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Folgen des Iran-Kriegs

Trump treibt globale Energiewende voran

Lachender vietnamesischer Solarmonteur mit gelbem Helm bei der Arbeit.

Der Iran-Krieg lässt wichtige Länder in Asien plötzlich umdenken. Der neue Trend geht weg von Öl und Gas, hin zu Erneuerbaren und E‑Autos. Die Strom-Infrastruktur hat allerdings viele Mängel.

von Joachim Wille

Irena-Bericht

Erneuerbare schlagen Kohle und Gas – auch rund um die Uhr

Ein großer Solarpark mit Batteriespeichern in der Wüste.

Wind- und Solarparks mit Batteriespeichern liefern den Strom an vielen Orten der Welt bereits günstiger als fossile Kraftwerke, zeigt eine neue Untersuchung. Das dürfte auch die Debatte um neue Gaskraftwerke in Deutschland beeinflussen.

von Joachim Wille

Esys-Jahrestagung

Energieforscher wollen sich mehr Schocks aussetzen

Hinter einer Siedlung stehen fünf Windräder.

Die fossilen Energiekrisen konfrontieren auch die Energieforschung mit neuen Herausforderungen, zeigte jüngst die Jahrestagung des Akademienprojekts Esys. Ziel der Wissenschaftler ist es herauszufinden, wie mit schockartigen Entwicklungen im Energiesystem künftig besser umgegangen werden kann. 

von Jörg Staude

Globale Energiewende

Fossiler Knoten gelockert

Steinkohle-Tagebau Patilla in Kolumbien

Die Konferenz zum Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas im kolumbianischen Santa Marta war noch kein Durchbruch. Aber das Format ist nützlich und kann helfen, die fossile Blockade auf den Klimagipfeln aufzubrechen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Internationale Klimakonferenzen

Santa Marta: Hoffnung für den Fossil-Ausstieg

Uferpromenade der Stadt Santa Marta mit einem Denkmal im Kolonialstil, im Hintergrund der Hafen mit großen Kränen.

Die Ergebnisse der letzten Weltklimakonferenz COP 30 waren enttäuschend. Als Reaktion darauf berieten jetzt fast 60 Staaten im kolumbianschen Santa Marta, wie sich gemeinsam der Ausstieg aus den fossilen Energien planen lässt. Russland, China und die USA waren nicht eingeladen.

von Tine Heni

Umfrage bei Kommunen

Akzeptanz der Eneuerbaren hängt nicht am Geld allein

Luftaufnahme von Solar- und Windparks in einer weiten, ebenen Landschaft unter bewölktem Himmel.

Konkrete finanzielle Vorteile sind für Kommunen das stärkste Argument für die Energiewende – neben wirtschaftlichen Motiven –, ergab eine bundesweite Umfrage unter Bürgermeistern. Angesichts von "Glaubenskriegen" reicht das aber nicht für die Akzeptanz aller erneuerbaren Energien.

von Jörg Staude

40 Jahre Tschernobyl

Irre Wochen im Mai

Tagesschau-Screenshot vom 29. April 1986 mit einer Europakarte und der Schlagzeile: Nuklearbrand nicht unter Kontrolle.

Die Tschernobyl-Katastrophe wühlte 1986 die deutsche Öffentlichkeit auf – und führte letzten Endes zum Atomausstieg und zur Energiewende. Der Weg dorthin war aber alles andere als geradlinig.

von Joachim Wille

Energie-Gesetze

Länder nehmen Reiches EEG in die Zange

Holstein-Rinder grasen und liegen auf einer Weide in der Eider-Niederung, im Hintergrund ist ein Windpark zu sehen.

Schleswig-Holstein und Niedersachsen kritisieren die von der Wirtschaftsministerin vorgelegten Energie-Gesetze als "Investitionsrisiko" und fordern eine Erneuerbaren-Förderung bis in die 2040er Jahre. Änderungen an den Vorlagen von Reiche wollen sie auch über die Länderkammer erreichen. 

von Jörg Staude

Energiepolitisches Rollback

Energiewende verkehrt

Eigenheim mit großer Solaranlage auf dem Dach – das Bild ist aber auf den Kopf gestellt.

CDU-Energieministerin Reiche versucht ihre Konzern-nahe Agenda durchzudrücken – gegen den Widerstand von Teilen der Branche und der mitregierenden SPD. Hoffentlich können die Sozis dem Abwracken der Energiewende noch etwas entgegensetzen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Bürgerenergie-Konvent 2026

"Die Geschäftsmodelle der Bürgerenergie werden vielfältiger und innovativer"

Ein Dutzend Menschen steht am Fuß und auf der Treppe zum Turm eines Windrades, hinten stehen weitere Windräder.

Die Bürgerenergie hat sich immer für erneuerbare und gegen fossile Energien eingesetzt, für Resilienz und eine demokratische Kultur, betonen Lydia Takit und Harald Uphoff vom Bündnis Bürgerenergie. Die aktuellen Pläne des Wirtschaftsministeriums sind ein umfassender Angriff darauf, kritisieren sie.

