Anzeige

Gesellschaft

Der Maschinengott: Wie KI die Klimadebatte verändert

Schematischer Kopf, aus dessen Hirn sich netzwerkartige Strukturen mit technisch-ökonomischen Symbolen entwickeln, alles hellblau vor dunkelblau.

Künstliche Intelligenz wird als Heilsversprechen gefeiert oder als drohende Apokalypse gefürchtet. Doch die entscheidende Auseinandersetzung findet längst statt: Wie wollen wir mit einer Technologie umgehen, die zunehmend mitbestimmt, was wir wissen, glauben und für wahr halten?

von David Zauner

Klimajournalismus

Wir schaffen das

Riesiger Solarpark in der Wüste Gobi bei Dunhuang in der westchinesischen Provinz Gansu.

Vor genau 40 Jahren wurde die "Klimakatastrophe" in Deutschland zum öffentlichen Thema. Seitdem berichtet der Autor über die Erderwärmung. Eine persönliche Bilanz über wissenschaftliche Warnungen, politische Aufbrüche und die sich abzeichnende Solarrevolution.

von Joachim Wille

Filmkritik

(Zu viele) Geschichten aus dem Eis

Zwei Männer stehen auf dem Schiffsdeck an einer großen Proben-Kartusche, die von einem nicht sichtbaren Kran abgehoben wird.

"Salz und Wasser" begleitet eine Forschungsreise in die Antarktis und zeigt die Menschen hinter der Wissenschaft. Der Film findet dafür starke Bilder und berührende Geschichten, leidet aber etwas unter der Fülle seines Materials.

von David Zauner

Klima- und Energiekrise

Die schizophrene Debatte um den Kohleausstieg

Braunkohle-Landschaft im rheinischen Revier.

In Zeiten von Rekord-Hitzewellen und stockender Klimaanpassung wird in Deutschland ein Hinausschieben des Braunkohleausstiegs in Nordrhein-Westfalen erwogen. Das Gebot der Stunde ist aber mehr denn je ein gesamtdeutscher Ausstieg aus der Braunkohleverstromung bis 2030.

ein Kommentar von Jörg Staude

Klimaforschung

"Wir wussten schon 1987, was uns droht"

Rotbrauner, durch Trockenheit rissiger Boden, in dem eine einzelne kleine grüne Pflanze wächst.

Der Klimaforscher Hartmut Graßl klärt seit 40 Jahren über die Gefahren der Erderwärmung auf. Inzwischen ist eingetreten, wovor er damals warnte. Im Interview erklärt Graßl, warum er immer noch Hoffnung hat.

Interview: Joachim Wille

Klimapolitik

Der Klimawandel wird zum Brandbeschleuniger

In einem Birkenwald lodern an zwei Stellen hohe Flammen.

Frankreich und Spanien evakuieren Hunderttausende wegen Waldbränden. Die vom Klimawandel verstärkten Katastrophen in Europa sind nicht mehr zu übersehen. Wann wachen Friedrich Merz und Katherina Reiche auf?

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Klimapolitik

Hitze tötet – die Klimakrise lässt sich nicht aussitzen

Parkbank auf einer leeren und vertrockneten Liegewiese in einem Kölner Park während der Hitzewelle 2022.

Warum schweigt die Bundesregierung zur Hitzewelle in Mitteleuropa? Warum fällt es vielen Politikern und Medien so schwer, über die größte Krise unserer Zeit sachlich aufzuklären?

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Jugend, Klimakrise und Kunst

"Jetzt erst recht"

Eine Frau kauft lebenden Fisch im Straßenverkauf eines Fischladens, sie steht bis zu den Waden im Wasser. Daneben steht ein Kind im T-Shirt mit Schwimmring, Taucherbrille und Schnorchel und schaut auf tote Fische, die in einer Auslage im Eis liegen.

Polarexperte Arved Fuchs über nachlassende Klimasorgen, das politische Rollback, Jugendliche zwischen Angst und Aufbruch – und seine neue Expedition nach Grönland.

Interview: Joachim Wille

Klima in den Medien

Happy Birthday, David Attenborough!

Porträtaufnahme von David Attenborough.

Heute, am 8. Mai 2026, wird David Attenborough 100 Jahre alt. Er gilt als die Stimme der klassischen Naturdokumentation. In den letzten Jahren hat er sich auch stark für den Klimaschutz eingesetzt. Mit Erfolg?

von Tine Heni

Soziologie

Klimapolitik sozial vorausschauend gestalten

Front einiger Mehrfamilienhäuser in Dortmund

Vorausschauende Klimasozialpolitik erkennt soziale Belastungen frühzeitig und bezieht sie systematisch in Politikgestaltung und Kommunikation ein. Sie ist ein Gegenentwurf zu regressiver Klimapolitik, die soziale Ängste gegen Klimaschutz in Stellung bringt, ohne sie aufzulösen – wie jetzt wieder in der Debatte um das neue Gebäudegesetz. 

ein Gastbeitrag von Torben Fischer, Philip Rathgeb, Leonce Röth, Maike Wittmann

Kommunikation

Die Klimabewegung hat ein Klassenproblem

Drei Männer trinken Bier in einer Kneipe und haben gute Laune, einer zeigt etwas auf seinem Smartphone.

