Haushalt 2027

Klimafonds auf der schiefen Ebene

Ein brach liegendes Feld vor wolkenlosem Himmel, aus einer um 45 Grad schiefen Perspektive aufgenommen.

Finanzminister Klingbeil will 2,7 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds in den normalen Haushalt umleiten. Dagegen regt sich nun auch in den Fraktionen von Union und SPD Widerstand.

von Joachim Wille

Hitzeschutz

Lässt sich aus der Hitzewelle politische Energie ziehen?

Handgemaltes Protest-Plakat mit der Aufschrift: Make Earth Cool Again

Die Realität der Klimakrise erteilt allzu naiven Hoffnungen eine Absage, Klimafolgen würden die Menschen politisch aufrütteln, wenn sie in ihrem Alltag spürbar werden. Für den Staat ist Hitzeschutz bislang ohnehin vor allem eine Sache der Eigenverantwortung.

ein Gastbeitrag von Lasse Thiele

Haushaltsentwurf

Klima als Kasse

Zahlreiche große, schwarze Autos auf dem Parkplatz am Flughafen Niederrhein in der Abenddämmerung.

Finanzminister Klingbeil vergreift sich am Geld, das eigentlich für den klimagerechten Umbau von Industrie, Gebäuden und Verkehr gedacht ist. Diese Zweckentfremdung muss gestoppt werden.

ein Kommentar von Joachim Wille

Klima- und Transformationsfonds

Zweckentfremdung von Klima-Milliarden

Bundesfinanzministerium

Einnahmen aus dem CO2-Emissionshandel sollen nächstes Jahr Haushaltslöcher stopfen. Das sieht der Etatplan für 2027 von SPD-Finanzminister Lars Klingbeil vor. Umweltverbände sprechen vom "nächsten Angriff von Schwarz-Rot auf den Klimaschutz".

von Hannes Koch

Klimaanpassung

Hitze steigt schneller als Hitzeschutz

Luftaufnahme einer mittelgroßen deutschen Stadt im Sommer.

Deutschland ist auf die Folgen extremer Hitze gerade für gefährdete Menschen schlecht vorbereitet, kritisieren Organisationen der Zivilgesellschaft. Das Umweltministerium baut auf Leitfäden, natürlichen Klimaschutz – und hofft auf frisches Geld im Bundeshaushalt.

von Jörg Staude

CO₂-Budget und Investitionen

Die Klimaschuld der Superreichen

Luftaufnahme: Yachthafen von Monaco in der Draufsicht mit einigen großen Yachten und einer Megayacht.

Eine neue Untersuchung beziffert den Beitrag der reichsten 0,01 Prozent zur Erderwärmung auf fast eine Billion US-Dollar pro Jahr. Dabei geht es weniger um persönlichen Konsum als um Investitionsentscheidungen.

von Joachim Wille

Global Justice Report

Gerechtigkeit als Klimaplan

Stadtansicht von Mumbai mit einem sehr armen Viertel im Vordergrund und einem sehr reichen Viertel im Hintergrund.

Weniger Ungleichheit, weniger fossile Energie, weniger Überkonsum – und trotzdem mehr Wohlstand für die meisten Menschen. Ein Team um den Ökonomen Thomas Piketty legt eine Vision für das Überleben des Planeten vor.

von Joachim Wille

Transformation

"Stadtwandel bewegt sich zwischen Systemversagen und Inseln des Gelingens"

Wuppertal Schwebebahn

Der Umweltforscher Uwe Schneidewind erlebte als Wuppertaler Oberbürgermeister, wie nachhaltige Sachpolitik immer wieder machtpolitischen Erwägungen untergeordnet wird und kurzfristige Themen dominieren. Im Interview beschreibt er, wie Städte zukunftsfähig gemacht werden können.

Interview: Joachim Wille

klima update° – Folge 279

Deutschland nicht auf Klimakurs, Streit um "Klimahorror", Kürzungen im Klimafonds

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Der Expertenrat für Klimafragen stellt der Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis aus. Klimaleugner machen die Streichung des extremsten Erwärmungsszenarios zu einer politischen Waffe. Förderprogramme für Haushalte mit wenig Einkommen könnten entfallen.

von Verena Kern, Tabea Kirchner

Solarstrom-Förderung

Reiche stellt dem Moorschutz den Strom ab

Moorlandschaft mit Grasland und Wasser. Vorn moortypische Pflanzen, hinten einige Bäume.

