Eine große und weiter wachsende Mehrheit verzichtet in ihren Haus- und Kleingärten auf Pestizide und Kunstdünger. In der Landwirtschaft bleibt der Verbrauch dagegen seit Jahrzehnten hoch.
Um die Ziele im Klima- und Naturschutz zu erreichen, ist Photovoltaik auf wiedervernässten Mooren unverzichtbar. Diese auch wirtschaftlich rentable Doppelnutzung von Flächen will Wirtschaftsministerin Reiche jetzt im Zuge der EEG-Reform unmöglich machen.
Ein neuer OECD-Bericht zeigt: Die Landwirtschaft produziert effizienter als früher, doch Artenvielfalt, Klima und Böden bleiben unter Druck. Abweichend vom allgemeinen Trend steigt in Deutschland der Energieverbrauch der Agrarbetriebe deutlich an.
Was aus Deutschlands beschädigten Landschaften werden soll
Die EU-Naturwiederherstellungsverordnung soll auch in Deutschland umgesetzt werden. Doch Agrar- sowie Wald- und Grundbesitzverbände wehren sich dagegen.
Eine "historische Trendwende" bei der Wiedervernässung trockengelegter Moore soll ein neues Bundes-Förderprogramm bringen. Moore können so der Landwirtschaft erhalten bleiben und als regionale Wasserspeicher dienen, wirbt das Umweltministerium. Und dem Klimaschutz hilft es auch.
"Im Moment sind trockene Moore ökonomisch interessanter"
Mit der künftigen Paludi-Förderrichtlinie erwartet Matthias Drösler einen Durchbruch bei der Wiedervernässung von Mooren. Der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats für Natürlichen Klimaschutz setzt sich für ein rechtliches Gleichgewicht des Moorschutzes gegenüber anderen Planungen ein.
Die Blockade der Straße von Hormus im Iran-Krieg droht Düngemittel weltweit langfristig zu verteuern. Vor allem Afrika und Asien sind bedroht, warnen UN-Fachleute und Forschende. Sie sehen aber auch Auswege.
Der Iran-Krieg bedroht auch die internationale Lebensmittelsicherheit. Denn ohne synthetischen Stickstoffdünger kommt die industrielle Landwirtschaft nicht aus – und der wird aus Erdgas hergestellt und weltweit gehandelt.
Weniger rotes Fleisch und ein CO₂‑Preis für die Landwirtschaft
Der EU-Klimabeirat fordert eine Reform des Agrar- und Ernährungssektors, um den Treibhausgasausstoß deutlich zu senken. Landwirte und einkommensschwache Haushalte bräuchten dabei jedoch Unterstützung.
Die Agrarproduktion in Teilen Europas, der USA, Südamerikas und Afrikas gerät durch den Klimawandel unter Druck. Eine neue Studie berücksichtigte zur Vorhersage auch, was Bäuerinnen und Bauern schon lange wissen.
Eine großflächige Wiedervernässung landwirtschaftlich genutzter Moore fordert die Denkfabrik Agora Agrar in einer jetzt veröffentlichten Studie. Zugleich hält sie es für möglich, dass Deutschland künftig weitgehend zum Selbstversorger mit Biomasse wird und deren Import stark reduziert.
Der Klimawandel wird unsere Ernährung verändern, ob wir wollen oder nicht. Diese Botschaft vertritt der Oxford-Professor Paul Behrens. Er betont: Eine frühzeitige Umstellung könne viele Vorteile bringen.
Wir wissen immer, was wir nicht wollen: keine Windräder und keine Stromleitungen. Jetzt sind auch Solaranlagen auf dem Acker in der Kritik. Dabei nimmt durch sie bei intensiv genutzten Äckern die Artenvielfalt zu. Wann hören wir mit Meckern auf und machen unser Land energieunabhängig und zukunftsfähig?
Neue Projekte in Mecklenburg, Sachsen und dem Rheinland zeigen, dass die Agri-Photovoltaik gut funktioniert. Doch die Politik muss den Aufschwung stärken und zum Beispiel für mehr Technologieoffenheit bei der Förderung sorgen.
Ob Schokolade, Kaffee oder Rindfleisch: Viele Importprodukte in Europa tragen zur Abholzung von Regenwald bei. Die EU-Verordnung für entwaldungsfreie Lieferketten soll das ändern. Doch nun will die EU-Kommission deren Anwendung erneut verschieben.
Landwirtschaft kann Teil ökologischer Lösungen sein
Eine umgehende Transformation des Agrar- und Ernährungssystems ist unerlässlich. Ohne sie sind Wohlstand, Ernährungssicherheit und auch die natürlichen Lebensgrundlagen gefährdet.
Es wird zwar weniger Fleisch gegessen, aber der Umstieg auf Alternativprodukte muss noch erleichtert werden, meint ein Beirat der Bundesregierung. In einem neuen Gutachten macht das Gremium Vorschläge.
Mehr Pflanzen, weniger Emissionen: Wie Dänemark Europa inspirieren will
Dänemark will mit seinem EU-Ratsvorsitz einen europaweiten Aktionsplan für pflanzenbasierte Ernährung auf den Weg bringen – nach dänischem Vorbild. Dem gefürchteten Kulturkampf begegnet man dort mit Diplomatie: Breite Bündnisse und positive Anreize machten das Konzept mehrheitsfähig.
Moore, lange Zeit zweckentfremdet, werden als CO2-Speicher immer wichtiger. Doch noch immer gefährden Infrastrukturprojekte die wertvollen Feuchtgebiete. Luke Schneider vom Moor-Klima-Bündnis fordert ein Umdenken.