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Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz

Warum Umweltverbände um ihre Rechte fürchten

Verlegung einer Pipeline mit Baggern und Kränen in einen ausgebuddelten Graben in einer Schneise im Wald.

Die Bundesregierung will die Klagerechte von Umweltverbänden neu regeln, um etwa Bauprojekte zu beschleunigen. Das könnte nach hinten losgehen, warnen Fachleute für Planungsrecht und Umweltverfahren.

von Sandra Kirchner

Umweltplanung

"Am Naturschutz scheitert die Energiewende nicht"

Windräder am Horizont in hügeliger Landschaft.

Mehr Tempo beim Erneuerbaren-Ausbau durch weniger Bürgerbeteiligung und das Beschneiden von Naturschutz – das setzt die Akzeptanz für die Energiewende aufs Spiel, warnt Rebekka Blessenohl vom Naturschutzbund Nabu.

Interview: David Zauner

Akzeptanz

"Partizipation beginnt, wo Menschen tatsächlich mitentscheiden können"

Windräder

Eine große Mehrheit in der Bevölkerung unterstützt die Energiewende. Doch Widerstand formiert sich dort, wo Menschen sich übergangen fühlen. Umweltpsychologin Petra Schweizer-Ries über orchestrierten Protest, mediale Verzerrung und die Macht guter Beteiligung.

Interview: David Zauner

Zukunftsvisionen

"Wir können die Sache noch gemeinsam drehen"

Zwei junge Leute fahren mit einem Kettenkarussell, man sieht nur die Gondeln von schräg unten.

Mehr Empathie für die Transformations-Sorgen der Normalbevölkerung wünscht sich Reinhard Loske von Grünen und Umweltschützern. Der Umweltexperte über Elon Musks Visionen, das Öko-Rollback trotz eskalierender Umweltkrise – und die Chancen für eine echte Wende.

Interview: Joachim Wille

Sladeks Woche

65 Prozent für alle Gebäude, Energiewende-Profit für alle und der Fokus auf alles vor Ort

Porträtaufnahme von Sebastian Sladek.

Kalenderwoche 50: Die Wirtschaftsministerin sollte die positiven Seiten und die Vorteile der Energiewende für die Bürger stärker in den Vordergrund stellen, sagt Sebastian Sladek, Vorstand der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Für ihn gilt es auch, die Geschichte der Energiewende neu zu erzählen.

Bürgerbeteiligung

"Es braucht eine demokratische Kultur, die Hoffnung trägt"

Abstimmung bei einer öffentlichen Bürgerversammlung in einem Saal.

Klimapolitik muss zuerst eine Vision vom guten Leben liefern, sagt der Philosoph Jakob Huber. Mit echter demokratischer Teilhabe statt Expertenherrschaft lasse sich die Umweltdebatte wieder vom Kopf auf die Füße stellen.

Interview: Joachim Wille

Umfrage bei Eigenheimbesitzern

Photovoltaik über Parteigrenzen hinweg beliebt

Ansicht von Schwenningen in der Schwäbischen Alb, mit zahlreichen Solarstrom-Anlagen auf den Dächern.

Auf Eigenheimen ist die eigene Photovoltaik-Anlage nicht nur das bundesweit akzeptierte Mittel, um Stromkosten zu sparen, sondern auch, um die Energiewende im ganzen Haushalt voranzubringen. Das ergab eine Umfrage für die Initiative Klimaneutrales Deutschland. 

von Jörg Staude

Hartmut Graßl zum 85. Geburtstag

Energiewende mit Hirn und Herz gestalten

Die Hände mehrerer Personen zeigen gestikulierend auf Planungsunterlagen, die auf dem Tisch liegen.

Die Energiewende ist kein rein technisches Projekt. Sie kann nur gelingen, wenn alle eingebunden werden – Bürger:innen, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und zivilgesellschaftliche Kräfte und Organisationen.

ein Gastbeitrag von Jahn Harrison

Umfrage für Praxisprojekt

Junge Erwachsene im Krisen-Klima

Ein paar Jugendliche stehen vor einer Garagenwand und schauen dich an. Die Gruppe ist ziemlich divers zusammengesetzt.

Der Klimawandel betrifft alle, aber die am stärksten Betroffenen bleiben in der Debatte oft ungehört, zeigt eine Umfrage in Deutschland. Ein Projekt mit Jugendlichen aus benachteiligten Strukturen will das ändern – und mit Zuhören beginnen.

von Pia Hesse

Mobilitätsumfrage

Spaltet Klimaschutz im Verkehr die Gesellschaft?

Eine kleine städtische Wohnstraße ist beidseitig mit Autos zugeparkt, fahrende Autos kommen kaum durch.

Ein Tempolimit auf Autobahnen oder Null-Emissions-Zonen in Städten polarisieren nach wie vor, aber andere Verkehrsmaßnahmen wie das Deutschlandticket oder Fahrradstraßen finden breite Zustimmung über Bevölkerungsgruppen und Parteipräferenzen hinweg. Das ergab eine repräsentative Befragung in Deutschland.

ein Gastbeitrag von Christian Scherf, Josephine Tröger

Windkraft-Ausbaubilanz 2024

Windbranche genehmigt sich Hoffnung – für 2027

Einige Monteure stehen auf einem schon halb errichteten Windrad-Turm, im Vordergrund ein Stückchen eines Krans.