Um die Ziele im Klima- und Naturschutz zu erreichen, ist Photovoltaik auf wiedervernässten Mooren unverzichtbar. Diese auch wirtschaftlich rentable Doppelnutzung von Flächen will Wirtschaftsministerin Reiche jetzt im Zuge der EEG-Reform unmöglich machen.

von Jörg Staude

Kürzungen im Klimafonds

Kleinvieh macht Klima-Mist

Ein gefüllter Kühlschrank

Die Bundesregierung sucht nach Sparmöglichkeiten im Haushalt, auch im Klimafonds. Dort geraten Förderprogramme wie der Stromspar-Check für Privathaushalte mit niedrigen Einkommen in den Fokus. Die Einsparungen wären gering, der Schaden nicht.

von Hannes Koch

Bürgerenergie-Konvent 2026

Der lange Weg zu Finanz-Standards für Bürger-Energieprojekte

Rostrot verputztes Gebäude mit einfachen Fenstern und einem eher schmucklosen, aus Metall gestalteten Eingangsbereich mit Glastür.

Die Energiewende braucht Tempo. Doch ausgerechnet dort, wo Bürgerinnen und Bürger sie selbst vorantreiben wollen, stockt es häufig – bei der Finanzierung. Entscheidend sind standardisierte Prozesse, die zugleich flexibel genug bleiben, um lokale Besonderheiten zu berücksichtigen.

ein Gastbeitrag von Urszula Papajak

Umfrage bei Kommunen

Akzeptanz der Eneuerbaren hängt nicht am Geld allein

Luftaufnahme von Solar- und Windparks in einer weiten, ebenen Landschaft unter bewölktem Himmel.

Konkrete finanzielle Vorteile sind für Kommunen das stärkste Argument für die Energiewende – neben wirtschaftlichen Motiven –, ergab eine bundesweite Umfrage unter Bürgermeistern. Angesichts von "Glaubenskriegen" reicht das aber nicht für die Akzeptanz aller erneuerbaren Energien.

von Jörg Staude

Neues Förderprogramm

Milliarden sollen Moore nass machen

Mit dem Traktor wird Kunstdünger auf einem abgeernteten Maisfeld ausgebracht.

Eine "historische Trendwende" bei der Wiedervernässung trockengelegter Moore soll ein neues Bundes-Förderprogramm bringen. Moore können so der Landwirtschaft erhalten bleiben und als regionale Wasserspeicher dienen, wirbt das Umweltministerium. Und dem Klimaschutz hilft es auch.

von Jörg Staude

Marktinstrumente für die Umwelt

Energiegeld statt Energiepreisbremse

Auf einer Stromrechnung befinden sich drei Stapel mit Ein-, Zwei- und Fünf-Cent-Münzen und einige verstreute andere Münzen. Ein Stift, ein Taschenrechner und eine Glühbirne sind ebenfalls sichtbar.

Mit der anhaltenden Energiekrise steigt die Versuchung, steigende Kosten mit Preisdeckeln und versteckten Subventionen abzufedern. Das wäre ökologisch falsch, sozial ungerecht und ökonomisch ineffizient. Nötig ist ein direktes Energiegeld, das Belastungen fair ausgleicht und den Druck für die Energiewende aufrechterhält.

ein Gastbeitrag von Gerhard Hübener

Extremwetterschäden

Unversicherte Klimarisiken für Häuser

Schöne Einfamilienhäuser am Seeufer, deren beleuchtete Fenster sich in der Abenddämmerung im ruhigen Wasser spiegeln.

Trotz Milliardenschäden und steigenden Klimarisiken gibt es in Deutschland noch immer keine Pflicht, Gebäude gegen Elementarschäden zu versichern. Die Organisation Urgewald hat die Modelle dafür analysiert – und fordert, die fossilen Verursacher finanziell zu beteiligen.

von Jörg Staude

Klimapolitik

Der Blick in die G(l)askugel

Erde

Die Warnung vor dem "Teuer-Heizen-Gesetz" ist derzeit ein beliebter Frame in Verbänden und der grünen Politik. Der gewollte Ausstieg aus der Erdgasnutzung ist aber nicht vordergründig eine Frage des Preises. Entscheidend fürs Klima ist der Stopp fossiler CO2-Emissionen.

ein Kommentar von Jörg Staude

Rüstungswettlauf

"Diese Hochrüstung ist ein Irrwitz"

Mehrere Panzer fahren über einen Truppenübungsplatz bei Szczecin, der vordere richtet das Rohr auf die Betrachterin.

Der SPD-Umweltexperte Michael Müller fordert eine Bremse bei den Militärausgaben, damit der sozial-ökologische Umbau weitergehen kann. Bleibe es bei der geplanten Steigerung, müssten sich Klimaschutz, Soziales, Wissenschaft und Bildung um den kleiner werdenden Rest streiten.

Interview: Joachim Wille

Förderung soll einfacher werden

Kommunaler Klimaschutz im Förderdschungel

Panorama-Aufnahme der Stadt Kaiserlautern mit alten und neuen Stadtteilen.

Bis zu 19 Milliarden Euro müssten Kommunen jährlich in Klimaschutz investieren. Doch tatsächlich ist es nur ein Bruchteil. Eine Studie zeigt: Vor allem komplizierte Förderstrukturen und bürokratische Hürden bremsen den Klimaschutz vor Ort aus.

von Sandra Kirchner