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Neue Energiepolitik

"Erdgas ist eine Sackgasse"

Rohre für eine Erdgasleitung liegen an der vorbereiteten Trasse, auf dem Feld daneben werden Windräder fertiggestellt.

Statt einer Energiewende à la Wirtschaftsministerin Reiche fordert Energieökonomin Claudia Kemfert eine Sofort-Offensive für Speicher und Flexibilität. Wer die Akzeptanz sichern wolle, müsse die Energiewende auch als Gerechtigkeitsprojekt verstehen.

Interview: Joachim Wille

Quaschnings Videokolumne

Energiewende-Check: Sicherheit, Kosten und Gaskraftwerke – was die Politik ignoriert

Aufmacherbild: Volker Quaschning im Anzug vor stahlblauem Hintergrund, darauf ein übers ganze Bild zuckender Blitz sowie der Schriftzug: Strom-Desaster.

Warum fordert Wirtschaftsministerin Reiche einen Neustart der Energiewende? Natürlich müssen Stellschrauben gedreht werden, aber blind Erdgaskraftwerke zu bauen, müssten wir teuer bezahlen. Wir brauchen ein unabhängiges Energiewende-Monitoring.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Erneuerbare Energien 2030

Reiches Monitoring liefert keine neuen Gaskraftwerke

Windpark und Solarpark in flacher Landschaft bei heiterem Himmel.

Das lang erwartete Monitoring liefert eine ganze Reihe von Hinweisen, wo es bei der Energiewende hakt und was für mehr Effizienz und Klimaschutz getan werden kann. Der von der Wirtschaftsministerin angestrebte Bau neuer Gaskraftwerke gehört nicht dazu.

von Jörg Staude

"Realitätscheck"

Angst vor der "Reiche-Lücke"

Katherina Reiche bei einem CDU-Vorstandstreffen im Berliner Hotel Estrel.

Das Monitoring, das die Wirtschaftsministerin angefordert hatte, liefert keine Grundlage für ein Ausbremsen der Energiewende. Katherina Reiche muss sich den wirklichen Herausforderungen stellen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Energiewende in China

Sonnenmacht mit Schattenseiten

Luftaufnahme eines riesigen solarthermischen Kraftwerks in einer Wüstenebene.

China macht rasante Fortschritte beim Solarausbau, die Eine-Million-Megawatt-Schwelle ist geknackt. Doch das Land setzt auch weiter auf Kohle, unter anderem als Industrie-Rohstoff.

von Joachim Wille

Transformationstagung

Einst und heute: Der CO₂-Preis als Grundübel

Chemiepark von Dow Chemical in Stade.

Seit mehr als einem Jahrzehnt befindet sich Gewerkschaftschef Michael Vassiliadis auf einem klimapolitischen Feldzug. Derzeit hat er wieder einmal den CO2-Preis im Visier, assistiert von der Wirtschaftsministerin.

von Jörg Staude

Energiewende in China

Chinas Doppelstrategie: Erneuerbare plus Kohle

Großer Solarpark in bergigem Gelände im nordchinesischen Datong.

In weltweit einmaliger Geschwindigkeit baut China seine erneuerbaren Energien aus. Auch wenn gleichzeitig noch neue Kohlekraftwerke entstehen: China meint es mit seinen Klimazielen ernst – anders als andere Länder. 

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Speicherboom in Deutschland

Nordrhein-Westfalen wird zum neuen Kraftzentrum

Karikatur in vier Bildern mit einem Mann und einem Kind. Der Mann ruft: Mehr Solarenergie! Mehr Windenergie! Da wird es dunkel und windstill. Der Mann schaut ratlos. Das Kind ruft: Mehr Energiespeicher!

Batteriespeicher für Ökostrom boomen hierzulande, und die alte Energieregion im Westen profitiert am stärksten. Ein entscheidender Grund für den Hochlauf sind stark gesunkene Preise. 

von Joachim Wille

Klima- und Energiepolitik

"Das bremst die Energiewende"

Solarpaneele auf einem Hausdach in Nahaufnahme

Auch weil Klimaschutz gerade wenig Konjunktur hat, lässt sich Erdgas mit einer stark verzerrten Kostendebatte gut vorantreiben, sagt Energiewendeforscher Volker Quaschning. Dem "Realitäts-Check" der Bundesregierung stellt er eine andere Betrachtung entgegen.

Interview: Joachim Wille

Klimagerechtigkeit

Der globale Süden wehrt sich

Auf einer Demonstration in Kenia werden rote Schilder hochgehalten, auf denen in einer lokalen Sprache und auf Englisch steht: Kohle vergiftet unsere Luft. Oder: Wir sind nicht blöd – Kohle ist nicht cool.

Ein Großteil der Gewinne aus Kohleprojekten im globalen Süden fließt in den globalen Norden – auf den ökologischen und sozialen Folgen bleiben die Entwicklungsländer sitzen. Doch immer mehr Menschen vor Ort setzen sich zur Wehr.

ein Gastbeitrag von Dianah Mugalizi

Serie: Chinas Klimapolitik

"Wir fragen uns heute viel stärker: Was wollen wir eigentlich erreichen?"