Interview: Jörg Staude

Petersberger Klimadialog

Die grüne Welle nicht verpassen

Simon Stiell steht am Pult vor einer blauen Wand mit dem Logo des Petersberger Klimadialogs.

Es ist nicht mehr zu übersehen: Fossile Energien sind ein Sicherheitsrisiko ersten Ranges. An dieser Erkenntnis sollte endlich auch Deutschlands Regierungschef seine Politik ausrichten.

ein Kommentar von Joachim Wille

Reaktion auf Energiekrise

Mehr Homeoffice, billigere ÖPNV-Tickets, günstigere Wärmepumpen

In der Pariser Metrostation Louise Michel fährt ein U-Bahn-Zug ein.

Die EU-Kommission reagiert mit Vorschlägen zum Energiesparen auf die Teuerung infolge des Iran-Kriegs. In Deutschland gibt es deutliche Mehrheiten für die Fortsetzung der Energiewende als Weg aus der Krise.

von Joachim Wille

Dählings Woche

Ein Paket für Unabhängigkeit, ein Paket für Haushalte und eins für günstigen Strom

Porträtaufnahme von Carolin Dähling.

Kalenderwoche 16: Wir stehen vor einer Grundsatzentscheidung – zwischen einem Energiesystem mit Freiheit, Erneuerbaren und Flexibilität oder einem mit fossilen Abhängigkeiten, erklärt Carolin Dähling von der Energiegenossenschaft Green Planet Energy, Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Die "atomare Phantomdebatte" löst für sie kein einziges Problem.

Aktionstag für Erneuerbare

Treppenwitze von und mit Katherina Reiche

Eine Brückenkonstruktion reicht aufs Meer hinaus, wo überschüssiges Erdgas aus einer Gasproduktionsanlage in einer Fackel verbrannt wird. Die Szenerie ist insgesamt eher düster.

Mit der Verteidigung der erneuerbaren Energiewende gegen die Wirtschaftsministerin und Gaslobbyistin Reiche erlebt die Klimabewegung den lang erwarteten Aufschwung. Die Proteste und Aktionen sollten aber nicht vergessen lassen, dass der Klimaschutz in vielen Bereichen stagniert.

ein Kommentar von Jörg Staude

Kernfragen

Systemdienlich?

Trotz Energiekrise will die Wirtschaftsministerin die Energiewende nicht beschleunigen. Das erneuerbare Stromsystem sei zu teuer, meint Katherina Reiche. Die Bürgerinnen und Bürger sehen das anders.

eine Kolumne von Verena Kern

klima update° – Folge 273

Reiches Energiepolitik, finanzielle Vorsorge gegen Elementarschäden, Hitze-Dürre-Extreme nehmen zu

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Die Wirtschaftsministerin will den Ausbau der Erneuerbaren nicht beschleunigen. Bei der Versicherung von Wohngebäuden gegen Extremwetter soll sich Deutschland an Frankreich orientieren. Ein Drittel der Weltbevölkerung wird künftig extremer Hitze und Dürre ausgesetzt sein. 

von Verena Kern, Jonas Waack

Kemferts Woche

Entlastung bei Energiepreisen, erneuerbare Realität und die Empörung über Lösungen

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 14: Statt die Ursachen der fossilen Krisen zu beseitigen, werden Symptome mit Mitteln behandelt, die die Probleme verursachten, kritisiert Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Die Regierung müsse endlich auf Technologieklarheit setzen, auf intelligente Netze, Speicher, Flexibilität und Erneuerbare.

Umweltplanung

"Am Naturschutz scheitert die Energiewende nicht"

Windräder am Horizont in hügeliger Landschaft.

Mehr Tempo beim Erneuerbaren-Ausbau durch weniger Bürgerbeteiligung und das Beschneiden von Naturschutz – das setzt die Akzeptanz für die Energiewende aufs Spiel, warnt Rebekka Blessenohl vom Naturschutzbund Nabu.

Interview: David Zauner

Erneuerbaren-Branche 2026

"Die Erneuerbaren sind dezentral, resilient und kriegstauglich"

Ein kleiner Solarpark und drei Windräder in dörflicher Umgebung.

Die Erneuerbaren-Branche beklagt Frontalangriffe auf ihre Erzeugung und legt einen 26‑Punkte-Katalog für eine beschleunigte Energiewende vor. Derweil fordern die Bundesländer, schon 2026 zusätzlich 5.000 Megawatt Windkraft an Land auszuschreiben. 

von Jörg Staude

Rüstungswettlauf

"Diese Hochrüstung ist ein Irrwitz"

Mehrere Panzer fahren über einen Truppenübungsplatz bei Szczecin, der vordere richtet das Rohr auf die Betrachterin.

Der SPD-Umweltexperte Michael Müller fordert eine Bremse bei den Militärausgaben, damit der sozial-ökologische Umbau weitergehen kann. Bleibe es bei der geplanten Steigerung, müssten sich Klimaschutz, Soziales, Wissenschaft und Bildung um den kleiner werdenden Rest streiten.

Interview: Joachim Wille