Eine Schnellanalyse zu den jüngsten Bränden in Frankreich und Spanien zeigt, dass die Erderwärmung die gefährliche Kombination aus Hitze, Trockenheit und Wind massiv verstärkt.
Länder wie Frankreich, Spanien oder Belgien schützen ihre Bevölkerung systematischer vor hohen Temperaturen als Deutschland. Die Beispiele zeigen auch: Klimaanlagen schaffen keinen Hitzeschutz in der Breite.
Klimaschutzprogramm verspricht viel, Klimaklage vor Gericht gescheitert, Paris will an Verkehrswende festhalten
Das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung droht ein Papiertiger zu bleiben. Der Bundesgerichtshof weist eine Klage gegen BMW und Mercedes ab, das Verbrenner-Aus bleibt Politiksache. Der neue Bürgermeister von Paris will die Verkehrswende-Politik fortsetzen.
Einige sehen Frankreich als Vorbild einer guten Energieversorgung mit viel Atomstrom. Dabei sind die meisten Reaktoren alt, und Ersatz kommt spät oder gar nicht. Weniger Sicherheit bei steigenden Kosten – kein guter Plan.
Atomkraft mit "Klumpenrisiko historischen Ausmaßes"
Frankreich hat seine Energieplanung bis 2035 vorgelegt. Das Land setzt weiter auf Kernkraft und will die Laufzeiten seiner Reaktoren auf bis zu 60 Jahre verlängern. Erneuerbare Energien sollen weniger ausgebaut werden als zuvor geplant.
EU-Klimaziel, Gasbohrungen vor Borkum, Amnesty kritisiert Frankreich
Beim neuen europäischen Klimaziel für 2040 will die EU-Kommission problematische Anrechnungstricks erlauben. Die Bundesregierung will die Erdgas-Bohrungen vor Borkum vorantreiben. Laut Amnesty International unterdrückt Frankreich zunehmend Klimaproteste.
Ein Klimaplan für Frankreich, aber ohne Kopf und ohne Beine
Frankreichs Regierung präsentierte ihren nationalen Klimaplan, der das Land auf vier Grad Erwärmung vorbereiten soll. Der Plan enthält ambitionierte Maßnahmen zur Klimaanpassung. Doch an entscheidender Stelle hakt es.
In Frankreich verdrängen Atomkraft und erneuerbare Energien die fossile Produktion. Der neue Reaktor in Flamanville ist allerdings noch viel teurer geworden als bisher bekannt.
Das neue französische AKW in Flamanville produziert nun Strom, zwölf Jahre verspätet und viermal so teuer wie geplant. Präsident Macron spricht von Klimaschutz, Greenpeace von Sabotage der Energiewende.
Mitten in Frankreich soll mit dem größten Bergbauprojekt seit Jahrzehnten Lithium für Hunderttausende E‑Autos abgebaut werden. Doch die Anwohner stellen dem Betreiber und der Regierung zahlreiche Bedingungen.
Das Linksbündnis Nouveau Front populaire hat mit einem auch klimapolitisch anspruchsvolleren Programm die Wahlen in Frankreich für sich entschieden. Doch dessen Umsetzung wird gegen Le Pen und Macron nur schwer möglich sein.
Frankreichs Rechtsextreme wurden im ersten Wahlgang stärkste Kraft. Der Ausgang der Stichwahl am Sonntag ist ungewiss. Das Ergebnis kann auch gravierende Folgen für die Klimapolitik in der gesamten EU haben.
Beschließen Merz und Söder ein Tempolimit? Droht das Atom-Aus in Frankreich?
Warum ein Gerichtsurteil dazu führen dürfte, dass die Unions-Parteichefs Söder und Merz ein Tempolimit einführen werden. Und warum die deutsche Energiewende zum Atomkraft-Aus in Frankreich führen könnte.
Die Elektrizitätskosten im Nachbarland steigen in vier Schritten. Haushaltskunden können in Deutschland billiger wegkommen als im AKW-Mekka. Die Kernkraft-Fixierung wird für Frankreich immer mehr zum Problem.
Die Regierung in Paris und der Stromkonzern EDF einigen sich auf eine Preissteigerung bei Atomstrom um zwei Drittel. Hintergrund sind die steigenden Kosten für neue Kernkraftwerke und für die Laufzeitverlängerungen.
Früher haben wir in Südeuropa Urlaub gemacht. Heute glüht und brennt es dort überall. Die Klimakrise schreitet immer schneller voran. Wo sollen unsere Kinder einmal leben und Urlaub machen? Warum schaffen wir es nicht, den Irrsinn zu stoppen?
Frankreichs Stromkonzern EDF ist nun wieder komplett in staatlicher Hand. Die Probleme sind damit aber nicht gelöst. Atomkraft wird immer teurer, doch Präsident Macron will lieber die Sparguthaben der Bevölkerung heranziehen, als den Kurs zu ändern.
Frankreich erzeugt zwei Drittel seines Stroms in Kernkraftwerken – wenn die Reaktoren nicht gerade wegen Korrosion oder Dürre stillstehen. Die Atomkraft könnte zum finanziellen Desaster für das ganze Land werden, doch die Regierung Macron hat keinen Plan B.
Reparaturen von Korrosionsschäden verzögern sich, nur gut die Hälfte der AKW-Leistung stand zuletzt im Nachbarland zur Verfügung. Der neue Reaktor in Flamanville soll erst 2024 ans Netz gehen, ein weiteres Jahr später als geplant.
Einige meinen hartnäckig, wir müssten in der Energie- und Klimakrise auf die Atomkraft setzen. Dabei haben uns Kernkraftwerke in Frankreich erst richtig in die Misere gebracht. Ist das AKW-Desaster im Nachbarland wenigstens bald vorbei?