EU-Gesetzesvorschlag

Schwachgrüner Deal

Das Berlaymont-Gebäude, Sitz der EU-Kommission, mit einem Banner: "You control climate change."

Die geplante Reform des europäischen Emissionshandels bedroht dessen Wirksamkeit. Sie verlängert alte, fossile Geschäftsmodelle, die keine Zukunft haben. 

ein Kommentar von Joachim Wille

Santarius' Woche

"Derzeit geht es darum, den weiteren Backlash beim Klimaschutz aufzuhalten"

Porträtaufnahme von Tilman Santarius.

Kalenderwoche 28: Klimapolitik kann nicht erfolgreich sein, lässt sie die zunehmende soziale Polarisierung außer Acht, warnt Tilman Santarius, Geschäftsführer des Deutschen Klima-Konsortiums und neues Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Eine Politik, die CO2-intensive Lebensstile schont und stattdessen die Mehrheit belastet, verliert für ihn die Legitimation.

Gebäude­modernisierungs­gesetz

"Klimaneutralität 2045 nicht verschieben"

Ansicht eines Dorfes in Hessen mit einer Kirche, vielen kleineren Häusern und Solaranlagen auf einigen Dächern.

Auch wirtschaftspolitisch negative Folgen befürchtet der Vorsitzende der Klima-Union, Thomas Heilmann, falls sich Deutschland für die Netto-Null länger Zeit lassen will. Nötig sei jetzt ein verlässlicher Rahmen für klimafreundliche Investitionen. Teil 2 des Interviews.

Interview: Joachim Wille

Merz-Regierung

Das betäubende Klima-Schweigen

Der Bundestag aus der Ferne über die große Wiese betrachtet.

Eine Regierungserklärung ohne eines der wichtigsten Themen? Klima nur noch Randthema in den Medien und bei der Jugend? In Zeiten multipler Krisen braucht Politik nicht weniger, sondern mehr Mut.

ein Kommentar von Joachim Wille

CDU-Klimapolitiker

"Es droht eine Kostenfalle für Haushalte"

Ein Klempner arbeitet an einem Heizkessel und installiert Verbindungsrohre für eine Heizungsanlage.

Der Vorsitzende der Klima-Union, Thomas Heilmann, begrüßt Nachbesserungen am Heizungsgesetz, sieht aber weiter rechtliche Risiken. Er bezweifelt, dass Atomkraft eine schnelle Lösung fürs Klima sein kann. Teil 1 des Interviews.

Interview: Joachim Wille

Klima- und Transformationsfonds

Zweckentfremdung von Klima-Milliarden

Bundesfinanzministerium

Einnahmen aus dem CO2-Emissionshandel sollen nächstes Jahr Haushaltslöcher stopfen. Das sieht der Etatplan für 2027 von SPD-Finanzminister Lars Klingbeil vor. Umweltverbände sprechen vom "nächsten Angriff von Schwarz-Rot auf den Klimaschutz".

von Hannes Koch

Effektiver Klimaschutz

Damit das Leben besser wird

Auf Hollandrädern fährt ein Dutzend Menschen über eine Kreuzung in einem Amsterdamer Altstadtviertel, eine blau-weiße Straßenbahn überholt sie.

Gedämmte Häuser, weniger Autoverkehr und ein effizienterer Materialeinsatz können das Wohlbefinden stärker erhöhen als der bloße Austausch fossiler Technik, zeigt eine internationale Studie. Die Alternativen müssen aber bezahlbar, verfügbar und einfach zu nutzen sein.

von Joachim Wille

Klimapolitik

Hitze tötet – die Klimakrise lässt sich nicht aussitzen

Parkbank auf einer leeren und vertrockneten Liegewiese in einem Kölner Park während der Hitzewelle 2022.

Warum schweigt die Bundesregierung zur Hitzewelle in Mitteleuropa? Warum fällt es vielen Politikern und Medien so schwer, über die größte Krise unserer Zeit sachlich aufzuklären?

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Hitzetote

Aufmacherbild: Volker Quaschning im roten Hemd, hinter ihm zwei Gerippe und ein Himmel mit gelblichen Wolken.

Die Hitzewelle ist für Tausende Menschen tödlich. Anders als in Frankreich sind Hitzeschutz-Maßnahmen in Deutschland unzureichend. Das Klimaschutzgesetz hat die Regierung quasi aufgegeben. Das ist fatal, gefährlich und kostet Menschenleben.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Klima-Vorbereitungskonferenz

Die Glaubwürdigkeit von Klimapolitik hängt auch am Visum

Afrikanische Delegierte der Bonner Klimakonferenz im informellen Gespräch, daneben ist eine Tür mit der Aufschrift Notausgang.

Auch bei den Bonner Klimaverhandlungen werden Jahr für Jahr Delegierte aus dem globalen Süden durch Visahürden ausgebremst. Das untergräbt Deutschlands Anspruch auf inklusiven Multilateralismus.

ein Gastbeitrag von Niklas Wagner

Global Justice Report

Gerechtigkeit als Klimaplan

Stadtansicht von Mumbai mit einem sehr armen Viertel im Vordergrund und einem sehr reichen Viertel im Hintergrund.

