Internationale Klimakonferenzen

Santa Marta: Hoffnung für den Fossil-Ausstieg

Uferpromenade der Stadt Santa Marta mit einem Denkmal im Kolonialstil, im Hintergrund der Hafen mit großen Kränen.

Die Ergebnisse der letzten Weltklimakonferenz COP 30 waren enttäuschend. Als Reaktion darauf berieten jetzt fast 60 Staaten im kolumbianschen Santa Marta, wie sich gemeinsam der Ausstieg aus den fossilen Energien planen lässt. Russland, China und die USA waren nicht eingeladen.

von Tine Heni

Umfrage bei Kommunen

Akzeptanz der Eneuerbaren hängt nicht am Geld allein

Luftaufnahme von Solar- und Windparks in einer weiten, ebenen Landschaft unter bewölktem Himmel.

Konkrete finanzielle Vorteile sind für Kommunen das stärkste Argument für die Energiewende – neben wirtschaftlichen Motiven –, ergab eine bundesweite Umfrage unter Bürgermeistern. Angesichts von "Glaubenskriegen" reicht das aber nicht für die Akzeptanz aller erneuerbaren Energien.

von Jörg Staude

40 Jahre Tschernobyl

Irre Wochen im Mai

Tagesschau-Screenshot vom 29. April 1986 mit einer Europakarte und der Schlagzeile: Nuklearbrand nicht unter Kontrolle.

Die Tschernobyl-Katastrophe wühlte 1986 die deutsche Öffentlichkeit auf – und führte letzten Endes zum Atomausstieg und zur Energiewende. Der Weg dorthin war aber alles andere als geradlinig.

von Joachim Wille

Energie-Gesetze

Länder nehmen Reiches EEG in die Zange

Holstein-Rinder grasen und liegen auf einer Weide in der Eider-Niederung, im Hintergrund ist ein Windpark zu sehen.

Schleswig-Holstein und Niedersachsen kritisieren die von der Wirtschaftsministerin vorgelegten Energie-Gesetze als "Investitionsrisiko" und fordern eine Erneuerbaren-Förderung bis in die 2040er Jahre. Änderungen an den Vorlagen von Reiche wollen sie auch über die Länderkammer erreichen. 

von Jörg Staude

Energiepolitisches Rollback

Energiewende verkehrt

Eigenheim mit großer Solaranlage auf dem Dach – das Bild ist aber auf den Kopf gestellt.

CDU-Energieministerin Reiche versucht ihre Konzern-nahe Agenda durchzudrücken – gegen den Widerstand von Teilen der Branche und der mitregierenden SPD. Hoffentlich können die Sozis dem Abwracken der Energiewende noch etwas entgegensetzen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Bürgerenergie-Konvent 2026

"Die Geschäftsmodelle der Bürgerenergie werden vielfältiger und innovativer"

Ein Dutzend Menschen steht am Fuß und auf der Treppe zum Turm eines Windrades, hinten stehen weitere Windräder.

Die Bürgerenergie hat sich immer für erneuerbare und gegen fossile Energien eingesetzt, für Resilienz und eine demokratische Kultur, betonen Lydia Takit und Harald Uphoff vom Bündnis Bürgerenergie. Die aktuellen Pläne des Wirtschaftsministeriums sind ein umfassender Angriff darauf, kritisieren sie.

Interview: Jörg Staude

Petersberger Klimadialog

Die grüne Welle nicht verpassen

Simon Stiell steht am Pult vor einer blauen Wand mit dem Logo des Petersberger Klimadialogs.

Es ist nicht mehr zu übersehen: Fossile Energien sind ein Sicherheitsrisiko ersten Ranges. An dieser Erkenntnis sollte endlich auch Deutschlands Regierungschef seine Politik ausrichten.

ein Kommentar von Joachim Wille

Reaktion auf Energiekrise

Mehr Homeoffice, billigere ÖPNV-Tickets, günstigere Wärmepumpen

In der Pariser Metrostation Louise Michel fährt ein U-Bahn-Zug ein.

Die EU-Kommission reagiert mit Vorschlägen zum Energiesparen auf die Teuerung infolge des Iran-Kriegs. In Deutschland gibt es deutliche Mehrheiten für die Fortsetzung der Energiewende als Weg aus der Krise.

von Joachim Wille

Dählings Woche

Ein Paket für Unabhängigkeit, ein Paket für Haushalte und eins für günstigen Strom

Porträtaufnahme von Carolin Dähling.

Kalenderwoche 16: Wir stehen vor einer Grundsatzentscheidung – zwischen einem Energiesystem mit Freiheit, Erneuerbaren und Flexibilität oder einem mit fossilen Abhängigkeiten, erklärt Carolin Dähling von der Energiegenossenschaft Green Planet Energy, Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Die "atomare Phantomdebatte" löst für sie kein einziges Problem.

Aktionstag für Erneuerbare

Treppenwitze von und mit Katherina Reiche

Eine Brückenkonstruktion reicht aufs Meer hinaus, wo überschüssiges Erdgas aus einer Gasproduktionsanlage in einer Fackel verbrannt wird. Die Szenerie ist insgesamt eher düster.

