Dählings Woche

Ökostrom – doppelt abgeregelt, unflexibel abgeschöpft und mit Trostpflastern abgespeist

Porträtaufnahme von Carolin Dähling.

Kalenderwoche 30: Trotz Nachbesserungen bleiben die Gesetzesprojekte des Wirtschaftsministeriums zum EEG und zum Netzpaket eine potenziell toxische Mischung, sagt Carolin Dähling von der Energiegenossenschaft Green Planet Energy, Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Sie kritisiert, dass mit der EEG-Novelle grüner Wasserstoff aus dem Programm gestrichen wird.

Energiewende

Der Physik folgen, Kosten senken – die dänische Lektion

Windräder in einer Seenlandschaft in Westjütland.

Dänemark steuert seine Energiewende pragmatisch und schaut auf das Gesamtsystem statt nur auf Einzeloptimierung. So wurden hohe Erneuerbaren-Anteile möglich – und nun sinken auch die Strompreise. Deutschland kann davon lernen.

ein Gastbeitrag von Jens Geier, Klaus Mindrup

Energiegesetzgebung

Riskantes Zeitspiel um EEG und Netzpaket

Katherina Reiche mit undurchdringlichem Gesichtsausdruck bei einem öffentlichen Termin vor der Presse.

Erst nach der Sommerpause will die Koalition im Bundestag über die EEG-Reform und das Netzpaket weiter verhandeln. Das sorgt schon jetzt für Verunsicherung in der Erneuerbaren-Branche. 2027 droht ein realer Förderstopp.

von Jörg Staude

CDU-Klimapolitiker

"Es droht eine Kostenfalle für Haushalte"

Ein Klempner arbeitet an einem Heizkessel und installiert Verbindungsrohre für eine Heizungsanlage.

Der Vorsitzende der Klima-Union, Thomas Heilmann, begrüßt Nachbesserungen am Heizungsgesetz, sieht aber weiter rechtliche Risiken. Er bezweifelt, dass Atomkraft eine schnelle Lösung fürs Klima sein kann. Teil 1 des Interviews.

Interview: Joachim Wille

Studie für Erneuerbaren-Branche

Der "Sweet Spot" bei den großen Stromspeichern

Ein großer weißer Container wird von einem nicht sichtbaren Kran auf ein Fundament gestellt, etwas im Hintergrund stehen Windräder.

Wäre das deutsche Stromsystem flexibel genug, wäre mehr Ökostrom nutzbar – zugleich sänken die Stromkosten und die nötigen EEG-Zuschüsse vom Staat. Den Mehrfachnutzen gerade großer Batteriespeicher macht jetzt eine Fraunhofer-Studie im Auftrag der Erneuerbaren-Branche klar.

von Jörg Staude

Stromverbrauch in USA steigt

Trumps fossiler Kurs stoppt Energiewende nicht

Ein Kran hebt einen weißen Container auf ein Streifenfundament, dirigiert von einigen Monteuren, im Hintergrund eine Halbwüsten-Landschaft.

Der US-Präsident attackiert Wind- und Solarenergie, doch der Ökostrom-Ausbau geht weiter. Allerdings: Für den Klimaschutz reicht das nicht. Denn ohne politische Strategie bleibt der Umbau Stückwerk.

von Joachim Wille

Kemferts Woche

Wirksamer Hitzeschutz, verunsicherte Solar-Haushalte und hartnäckige alte Reflexe

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 26: Viel Solarstrom ist ein Erfolg und kein Problem – die Aufgabe ist, das Energiesystem endlich konsequent auf die Erneuerbaren auszurichten, sagt Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Schreitet die Erderhitzung weiter so voran, stößt auch die beste Anpassung an Grenzen, warnt sie.

Zukunftsbranchen

"Solarfabriken kann man auch bei uns betreiben"

Arbeiterin in weißer Schutzkleidung an einer Maschine zur Herstellung von Solarpaneelen in einer Produktionshalle.

China erntet jetzt die Früchte einer jahrzehntelangen konsequenten Industriepolitik, sagt Eicke Weber. Der führende Energiewendeforscher über die Boombranche Photovoltaik und Deutschlands Chancen, hier wieder Anschluss zu finden.

Interview: Joachim Wille

UBA-Analyse

Randfigur Atomkraft

Auf einem abgemähten Getreidefeld liegen runde Strohballen, im Hintergrund stehen vier große, graue Kraftwerks-Kühltürme.

Eine neue Studie für das Umweltbundesamt sieht keine weltweite Renaissance der Kernenergie. Wind- und Solarenergie seien schneller, günstiger und besser geeignet, um die Erderwärmung zu bremsen.

von Joachim Wille

Dählings Woche

Toxische Energiepolitik, total verdrehte Solardebatte und die Merkelsche Prägung

Porträtaufnahme von Carolin Dähling.

Kalenderwoche 23: Es ist höchste Zeit, dass Union und Wirtschaftsministerium die Blockade der Erneuerbaren aufgeben und in den Dialog einsteigen, sagt Carolin Dähling von der Energiegenossenschaft Green Planet Energy, Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Fürs Energy Sharing verlangt sie einfache, schnell umsetzbare Prozesse auf Basis vorhandener Standards.

Veranstaltungsdokumentation

Rollback bei der Energiewende? Ursula Heinen-Esser, Sophia Eltrop und Claudia Kemfert diskutierten

Ursula Heinen-Esser, Sophia Eltrop und Claudia Kemfert bei der Podiumsdiskussion von Klimareporter im Publix.