Weniger Ungleichheit, weniger fossile Energie, weniger Überkonsum – und trotzdem mehr Wohlstand für die meisten Menschen. Ein Team um den Ökonomen Thomas Piketty legt eine Vision für das Überleben des Planeten vor.

von Joachim Wille

Dählings Woche

Toxische Energiepolitik, total verdrehte Solardebatte und die Merkelsche Prägung

Porträtaufnahme von Carolin Dähling.

Kalenderwoche 23: Es ist höchste Zeit, dass Union und Wirtschaftsministerium die Blockade der Erneuerbaren aufgeben und in den Dialog einsteigen, sagt Carolin Dähling von der Energiegenossenschaft Green Planet Energy, Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Fürs Energy Sharing verlangt sie einfache, schnell umsetzbare Prozesse auf Basis vorhandener Standards.

Veranstaltungsdokumentation

Rollback bei der Energiewende? Ursula Heinen-Esser, Sophia Eltrop und Claudia Kemfert diskutierten

Ursula Heinen-Esser, Sophia Eltrop und Claudia Kemfert bei der Podiumsdiskussion von Klimareporter im Publix.

Ob fossile Krise, EEG-Reform, Netzpaket oder die Frage, welche neuen Kraftwerke Deutschland braucht – das fast zweistündige von Klimareporter° veranstaltete Podiumsgespräch zum Energiewende-Rollback war streitbar, kritisch und mit Momenten, die Hoffnung machen.

von Klimareporter°

klima update° – Folge 281

Umweltkosten von KI, klimabedingte Flucht, wenig Klima unter Merz

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Der ökologische Fußabdruck von Rechenzentren und künstlicher Intelligenz wächst massiv. Der Klimawandel verschärft Fluchtbewegungen, zeigt ein Report. Die Bundesregierung spricht kaum noch über Klimapolitik. 

von Verena Kern, Katharina Schipkowski

40 Jahre Umweltministerium

Merkel warnt vor Rolle rückwärts

Sieben der neun Umweltministerinnen und Umweltminister seit 1994 stehen auf der Bühne hinter eibnem Transparent mit der Aufschrift: Natur verbunden – 40 Jahre Umweltministerium.

Beim 40-jährigen Jubiläum des Bundes­umwelt­ministeriums mahnt die Ex-Kanzlerin, den Klimaschutz trotz Krisen nicht zu verdrängen. Auch den Atomausstieg verteidigt sie.

von Joachim Wille

Umweltpolitik

"Man darf sich von Industrielobbys nicht erpressen lassen"

Angela Merkel schneidet eine Torte an, während Barbara Hendricks hilft und Jürgen Trittin, Peter Altmaier und Klaus Töpfer zusehen. Auf der Torte steht: 30 Jahre Bundesumweltministerium.

Dank der Energiewende ist Deutschland aus Atom und Kohle ausgestiegen, bilanziert Ex-Umweltminister Jürgen Trittin im Interview zum 40‑jährigen Jubiläum des Bundes­umwelt­ministeriums und über das aktuelle politische Rollback.

Interview: Joachim Wille

Transformation

"Stadtwandel bewegt sich zwischen Systemversagen und Inseln des Gelingens"

Wuppertal Schwebebahn

Der Umweltforscher Uwe Schneidewind erlebte als Wuppertaler Oberbürgermeister, wie nachhaltige Sachpolitik immer wieder machtpolitischen Erwägungen untergeordnet wird und kurzfristige Themen dominieren. Im Interview beschreibt er, wie Städte zukunftsfähig gemacht werden können.

Interview: Joachim Wille

Kürzungen im Klimafonds

Kleinvieh macht Klima-Mist

Ein gefüllter Kühlschrank

Die Bundesregierung sucht nach Sparmöglichkeiten im Haushalt, auch im Klimafonds. Dort geraten Förderprogramme wie der Stromspar-Check für Privathaushalte mit niedrigen Einkommen in den Fokus. Die Einsparungen wären gering, der Schaden nicht.

von Hannes Koch

Klimaziele

Nachsitzen beim Klimaschutz

Friedrich Merz im freundlichen Gespräch mit Schülerinnen, im Hintergrund ist ein Banner augestellt, auf dem noch das Wort Gesellschaft zu lesen ist.

Was der Expertenrat für Klimafragen in seinem neuen Prüfbericht recht nüchtern formuliert, ist politisch brisant. Die Regierung muss ihren Kurs sofort herumreißen. Je länger sie Klimaschutz als Wunschprogramm behandelt, desto teurer wird die Rechnung.

ein Kommentar von Joachim Wille

Expertenrat für Klimafragen

Deutschland reißt Klimaziele für 2030, 2040 und 2045

Auffahrt zu einer Brücke über einen Fjord, die aber gar nicht existiert.

In der laufenden Dekade bis 2030 überzieht Deutschland sein CO2-Budget um 60 bis 100 Millionen Tonnen, warnt der Expertenrat für Klimafragen im heute veröffentlichten Prüfbericht. Das Gremium fordert eine Überarbeitung des gerade beschlossenen Klimaschutzprogramms 2026.

von Jörg Staude