Der Maschinengott: Wie KI die Klimadebatte verändert
Künstliche Intelligenz wird als Heilsversprechen gefeiert oder als drohende Apokalypse gefürchtet. Doch die entscheidende Auseinandersetzung findet längst statt: Wie wollen wir mit einer Technologie umgehen, die zunehmend mitbestimmt, was wir wissen, glauben und für wahr halten?
Vor genau 40 Jahren wurde die "Klimakatastrophe" in Deutschland zum öffentlichen Thema. Seitdem berichtet der Autor über die Erderwärmung. Eine persönliche Bilanz über wissenschaftliche Warnungen, politische Aufbrüche und die sich abzeichnende Solarrevolution.
"Salz und Wasser" begleitet eine Forschungsreise in die Antarktis und zeigt die Menschen hinter der Wissenschaft. Der Film findet dafür starke Bilder und berührende Geschichten, leidet aber etwas unter der Fülle seines Materials.
In Zeiten von Rekord-Hitzewellen und stockender Klimaanpassung wird in Deutschland ein Hinausschieben des Braunkohleausstiegs in Nordrhein-Westfalen erwogen. Das Gebot der Stunde ist aber mehr denn je ein gesamtdeutscher Ausstieg aus der Braunkohleverstromung bis 2030.
Der Klimaforscher Hartmut Graßl klärt seit 40 Jahren über die Gefahren der Erderwärmung auf. Inzwischen ist eingetreten, wovor er damals warnte. Im Interview erklärt Graßl, warum er immer noch Hoffnung hat.
Frankreich und Spanien evakuieren Hunderttausende wegen Waldbränden. Die vom Klimawandel verstärkten Katastrophen in Europa sind nicht mehr zu übersehen. Wann wachen Friedrich Merz und Katherina Reiche auf?
Hitze tötet – die Klimakrise lässt sich nicht aussitzen
Warum schweigt die Bundesregierung zur Hitzewelle in Mitteleuropa? Warum fällt es vielen Politikern und Medien so schwer, über die größte Krise unserer Zeit sachlich aufzuklären?
Polarexperte Arved Fuchs über nachlassende Klimasorgen, das politische Rollback, Jugendliche zwischen Angst und Aufbruch – und seine neue Expedition nach Grönland.
Heute, am 8. Mai 2026, wird David Attenborough 100 Jahre alt. Er gilt als die Stimme der klassischen Naturdokumentation. In den letzten Jahren hat er sich auch stark für den Klimaschutz eingesetzt. Mit Erfolg?
Vorausschauende Klimasozialpolitik erkennt soziale Belastungen frühzeitig und bezieht sie systematisch in Politikgestaltung und Kommunikation ein. Sie ist ein Gegenentwurf zu regressiver Klimapolitik, die soziale Ängste gegen Klimaschutz in Stellung bringt, ohne sie aufzulösen – wie jetzt wieder in der Debatte um das neue Gebäudegesetz.
ein Gastbeitrag von Torben Fischer, Philip Rathgeb, Leonce Röth, Maike Wittmann
Damit die Klimabewegung nicht scheitert, muss sie Offenheit zeigen für Menschen, die anders reden und handeln als sie selbst. Statt moralischen Perfektionismus braucht es eine Kultur der Vielfalt über Geschlechterrollen und Hautfarben hinaus.
"Partizipation beginnt, wo Menschen tatsächlich mitentscheiden können"
Eine große Mehrheit in der Bevölkerung unterstützt die Energiewende. Doch Widerstand formiert sich dort, wo Menschen sich übergangen fühlen. Umweltpsychologin Petra Schweizer-Ries über orchestrierten Protest, mediale Verzerrung und die Macht guter Beteiligung.
Polarisierte Debatte, stabile Mehrheiten: Wie die Bevölkerung auf Klimaschutz blickt
Verschiedene politische Initiativen versuchen, erreichte klimapolitische Erfolge abzuschwächen und rückgängig zu machen. Doch was denken die Leute im Land über nachhaltige Transformation und Klimaschutz? Eine Befragung erbrachte teils unerwartete Ergebnisse.
Pflichtversicherung gegen Elementarschäden, Sanierungsquote sinkt, ADAC-Verkehrspräsident tritt zurück
Zu wenige Häuser in Deutschland sind gegen Klimaschäden versichert. Die energetische Gebäudesanierung hat einen Tiefstand erreicht. Ein ADAC-Funktionär äußert sich positiv zur CO2-Bepreisung – und muss gehen.
"Die Mehrheit der Leute ist an der Wahrheit interessiert"
Der Verweis auf breite gesellschaftliche Unterstützung für den Klimaschutz ist kein Allheilmittel, das viel verändert, sagt Politikwissenschaftler Florian Stöckel. Dazu brauche es zum Beispiel konkrete Strategien, die die Menschen mit ihren Sorgen da abholen, wo sie stehen.
"Smart, effizient und sicher – statt gehetzt, aggressiv und gefährlich"
Die Mehrheit der Menschen will eine Verkehrswende, sagt Mobilitätsforscher Helmut Holzapfel. Aber die Politik zeichne kein positives Zukunftsbild als Ausweg aus der herrschenden Autokultur.
Bei 35 Grad am Traumstrand: Wo bleibt da noch die Selbstentfaltung?
Der Soziologe Philipp Staab beschreibt, wie der Klimawandel unsere Gesellschaft in eine Systemkrise geführt hat und warum der grüne Kapitalismus als Lösung bei vielen nicht verfängt.
"Es braucht eine demokratische Kultur, die Hoffnung trägt"
Klimapolitik muss zuerst eine Vision vom guten Leben liefern, sagt der Philosoph Jakob Huber. Mit echter demokratischer Teilhabe statt Expertenherrschaft lasse sich die Umweltdebatte wieder vom Kopf auf die Füße stellen.
Bei der Tagung "Von den Alpen bis zum Watt" am 25. September in Hamburg blickte Klimaforscher Hartmut Graßl auch selbst auf sein Leben im Dienst von Wissenschaft und Klimaschutz zurück. Klimareporter° gibt seine Ansprache hier wieder.