auf hohen stählernen Schornsteinen brennen einige Gasfackeln.

Die Chemieindustrie leidet unter hohen Preisen für fossiles Erdgas. Zwecks Entlastung kündigt das Bundes­umwelt­ministerium nun eine höhere Strompreis­kompensation an und macht der EU-Kommission Vorschläge für einen entschärften Emissionshandel.

von Jörg Staude

Emissionshandel

Wie belastet ist die Chemie durch den CO₂-Preis?

Manager Stephan Müller steht in Arbeitskleidung vor seiner Chemiefabrik und spricht, unten werden Name und Funktion eingeblendet.

Eine Abschaffung oder tiefgreifende Reform des Emissionshandels fordert die deutsche Chemieindustrie. Wie groß die tatsächliche Belastung eines Chemieunternehmens durch die CO2-Bepreisung ist, lässt sich allerdings nur schwer nachprüfen und wird auch von der Firma selbst definiert.

von Jörg Staude

Studie von KfW und Deloitte

Förderbank: Unternehmen mit Klimaschutz sind erfolgreicher

Verschiedene große Anlagen in einem Chemiewerk, aus der Entfernung über ein Feld aufgenommen.

Dass es noch keine globale CO2-Bepreisung gibt, ist für die staatliche Förderbank KfW kein Grund, regionale Systeme wie den europäischen Emissionshandel abzuschaffen. Gründe dafür legten jetzt die Bank und die Beratungsgesellschaft Deloitte vor.

von Jörg Staude

Klimaschutz in Europa

Wider die "Energiewut"

Sechsspurige Stadtautobahn in der polnischen Industriestadt Katowice.

Gut, dass sich die EU auf Preissprünge vorbereitet, die der neue Emissionshandel für Verkehr und Gebäude ab 2027 für einen Teil Europas bringen wird. Aber eine soziale Klimapolitik darf keine wirkungslose sein.

ein Kommentar von Joachim Wille

Klimaschutz in Europa

Welchen Preis hat der neue Emissionshandel?

Angestellte der Energiebörse betrachten die Kurse von CO2-Zertifikaten auf Computer-Bildschirmen.

Die EU-Kommission stellt nach massiver Kritik den ab 2027 geplanten Emissionshandel für Verkehr und Gebäude neu auf. Ein drohender "Energiepreisschock" soll verhindert werden – zulasten der Klimaziele in Europa. 

von Jörg Staude

Europäische Lastenteilung

Der falsche Umgang mit den Klima-Strafzahlungen

Hausdach mit roten Dachziegeln und einem Gasheizungs-Schornstein.

Im Haushalt 2026 wurden die Strafzahlungen für CO2-Mehremissionen in Gebäuden und Verkehr wieder aus dem Klima- und Transformationsfonds herausgenommen. Doch warum werden die Milliarden nicht in die Gegenwart gelenkt und für deutliche Emissionssenkungen verwendet?

von Jochen Luhmann, Jörg Staude

CO₂-Reduktion in Europa

Der Emissionshandel funktioniert – oder auch nicht

Eine Frau hält einen sehr großen schwarzen Ballon mit der Aufschrift "CO₂" hoch, weiter im Hintergrund ein Kohlekraftwerk.

Der Emissionshandel gilt als die Klimaschutz-Innovation Europas. In welchem Maße das komplexe marktwirtschaftliche Instrument tatsächlich zur CO2-Reduktion beiträgt, lässt sich bis heute nicht genau beziffern.

von Jörg Staude

Schifffahrt

Klimaschutz auf hoher See: Halbe Kraft voraus

Containerschiff auf dem Meer, aus der Luft aufgenommen.

Nach langem Ringen haben sich die Staaten erstmals auf ein CO2-Bepreisungssystem für die Schifffahrt geeinigt. Der historische Kompromiss hinterlässt enttäuschte Inselstaaten und einen neuen Wachstumsmarkt für Flüssigerdgas.

von David Zauner

Emissionshandel

War der Kohleausstieg für nichts?

Ein Demonstrant mit Fahne und Transparent steht am Tagebau Hambach im Rheinland.

Die Stilllegung von Kohlekraftwerken hat bisher nicht zum Klimaschutz beigetragen, ist der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine FDP-Anfrage zu entnehmen. Auch wenn die Anfrage vor dem Hintergrund des Wahlkampfes zu verstehen ist, ist das ein massives klimapolitisches Problem.

von David Zauner

CCS-Gesetz

Unvermeidbares Gesetz für unvermeidbare Emissionen?

Modernes Zementwerk mit hohen weiß-blauen Gebäuden und Anlagen.

In 15 Jahren drohen Branchen wie Zement und Abfall die Emissionsrechte auszugehen. Namens betroffener Unternehmen fordert der neu gegründete Lobbyverband CMA vom Bundestag, noch vor der Neuwahl das weit gediehene CO2-Speicher-Gesetz zu beschließen.

von Jörg Staude

CO₂-Bepreisung

Nicht mehr für alle das volle Klimageld?

Aral-Tankstelle mit Preistafel, wonach der Liter Sprit 2,50 Euro kostet.

Für ein pauschales Klimageld scheint die Zeit vorbei zu sein. Wissenschaftler plädieren beim CO2-Preis jetzt dafür, Rückzahlung und weitere Hilfen auf sozial Schwächere zu konzentrieren. Die Grünen folgen dem Vorschlag, die Union will nur einen Klimabonus.

von Jörg Staude

Serie: Chinas Klimapolitik

"Entscheidend ist, wie es mit Chinas Emissionshandel weitergeht"

Flüssiges Eisen aus dem Hochofen eines Stahlwerks.

Kein Land der Welt produziert mehr Stahl als China. Wie Dekarbonisierung und Recycling dort vorankommen, erläutert Shen Xinyi von der internationalen Forschungs­organisation Crea. Teil 10 der Serie.

Interview: Merle Groneweg