Lausitzer Wassernot

Wie sich das ZDF als Leag-Lobbyist betätigt

Screenshot vom ZDF-Heute-Journal: Ein Mann spricht, unten wird eingeblendet: Doktor Wilfried Uhlmann, Hydrogeologe, IWB Privates Institut für Wasser und Boden.

Um seine Lausitzer Braunkohletagebaue vorfristig stillegen zu können, fehlt es dem Energiekonzern Leag für die nötige Flutung und Nachsorge dringend an Wasser. Das soll am besten die Elbe liefern und die öffentliche Hand bezahlen. Die alte Idee wurde jetzt vom ZDF wieder mal propagiert. 

von Jörg Staude

Klimaveränderungen in Deutschland

"Wälder sterben einen relativ stillen Tod"

Ein Wald aus toten Fichten am Brocken im Hochharz.

Deutschland wird kein afrikanisches Klima bekommen, sagt der Dürre-Experte Andreas Marx. Dennoch bedeute der Klimawandel viel Stress, vor allem für die Forsten und Wälder. Sommerliches Wassersparen sei eher bei der Industrie sinnvoll.

Interview: Joachim Wille

Wettermodifikation

"Wolkenimpfung ist energieaufwendig, teuer und lenkt ab"

Dunkle Wolken über Tianjin im Nordosten Chinas

Viele Staaten und selbst die US-Tech-Branche investieren in Wolkenimpfung. Aus Verzweiflung, sagt Atmosphärenphysikerin Ulrike Lohmann, die selbst lange an der Technik geforscht hat. Die Wirkung sei begrenzt und lasse sich auch mit KI und Drohnen kaum steigern.

Interview: David Zauner

Weltwassertag 2026

Gleichberechtigung beginnt an der Quelle

Frauen in roten und gelben Saris und einige Kinder an einer Wasserstelle, der gefüllte Eimer wird gerade hochgezogen, Blechgefäße stehen bereit.

Ein besseres Wassermanagement für und mit Frauen verbessert Gesundheit, Bildung und Wirtschaft für alle. Die Chancen liegen auf der Hand. Für die Umsetzung braucht es ein Bewusstsein für Machtstrukturen und den Willen, sie zu verändern.

ein Gastbeitrag von Annabelle Houdret, Anindita Sarkar

Wettermodifikation

Wolkenimpf-Hype packt auch Zypern

Wolkenverhangener Himmel

Europas Süden trocknet aus. Auf Zypern drohen bis zur Mitte des Jahrhunderts massive Flächenverluste durch Desertifikation. Ein Meteorologe setzt auf "Cloud Seeding" – doch die wissenschaftliche Beweislage bleibt dünn.

von David Zauner

Forschungsbericht

Wasser im Klimastress: Globales Schleudertrauma

Ein Pärchen auf einem Moped fährt durch überflutete Straßen.

Überschwemmungen und Dürren nehmen weltweit zu, zeigt der soeben erschienene "Global Water Monitor". Zu viel oder zu wenig Wasser wird inzwischen auch in Regionen der Erde zur Gefahr, die früher als relativ sicher galten.

von Joachim Wille

Braunkohlesanierung

Der Leipziger Mega-See ohne Wasser und Geld

Ein riesiger Braunkohlebagger frisst sich durch die Landschaft.

Die vom Braunkohleabbau im Osten zerstörten Landschaften zu "reparieren", wird künftig immer länger dauern und immer teurer werden. Ein Grund dafür sind auch bisher fehlende Alternativen zum "Flutungs"-Konzept für die riesigen Tagebau-Restlöcher.

von Jörg Staude

Attributionsstudie

Wenn die Flüsse im Garten Eden trockenfallen

Neben einem ausgetrockneten Fluss weht eine Flagge Irans.

Euphrat und Tigris, einst Quellen von Leben und Fruchtbarkeit, führen immer weniger Wasser. Klimawandel und eine wenig nachhaltige Wassernutzung setzen Syrien, Irak und Iran unter Druck – Millionen Menschen stehen vor einer wachsenden humanitären und politischen Krise.

von David Zauner

Forschung

Das Salz der Meere und der Klimawandel

Steil aufragender Eisberg am Ufer vor einer Eiswüstenlandschaft mit flacheren rundlichen Erhebungen.

Die schnelle Erderwärmung bringt weltweit auch das austarierte Gleichgewicht zwischen Salz- und Süßwasser durcheinander. Das hat fatale Folgen für Meeresströmungen und das Leben an den Küsten. 

von Laura König

Fließgewässer

Zwei Prozent als Natur-Booster

Wasser steht auf einer Wiesenlandschaft im Nationalpark Unteres Odertal.

Flüsse und Bäche brauchen mehr Fläche, um Hochwasser-, Arten- und Klimaschutz zu leisten. Doch die Renaturierung läuft zu langsam, ergibt eine Untersuchung des Umweltbundesamts. 

von Joachim Wille

Appell der Wasserwirtschaft

"Ohne Wasser geht nichts"

Grundwasserstandsmessung: Ein Messband wird in ein senkrecht aus dem im Boden ragendes Rohr eingelassen.