Der Windkraft-Ausbau stockte auch noch 2024, aber die Aussichten für die Branche sind so gut wie seit zehn Jahren nicht. Allerdings stehen im Wind-Vorreiterland Nordrhein-Westfalen mehr als 1.400 Genehmigungen weiter auf der Kippe.

von Jörg Staude

Energiewende mit den Bürgern

"Keiner sagt: Der Windpark ist doof"

Windpark Druiberg bei Sonnenuntergang: Auf einer Erhebung stehen Windräder, eines davon ist zweiflügelig. Weiter hinten ist der Turm einer Kirche sichtbar, der von den Winrädern überragt wird.

Die Energiewende kann ein Gewinn für alle sein, zeigt das Beispiel von Osterwieck in Sachsen-Anhalt. Die Initiatoren empfehlen ihr Modell für alle Kommunen – die Beteiligungs-Regelung auf Bundesebene reiche nicht aus.

von Joachim Wille

Der gute Wille

Von der Schweiz lernen

Busse zweier Busunternehmen treffen sich im schweizerischen Vrin.

Ein Volksentscheid im Nachbarland stoppt überraschend den Bau von Autobahnen. Eine Trendwende mit Vorbildcharakter.

eine Kolumne von Joachim Wille

Beteiligung von Kommunen

Windgeld für Städte und Gemeinden

Windpark mit fünf Windrädern in flacher Landschaft mit Feldern und Hecken, weiter hinten stehen zwei Dutzend weitere Windräder.

Eine Kommune in Sachsen hat schon früh Windparks auf ihrem Gebiet bauen lassen. Nun kommt ihren Ortsteilen eine neue gesetzliche Regelung zugute. Danach können Standortgemeinden von Solar- und Windparks an den Stromerlösen beteiligt werden.

von Stefan Schroeter

Energy Sharing

Geld reicht als Bürger-Beteiligung nicht aus

Mehrere Dutzend Energiewende-Aktivisten hinter einem Transparent: Mit Mut in die Zukunft – Bürgerenergie, nicht zu stoppen.

Auch der neueste Gesetzentwurf zum Energierecht setzt die seit 2021 geltenden EU-Regeln zum Energy Sharing nicht um, kritisieren mehr als 70 Organisationen in einem gemeinsamen Appell. Das Bündnis fordert von der Ampel, einen Bürgerenergie-Gipfel einzuberufen.

von Jörg Staude

Kosten der Kernenergienutzung

Jahrhundertproblem Atomkraft

Endlager-Kommission

Die Endlagerung des deutschen Atommülls verzögert sich um Jahrzehnte und dürfte viel teurer werden als gedacht. Bezahlen müssen das nicht die Stromkonzerne, sondern die Allgemeinheit. Deshalb dürfen die Beteiligungsrechte der Betroffenen jetzt nicht beschnitten werden.

ein Kommentar von Joachim Wille

Energy Sharing

"Bürgerenergie darf nicht an den Rand gedrängt werden"

Die Ortschaft Paschel bei Trier, im Hintergrund Windräder.

Die Bürgerenergie bringt noch immer den ökologischen, dezentralen und demokratischen Ansatz in die Energiewende ein, sagt Lydia Takit, neue Vorständin beim Bündnis Bürgerenergie. Sie hofft, bald eine Regelung für das Energy Sharing zu erreichen.

Interview: Jörg Staude

Welttag der Biodiversität

Schutzgebiete allein können Artensterben nicht verhindern

Containerschiffe im Hamburger Hafen.

Um den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen, müssen Schutzgebiete nicht nur ausgeweitet, sondern auch besser verwaltet werden. Daran sollten lokale und indigene Gruppen mit entsprechenden Rechten beteiligt werden.

ein Gastbeitrag von Jonas Hein, Inacio da Cunha, Jean Carlo Rodriguez

Befragungsergebnisse

Wie stehen die Menschen in Deutschland zum Klimaschutz: Sieben Erkenntnisse

Mittelgroßer Solarpark auf einer Wiese, dahinter ist Wald.

Erst Heizungsgesetz, dann Agrardiesel: Man könnte den Eindruck bekommen, dass der Widerstand gegen Klimaschutz zunimmt. Aber stimmt das? Drei große Studien zeigen, wie es um die Akzeptanz des Klimaschutzes steht.

von Lena Bäunker

Das Antiblockiersystem

Weniger Parkplätze für mehr Sicherheit und Klimaschutz

Der Straßenrand einer schmalen Wohnstraße in Berlin-Mitte ist mit Autos vollgeparkt.

Für den Erfolg der Verkehrswende ist die Reduzierung des privaten Autoverkehrs entscheidend. Dabei geht es nicht nur um den fließenden, sondern gerade auch um den ruhenden Verkehr, um das Parken im öffentlichen Straßenraum.

ein Gastbeitrag von Anke Borcherding