Ob fossile Krise, EEG-Reform, Netzpaket oder die Frage, welche neuen Kraftwerke Deutschland braucht – das fast zweistündige von Klimareporter° veranstaltete Podiumsgespräch zum Energiewende-Rollback war streitbar, kritisch und mit Momenten, die Hoffnung machen.

von Klimareporter°

Künftiges Energiesystem

Dunkelflaute als Normalfall?

Luftaufnahme des Kraftwerks Irsching mit drei Erdgas-Blöcken, jeweils in Zylinderform mit einem schmalen Metallschornstein, der mit rot-weißen Streifen angestrichen ist.

Der fossile Energiekonzern Uniper sieht wind- und sonnenarme Phasen als Dauerproblem des Stromsystems. Energiewendeforscher warnen vor einer interessengeleiteten Debatte, die Speicher und flexible Verbraucher zugunsten neuer Gaskraftwerke ausbremsen könnte.

von Joachim Wille

Umweltpolitik

"Man darf sich von Industrielobbys nicht erpressen lassen"

Angela Merkel schneidet eine Torte an, während Barbara Hendricks hilft und Jürgen Trittin, Peter Altmaier und Klaus Töpfer zusehen. Auf der Torte steht: 30 Jahre Bundesumweltministerium.

Dank der Energiewende ist Deutschland aus Atom und Kohle ausgestiegen, bilanziert Ex-Umweltminister Jürgen Trittin im Interview zum 40‑jährigen Jubiläum des Bundes­umwelt­ministeriums und über das aktuelle politische Rollback.

Interview: Joachim Wille

Bürgerenergie-Konvent 2026

"Für Kommunen ist das Stromkabel übern Zaun keine Lösung"

Eine Fahne mit dem Logo vom Bündnis Bürgerenergie, daneben eine Solarstrom-Anlage und Bäume.

Energy Sharing heißt auch, dass Kommunen ihre im Stadtgebiet verteilten Liegenschaften mit selbst erzeugter erneuerbarer Energie versorgen können, betonen Lydia Takit und Harald Uphoff vom Bündnis Bürgerenergie. Sie plädieren für mehr Erneuerbare, mehr Bürgerenergie, niedrigere Strom- und Wärmepreise sowie weniger Abhängigkeit von fossilen Importen.

Interview: Jörg Staude

Quaschnings Videokolumne

Weltuntergang abgesagt: Der dreisteste Klima-Fake des Jahres

Aufmacherbild: Volker Quaschning steht im Anzug in einer komplett überfluteten Landschaft und hebt voller Angst die Hände.

Trump jubelt, Rechtspopulisten feiern: Der Weltklimarat streicht den Weltuntergang! Wer das glaubt, ist auf einen der dreistesten Fakten-Tricks der letzten Jahre reingefallen.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Erneuerbare Stromerzeugung

Die Offshore-Krise der Verbrenner

Zahlreiche Windräder auf dem Meer bei bewölktem Himmel, im Hintergrund die Umspannstation.

Was Anfang der 2020er Jahre als Erfolg der Energiepolitik erschien, droht ins Stocken zu geraten. Bis zu 16.000 Megawatt Offshore-Projekte in der Nord- und Ostsee sind aktuell gefährdet. Deren Projektierer, Öl- und Gaskonzerne vor allem, wollen augenscheinlich bessere Konditionen.

von Jörg Staude

Energiewende

Auf Spurensuche nach Akzeptanz

Ansicht von Ferne auf fast ein ganzes Dorf, hinten am Horizont der welligen Landschaft stehen zwei Windräder.

Umfragen zeigen weiter breite Unterstützung für erneuerbare Energien. Gleichzeitig nehmen Bürgerbegehren, Klagen und Proteste zu. Eine Spurensuche zwischen Beteiligung, politischer Stimmung und der Frage, wie Akzeptanz wirklich entsteht.

von David Zauner

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Klimaschützer Trump

KI-generiertes, fotorealistisches Bild: Donals Trump als Köning auf dem Thron, in der Hand als Reichsapfel eine Weltkugel, auf der einige Windräder stehen.

Donald Trump versucht, erneuerbare Energien zu verhindern. Doch in den USA wachsen Solar- und Windkraft weiter, weil fossile Energien teurer sind. Und der Irankrieg zeigt allen: Abhängigkeit von Öl und Gas macht verletzlich. Deshalb boomen weltweit Wärmepumpen, Solaranlagen und E‑Autos. 

eine Kolumne von Volker Quaschning

Folgen des Iran-Kriegs

Trump treibt globale Energiewende voran

Lachender vietnamesischer Solarmonteur mit gelbem Helm bei der Arbeit.

Der Iran-Krieg lässt wichtige Länder in Asien plötzlich umdenken. Der neue Trend geht weg von Öl und Gas, hin zu Erneuerbaren und E‑Autos. Die Strom-Infrastruktur hat allerdings viele Mängel.

von Joachim Wille

Irena-Bericht

Erneuerbare schlagen Kohle und Gas – auch rund um die Uhr

Ein großer Solarpark mit Batteriespeichern in der Wüste.

Wind- und Solarparks mit Batteriespeichern liefern den Strom an vielen Orten der Welt bereits günstiger als fossile Kraftwerke, zeigt eine neue Untersuchung. Das dürfte auch die Debatte um neue Gaskraftwerke in Deutschland beeinflussen.

von Joachim Wille