Ein Dutzend Menschen aus Asien und Europa sitzt in lockerer Runde in einem Klubraum zusammen.

In Deutschland nach mehr Chinakompetenz zu rufen, aber weniger dafür zu tun, funktioniert nicht, sagt Joanna Klabisch von der Stiftung Asienhaus. Zivilgesellschaftliche Kooperation mit China sei heute schwieriger, aber weiterhin möglich und wichtig. Teil 17 der Serie.

Interview: Merle Groneweg

Sladeks Woche

Energie-Geist zum Gruseln, Biomasse für sichere Versorgung und Wissenschaft als Randnotiz

Porträtaufnahme von Sebastian Sladek.

Kalenderwoche 34: Die Zukunft unserer Kinder, der Bürgerinnen und Bürger und die Energiewende verdienen nicht, im Namen eines "Realitätschecks" ausgebremst zu werden, sagt Sebastian Sladek, Vorstand der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Wärmepumpen ließen sich für ihn effizienter und sozial gerechter fördern.

Finanzpolitik

Eine Klimaschuldenbremse

Bundesfinanzministerium

Das Potsdam-Institut zeigt, wie Investitionen in die Energiewende und solide Staatsfinanzen dank einer "grün-goldenen Regel" miteinander vereinbar sind. Das könnte den Klimaschutz aus der kurzfristigen Logik der Haushaltsdebatten befreien.

von Joachim Wille

Neues Stromsystem

Verstolperter Hochlauf der Großspeicher

Weiße Container mit Batteriespeichern stehen auf einem Feld, im Hintergrund ein Windpark und einige Biogasspeicher.

Die Kapazität an Stromspeichern in Deutschland wächst rasant, und das soll laut Prognosen auch so weitergehen. Die Branche hat allerdings zunehmend mit Stolpersteinen zu kämpfen.

von David Zauner

Stromverbrauchs-Prognosen

Vom Realitätscheck zum politischen Realitätsschock

Ein Windpark, eine Solar-Freiflächenanlage und Stromleitungen auf einem Feld.

Von 600 Milliarden bis über 700 Milliarden Kilowattstunden reichen Prognosen für den Stromverbrauch 2030. Die Zahlendebatte will Wirtschaftsministerin Reiche mit einem "Realitätscheck" politisch beenden. Der könnte für die Erneuerbaren in einen Realitätsschock münden.

von Jörg Staude

"Neustart" der Energiewende

Energiepolitik mit und ohne Klimaziel

Ein Energietechniker mit Laptop steht in einem Umspannwerk und schaut schräg nach oben, auf seiner gelbgrünen Jacke und seinem weißen Helm sind die Firmenlogos von Westnetz und Westenergie.

Die Vorgaben für das von Wirtschaftsministerin Reiche bestellte Energie-Monitoring sind mangelhaft, ergibt eine Analyse. Untersucht würden auch Szenarien, die das verfassungsrechtlich untermauerte Klimaziel gar nicht einhalten.

von Joachim Wille

Kemferts Woche

Üppiges erneuerbares Backup, überflüssiges Gasbohren und Deutschlands Klima-Verantwortung

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 30: Erneuerbare Alternativen können deutlich mehr Flexibilität liefern als die von Wirtschaftsministerin Reiche angestrebten neuen Gaskraftwerke, sagt Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Reiches Argument, ohne Erdgas müssten Kohlekraftwerke länger laufen, überzeugt sie nicht.

Erneuerbare – Netze – Speicher

"Heimspeicher dienen derzeit nicht wirklich dem Netz und dem Strommarkt"

Zwei Solarpaneele am Geländer einer großen Terrasse auf einem Haus mit Holzverkleidung.

Eigene Solaranlagen mit Speicher helfen den Verteilnetzen erst, wenn dadurch der Ausbau des Stromnetzes vermieden wird, sagt Dirk Uwe Sauer von der RWTH Aachen. Um diesen Nutzen zu erschließen, fehle es an flächendeckender Steuerung und Preissignalen. Teil 3 und Schluss des Interviews.

Interview: Jörg Staude

Erneuerbare – Netze – Speicher

"Mit negativen Strompreisen werden wir für eine Übergangszeit leben"

Ein Sturm zieht über einen Windpark in ebener Landschaft hin.

Beim Stromerzeugen mit Sonne und Wind wird es auch künftig Zeiten mit hohen Spitzen geben, die abzuregeln sind, sagt Dirk Uwe Sauer von der RWTH Aachen. Speicher und Netze so weit auszubauen, um auch die letzte Kilowattstunde zu nutzen, lohne sich nicht. Teil 1 des Interviews.

Interview: Jörg Staude

Erneuerbaren-Ausbau

Schwarz-Rot bremst Windkraft beschleunigt aus

Liegendes Rotorblatt auf einer Windrad-Baustelle, das dicke Ende offen wie eine Röhre.

Gegen Grüne und Linke und den Rat von Umweltjuristen beschließt die Koalition die Umsetzung der RED-III-Richtlinie für erneuerbare Energien. Es bleibt bei der Streichung des "überragenden öffentlichen Interesses" außerhalb von Windenergiegebieten.

von Jörg Staude