Verbände der Wasser- und Abwasserbranche fordern umfangreiche Hilfe bei der Anpassung an den Klimawandel. Andernfalls könne in Zukunft nicht mehr garantiert werden, dass Trinkwasser immer und überall verfügbar ist.

von Joachim Wille

Effizienz

Klärwerke klären ihren Energiebedarf zunehmend selbst

Sprudelndes Abwasser im Belebungsbecken der Kläranlage Kaditz, im Hintergrund die Stadt Dresden.

Um Abwässer zu reinigen, müssen große Energiemengen eingesetzt werden. Kläranlagen können aber viel Strom und Wärme selbst erzeugen, etwa aus der Biomasse im Abwasser. Im besten Fall werden sie so "energieneutral".

von Stefan Schroeter

Überblicksstudie

Das Grundwasser wird knapp

Gebäude und Anlagen des BASF-Chemiewerks in Ludwigshafen am Rhein.

Jeder zweite Landkreis in Deutschland entnimmt zu viel Grundwasser, warnen Fachleute. Ein Problem sind auch Großverbraucher. Der Klimawandel verschlimmert die Situation.

von Joachim Wille

Kohleausstieg, Klima und Wasser

Wasser soll in Brandenburg und Sachsen so viel kosten wie in Berlin

Der geflutete frühere Braunkohletagebau Grünhaus in der Niederlausitz.

Mit einer Angleichung der Wasserentgelte auf Berliner Niveau ließe sich so viel Wasser sparen, dass umstrittene Lausitzer Großprojekte wie die Überleitung aus der Elbe in die Spree überflüssig werden. Das ergibt eine Studie von DIW und TU Berlin.

von Jörg Staude, Joachim Wille

Klimaanpassung

Wasser ist entweder zu viel oder zu wenig

Wuppertalsperre und Wupperbrücke über die aufgestaute Wupper.

Die pessimistische Prognose, dass Deutschland austrocknet, kann der Wasserfachverband DVGW nicht teilen. Den Wasserversorgern machen künftig vor allem die starken Schwankungen zwischen langer Trockenheit und heftigen Niederschlägen zu schaffen.

von Jörg Staude

Globale Gerechtigkeit

Deutschlands Wasser-Entscheidung: Der Schlüssel zur globalen Stabilität

Frauen und Kinder beim Wasserholen mit einer neuen indischen Handpumpe im ländlichen Nigeria.

Will Deutschland demokratische Werte und internationale Stabilität verteidigen, darf es nicht zulassen, dass die Wasserinfrastruktur zum Spielball autoritärer Regime wird. Eine klare Wasserstrategie würde Deutschlands Position weltweit stärken und ein Zeichen für eine gerechte und stabile Weltordnung setzen.

ein Gastbeitrag von Sareen Malik, Carolin Stüdemann

CO₂-neutraler Sprit für Schiffe

Klimaneutral schippern

Containerschiff, an dem außenbords ein rotes Rettungsboot an einem Kran-Arm hängt.

Ein neues Verfahren macht aus Klärschlamm und grünem Wasserstoff einen Schiffstreibstoff. Bundesministerien wie auch Umweltverbände finden das gut. Offen bleibt, wie schnell sich das Ganze hochskalieren lässt.

von Joachim Wille

Industrieansiedlungen

Gigafactory 2.0: Jetzt will auch Red Bull Brandenburg ans Wasser

Um eine Dose Red Bull spritzt Wasser. Alles vor schwarzem Hintergrund.

Sinkende Grundwasserpegel, trockene Wälder: Brandenburg hat ein Wasserproblem. Mit Red Bull will nun ein weiteres Schwergewicht Brandenburgs Wasser nutzen. Eine Recherche über fragwürdigen Umgang mit knappen Ressourcen, intransparente Planung und auffällige Parallelen zum Fall Tesla.

von David Zauner

Ressourcengerechtigkeit

Wenn die Wasserkrise die "Heringshalle" flutet

Ein buntes, handgemaltes Protestschild im Hochformat steht auf einem Feld.

Die Wasserkrise ist da. Die Trockenheit ist da. Die Flut ist da. Die Organisator:innen der ersten Wasser-, Klima- und Gerechtigkeitskonferenz wollen Gemeinschaft, Hoffnung und Wirksamkeit der Bewegung stärken und haben international eingeladen.

von Gesa Maschkowski

Weltwassertag

Die "Wassertürme" trocknen aus

Zu sehen ist der Gletscher Quelccaya in Peru. Wegen des Klimawandels zieht er sich pro Jahr um 30 Meter zurück.

Die Vereinten Nationen warnen vor den Folgen der Gletscherschmelze und der zurückgehenden Schneebedeckung in den Gebirgen. Der neue Weltwasserbericht sieht Risiken für mehr als drei Milliarden Menschen, Tendenz steigend.

von Joachim Wille