Heute, am 8. Mai 2026, wird David Attenborough 100 Jahre alt. Er gilt als die Stimme der klassischen Naturdokumentation. In den letzten Jahren hat er sich auch stark für den Klimaschutz eingesetzt. Mit Erfolg?
Vorausschauende Klimasozialpolitik erkennt soziale Belastungen frühzeitig und bezieht sie systematisch in Politikgestaltung und Kommunikation ein. Sie ist ein Gegenentwurf zu regressiver Klimapolitik, die soziale Ängste gegen Klimaschutz in Stellung bringt, ohne sie aufzulösen – wie jetzt wieder in der Debatte um das neue Gebäudegesetz.
ein Gastbeitrag von Torben Fischer, Philip Rathgeb, Leonce Röth, Maike Wittmann
Damit die Klimabewegung nicht scheitert, muss sie Offenheit zeigen für Menschen, die anders reden und handeln als sie selbst. Statt moralischen Perfektionismus braucht es eine Kultur der Vielfalt über Geschlechterrollen und Hautfarben hinaus.
"Partizipation beginnt, wo Menschen tatsächlich mitentscheiden können"
Eine große Mehrheit in der Bevölkerung unterstützt die Energiewende. Doch Widerstand formiert sich dort, wo Menschen sich übergangen fühlen. Umweltpsychologin Petra Schweizer-Ries über orchestrierten Protest, mediale Verzerrung und die Macht guter Beteiligung.
Polarisierte Debatte, stabile Mehrheiten: Wie die Bevölkerung auf Klimaschutz blickt
Verschiedene politische Initiativen versuchen, erreichte klimapolitische Erfolge abzuschwächen und rückgängig zu machen. Doch was denken die Leute im Land über nachhaltige Transformation und Klimaschutz? Eine Befragung erbrachte teils unerwartete Ergebnisse.
Pflichtversicherung gegen Elementarschäden, Sanierungsquote sinkt, ADAC-Verkehrspräsident tritt zurück
Zu wenige Häuser in Deutschland sind gegen Klimaschäden versichert. Die energetische Gebäudesanierung hat einen Tiefstand erreicht. Ein ADAC-Funktionär äußert sich positiv zur CO2-Bepreisung – und muss gehen.
"Die Mehrheit der Leute ist an der Wahrheit interessiert"
Der Verweis auf breite gesellschaftliche Unterstützung für den Klimaschutz ist kein Allheilmittel, das viel verändert, sagt Politikwissenschaftler Florian Stöckel. Dazu brauche es zum Beispiel konkrete Strategien, die die Menschen mit ihren Sorgen da abholen, wo sie stehen.
"Smart, effizient und sicher – statt gehetzt, aggressiv und gefährlich"
Die Mehrheit der Menschen will eine Verkehrswende, sagt Mobilitätsforscher Helmut Holzapfel. Aber die Politik zeichne kein positives Zukunftsbild als Ausweg aus der herrschenden Autokultur.
Bei 35 Grad am Traumstrand: Wo bleibt da noch die Selbstentfaltung?
Der Soziologe Philipp Staab beschreibt, wie der Klimawandel unsere Gesellschaft in eine Systemkrise geführt hat und warum der grüne Kapitalismus als Lösung bei vielen nicht verfängt.
"Es braucht eine demokratische Kultur, die Hoffnung trägt"
Klimapolitik muss zuerst eine Vision vom guten Leben liefern, sagt der Philosoph Jakob Huber. Mit echter demokratischer Teilhabe statt Expertenherrschaft lasse sich die Umweltdebatte wieder vom Kopf auf die Füße stellen.
Bei der Tagung "Von den Alpen bis zum Watt" am 25. September in Hamburg blickte Klimaforscher Hartmut Graßl auch selbst auf sein Leben im Dienst von Wissenschaft und Klimaschutz zurück. Klimareporter° gibt seine Ansprache hier wieder.
Medien haben einen wesentlichen Einfluss auf die Wahrnehmung der Klimakatastrophe. Dass Medientechnologien Teil der Ursachen für die aktuelle Krise sind, aber auch Teil der Lösung sein können, macht ein jetzt veröffentlichtes Positionspapier von Medienwissenschaftler:innen deutlich.
ein Gastbeitrag von Julia Bee,Julia Reinermann, Maike Reinerth
"Wir müssen die Ärmsten ins Zentrum der Politik stellen"
Klimaforscherin Friederike Otto über fossile Narrative, ihre aktuelle Lieblingsutopie und die Frage, warum Klimaschutz ohne soziale Gerechtigkeit undenkbar ist. Teil 2 des Interviews.
Eine intensive Auseinandersetzung mit den möglichen Folgen des Klimawandels erlaubt ein tiefgehendes Verständnis für die zu erwartenden Wirkungen und deren Zusammenspiel. So lassen sich rechtzeitig angemessene Handlungsoptionen entwickeln.
Die soziale Spaltung bei der Energiewende spiegelt sich auch im aktuellen Energiewendebarometer der KfW wider. Wird hier nicht gegengesteuert, öffnen sich auch Räume für klimapopulistische Argumente, zeigt eine parallele Untersuchung des DIW Berlin.
Stecken in Klimaschutz und Energiewende Chancen für die Demokratie?
Bei den Grundhaltungen zum Klimaschutz herrscht in Deutschland und Europa eine große Übereinstimmung – Unterschiede entstehen, wenn es um das konkrete "Wie" geht. Darüber ist zu reden und zuzuhören.
Die Energiewende ist kein rein technisches Projekt. Sie kann nur gelingen, wenn alle eingebunden werden – Bürger:innen, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und zivilgesellschaftliche Kräfte und Organisationen.
Muss die Debatte um Nachhaltigkeit Zukunftsangst befördern?
Sprechen Menschen als Menschen miteinander, lassen sich selbst gravierende Unterschiede in Überzeugungen oder Weltbildern konstruktiv ins Gespräch bringen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine ehrlich wertschätzende Neugier am anderen – und die Bereitschaft, sich zu öffnen.
"Von den Alpen bis zum Watt" heißt das Symposium der Wissenschaftlervereinigung VDW, das im September den Klimaforscher Hartmut Graßl ehrt. Was das mit einer demokratisch und nachhaltig gestalteten Zukunft zu tun hat, erläutert Maria Reinisch von der VDW.