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Die Ausgestaltung eines nationalen Hitzeaktionsplans zu prüfen, kündigte Bundesumweltminister Carsten Schneider Mitte Juni an. Tage später erklärt er sich für nicht zuständig beim Hitzeschutz. Wichtiger ist seinem Haus offenbar eine vermeintliche Modernisierung des Umweltrechts.

von Jörg Staude

Der Vorsitzende der Klima-Union, Thomas Heilmann, begrüßt Nachbesserungen am Heizungsgesetz, sieht aber weiter rechtliche Risiken. Er bezweifelt, dass Atomkraft eine schnelle Lösung fürs Klima sein kann. Teil 1 des Interviews.

Interview: Joachim Wille

Haushaltsentwurf

Finanzminister Klingbeil vergreift sich am Geld, das eigentlich für den klimagerechten Umbau von Industrie, Gebäuden und Verkehr gedacht ist. Diese Zweckentfremdung muss gestoppt werden.

ein Kommentar von Joachim Wille

Big-Tech-Unternehmen bauen weltweit Tausende neue Rechenzentren. Doch die Datencenter verschwenden Strom und Wasser, an vielen Orten erhebt sich Protest. Allein 2025 wurden so in den USA fast 50 Serverfarm-Großprojekte verhindert. Wie entwickeln sich die Proteste in Deutschland?

von Tine Heni

Advertorials

Der bezuschusste regionale Stromtarif von Naturstrom ist eine attraktive, niedrigschwellige Möglichkeit der Teilhabe für Anwohner:innen in der Nachbarschaft von Öko-Energieanlagen.

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Kalenderwoche 27: Fast jeder Hitzetote ist Ausdruck der sozialen Kälte einer Gesellschaft – zu wenig haben wir uns um die besonders Gefährdeten gekümmert, kritisiert Hartmut Graßl, Physiker und Meteorologe und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Statt fossiles Autofahren zu verbilligen, hätte das Geld für erträgliche Bedingungen in Seniorenheimen ausgegeben werden können, betont er.

Die Wirtschaftsministerin will die EU‑Methanverordnung verschieben und übergeht den Umweltminister. Die Weltbank will bei ihren Krediten nicht mehr auf das Klima schauen. In den Ozeanen wurde ein neuer Hitzerekord gemessen.

von Susanne Schwarz, Sandra Kirchner

Warum schweigt die Bundesregierung zur Hitzewelle in Mitteleuropa? Warum fällt es vielen Politikern und Medien so schwer, über die größte Krise unserer Zeit sachlich aufzuklären?

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Der US-Präsident attackiert Wind- und Solarenergie, doch der Ökostrom-Ausbau geht weiter. Allerdings: Für den Klimaschutz reicht das nicht. Denn ohne politische Strategie bleibt der Umbau Stückwerk.

von Joachim Wille

Die Bundesregierung gewährt neue Milliardensubventionen für fossile Energie. Greenpeace kritisiert falsche Anreize und eine soziale Schieflage.

von Joachim Wille

Empfehlungen der Redaktion

Vom Elektroauto bis zum Smartphone: Nickel ist ein weltweit gefragter Rohstoff. Der Abbau in Guatemala hat schwere Folgen für die Umwelt und die indigenen Gemeinden, sagt Nati Garcia von der Menschenrechtsorganisation Cultural Survival. Die starken Proteste dürfen im globalen Norden nicht ignoriert werden.

Interview: Merle Groneweg

Holzöfen gelten als sinnvoller Beitrag zur Wärmewende. Die Bundesregierung unterstützt den Einbau, von der Förderbank KfW gibt es Zuschüsse. Doch die vermeintlich umwelt- und klimafreundlichen Heizungen verursachen mehr Ruß und Feinstaub als der Straßenverkehr, rechnet die Deutsche Umwelthilfe vor.

von Verena Kern

CO₂-Ausstoß als Maß aller Dinge

Unter Klimaschutz wird heute meist das Einsparen einer bestimmten Menge CO2-Äquivalent verstanden. Das ist eine simplifizierende Sichtweise, die zu einem bedenklichen Ablasshandel führt. Notwendige Änderungen am ökonomischen System werden so verschleppt.

ein Gastbeitrag von Camila Moreno, Lili Fuhr, Daniel Speich

Meinungen

Quaschnings Videokolumne

eine Kolumne von Volker Quaschning
eine Kolumne von Joachim Wille

Kalenderwoche 26: Viel Solarstrom ist ein Erfolg und kein Problem – die Aufgabe ist, das Energiesystem endlich konsequent auf die Erneuerbaren auszurichten, sagt Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Schreitet die Erderhitzung weiter so voran, stößt auch die beste Anpassung an Grenzen, warnt sie.

Die aktuelle Extremhitze in Europa wäre ohne Klimawandel praktisch unmöglich. Das deutsche Energieeffizienzgesetz soll entschärft werden. Die Klagemöglichkeiten von Umweltorganisationen bei Bauprojekten werden eingeschränkt.

von Sandra Kirchner, Susanne Schwarz