Mit der Verteidigung der erneuerbaren Energiewende gegen die Wirtschaftsministerin und Gaslobbyistin Reiche erlebt die Klimabewegung den lang erwarteten Aufschwung. Die Proteste und Aktionen sollten aber nicht vergessen lassen, dass der Klimaschutz in vielen Bereichen stagniert.

ein Kommentar von Jörg Staude

Kernfragen

Systemdienlich?

Trotz Energiekrise will die Wirtschaftsministerin die Energiewende nicht beschleunigen. Das erneuerbare Stromsystem sei zu teuer, meint Katherina Reiche. Die Bürgerinnen und Bürger sehen das anders.

eine Kolumne von Verena Kern

klima update° – Folge 273

Reiches Energiepolitik, finanzielle Vorsorge gegen Elementarschäden, Hitze-Dürre-Extreme nehmen zu

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Die Wirtschaftsministerin will den Ausbau der Erneuerbaren nicht beschleunigen. Bei der Versicherung von Wohngebäuden gegen Extremwetter soll sich Deutschland an Frankreich orientieren. Ein Drittel der Weltbevölkerung wird künftig extremer Hitze und Dürre ausgesetzt sein. 

von Verena Kern, Jonas Waack

Kemferts Woche

Entlastung bei Energiepreisen, erneuerbare Realität und die Empörung über Lösungen

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 14: Statt die Ursachen der fossilen Krisen zu beseitigen, werden Symptome mit Mitteln behandelt, die die Probleme verursachten, kritisiert Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Die Regierung müsse endlich auf Technologieklarheit setzen, auf intelligente Netze, Speicher, Flexibilität und Erneuerbare.

Umweltplanung

"Am Naturschutz scheitert die Energiewende nicht"

Windräder am Horizont in hügeliger Landschaft.

Mehr Tempo beim Erneuerbaren-Ausbau durch weniger Bürgerbeteiligung und das Beschneiden von Naturschutz – das setzt die Akzeptanz für die Energiewende aufs Spiel, warnt Rebekka Blessenohl vom Naturschutzbund Nabu.

Interview: David Zauner

Erneuerbaren-Branche 2026

"Die Erneuerbaren sind dezentral, resilient und kriegstauglich"

Ein kleiner Solarpark und drei Windräder in dörflicher Umgebung.

Die Erneuerbaren-Branche beklagt Frontalangriffe auf ihre Erzeugung und legt einen 26‑Punkte-Katalog für eine beschleunigte Energiewende vor. Derweil fordern die Bundesländer, schon 2026 zusätzlich 5.000 Megawatt Windkraft an Land auszuschreiben. 

von Jörg Staude

Rüstungswettlauf

"Diese Hochrüstung ist ein Irrwitz"

Mehrere Panzer fahren über einen Truppenübungsplatz bei Szczecin, der vordere richtet das Rohr auf die Betrachterin.

Der SPD-Umweltexperte Michael Müller fordert eine Bremse bei den Militärausgaben, damit der sozial-ökologische Umbau weitergehen kann. Bleibe es bei der geplanten Steigerung, müssten sich Klimaschutz, Soziales, Wissenschaft und Bildung um den kleiner werdenden Rest streiten.

Interview: Joachim Wille

Stromnetzausbau

Explosion der Netzentgelte kann verhindert werden

Detailaufnahme eines Strommastes von schräg unten vor schwach bewölktem Himmel.

Die Energiewende ist ohne Ausbau des Stromnetzes nicht zu haben und die Kosten dafür steigen. Zugleich ist es aber möglich, die Netzentgelte bis 2045 mindestens stabil zu halten, ergibt eine Studie des unabhängigen Energieexperten Tim Meyer.

von Jörg Staude

EU-Rechnungshofbericht

Zu viele Hürden für Energiegemeinschaften

In Ochojno südlich von Krakau montieren drei Männer eine Solaranlage auf ein Hausdach.

Nur sehr langsam kommt die "Energiewende von unten" in der EU voran, stellt der Europäische Rechnungshof in einem neuen Sonderbericht fest. Gründe seien rechtliche Hürden sowie technische Hindernisse für Energiegemeinschaften.

von Stefan Schroeter

Carbon Dioxide Removal

Der gefährliche Traum von der CO₂-Entnahme

Fotorealistische Darstellung einer Anlage, die CO2 direkt aus der Luft filtert, vor untergehender Sonne.

Staatlich geförderte Forschungsprogramme zur CO2-Entnahme lenken von den Auslösern der Klimakatastrophe ab. Viele der in den Projekten "CDR terra" und "CDR mare" untersuchten Methoden sind unzureichend, teilweise sogar schädlich und verschärfen die Klimakrise.

ein Gastbeitrag von Peter Droege

Wasserstoff-Kernnetz

Der "Champagner der Energiewende" prickelt nicht mehr

Einige Beschäftigte von Gascade stehen vor einem aufgeständerten schwarzen Rohrstück von der Größe eines Lkw, auf dem geschrieben steht: 400 Kilometer Wasserstoff-Pipeline 2025.

Der Schwenk der schwarz-roten Koalition zurück zum fossilen Erdgas bremst den ohnehin stockenden Hochlauf des Wasserstoffs noch weiter. Sogar der Bau des Wasserstoff-Kernnetzes verzögert sich.

von Jörg Staude