Damit die Klimabewegung nicht scheitert, muss sie Offenheit zeigen für Menschen, die anders reden und handeln als sie selbst. Statt moralischen Perfektionismus braucht es eine Kultur der Vielfalt über Geschlechterrollen und Hautfarben hinaus.

ein Gastbeitrag von Dominic Memmel

Akzeptanz

"Partizipation beginnt, wo Menschen tatsächlich mitentscheiden können"

Windräder

Eine große Mehrheit in der Bevölkerung unterstützt die Energiewende. Doch Widerstand formiert sich dort, wo Menschen sich übergangen fühlen. Umweltpsychologin Petra Schweizer-Ries über orchestrierten Protest, mediale Verzerrung und die Macht guter Beteiligung.

Interview: David Zauner

Transformationsbarometer

Polarisierte Debatte, stabile Mehrheiten: Wie die Bevölkerung auf Klimaschutz blickt

Drei Männer sitzen zusammen und diskutieren teils erregt über ein Problem.

Verschiedene politische Initiativen versuchen, erreichte klimapolitische Erfolge abzuschwächen und rückgängig zu machen. Doch was denken die Leute im Land über nachhaltige Transformation und Klimaschutz? Eine Befragung erbrachte teils unerwartete Ergebnisse.

ein Gastbeitrag von Eric Hartmann

klima update° – Folge 264

Pflichtversicherung gegen Elementarschäden, Sanierungsquote sinkt, ADAC-Verkehrspräsident tritt zurück

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Zu wenige Häuser in Deutschland sind gegen Klimaschäden versichert. Die energetische Gebäudesanierung hat einen Tiefstand erreicht. Ein ADAC-Funktionär äußert sich positiv zur CO2-Bepreisung – und muss gehen. 

von Verena Kern, Jonas Waack

Studie zur Klimakommunikation

"Die Mehrheit der Leute ist an der Wahrheit interessiert"

Hände mehrerer Personen, die Smartphones halten, auf einem Tisch. Was angezeigt wird, ist nicht zu sehen.

Der Verweis auf breite gesellschaftliche Unterstützung für den Klimaschutz ist kein Allheilmittel, das viel verändert, sagt Politikwissenschaftler Florian Stöckel. Dazu brauche es zum Beispiel konkrete Strategien, die die Menschen mit ihren Sorgen da abholen, wo sie stehen.

von Jörg Staude

Der gute Wille

Donald Quijote

Eine als Silhouetten ausgeführte schwarze Metallplastik zeigt Don Quijote auf seinem Pferd und Sancho Pansa auf seinem Esel von hinten, in der Ferne ist ein Windpark zu sehen.

Der Präsident der USA emittiert Fake News über Windkraft, der Zweck ist durchsichtig. Warum halten Merz und Co nicht dagegen?

eine Kolumne von Joachim Wille

Autokrise

"Smart, effizient und sicher – statt gehetzt, aggressiv und gefährlich"

Die 2015 umgestaltete Avenida des Gasteiz in Vitoria: Rasengleise für Straßenbahnen, Bäume, breite Radstreifen und Fußwege.

Die Mehrheit der Menschen will eine Verkehrswende, sagt Mobilitätsforscher Helmut Holzapfel. Aber die Politik zeichne kein positives Zukunftsbild als Ausweg aus der herrschenden Autokultur.

Interview: Joachim Wille

Buchrezension

Bei 35 Grad am Traumstrand: Wo bleibt da noch die Selbstentfaltung?

Roter Sonnenschirm vor strahlend blauem Himmel.

Der Soziologe Philipp Staab beschreibt, wie der Klimawandel unsere Gesellschaft in eine Systemkrise geführt hat und warum der grüne Kapitalismus als Lösung bei vielen nicht verfängt.

von Benjamin von Brackel

Bürgerbeteiligung

"Es braucht eine demokratische Kultur, die Hoffnung trägt"

Abstimmung bei einer öffentlichen Bürgerversammlung in einem Saal.

Klimapolitik muss zuerst eine Vision vom guten Leben liefern, sagt der Philosoph Jakob Huber. Mit echter demokratischer Teilhabe statt Expertenherrschaft lasse sich die Umweltdebatte wieder vom Kopf auf die Füße stellen.

Interview: Joachim Wille

Hartmut Graßl zum 85. Geburtstag

Das Wichtigste ist das Einschalten des Gehirns

Helmut Kohl und Hartmut Graßl hinter einem Standmikrofon, Kohl hält das Gutachten in der Hand, hinter ihnen eine Grünpflanze.

Bei der Tagung "Von den Alpen bis zum Watt" am 25. September in Hamburg blickte Klimaforscher Hartmut Graßl auch selbst auf sein Leben im Dienst von Wissenschaft und Klimaschutz zurück. Klimareporter° gibt seine Ansprache hier wieder.

von Hartmut Graßl